Wissensvermittlung » Elektromobilität in Kfz-Werkstätten

Elektrisch betriebenes Auto.
Foto: Fotolia, Karin & Uwe Annas

Elektromobilität Kfz-Werkstätten

Veränderungen in der Infrastruktur

  • Zertifizierung erforderlich (Fachbetrieb für Hybrid- und Elektrofahrzeuge)
  • neue technische Ausstattung bedeutet zusätzliche Investitionen

Um Wartungsarbeiten an Elektrofahrzeigen durchführen zu können, müssen die Kfz-Werkstätte spezielle bauliche Voraussetzungen erfüllen um als ein „Fachbetrieb für Hybrid- und Elektrofahrzeuge“ zertifiziert werden zu können. Hierbei liegen die Investitionskosten je nach technischer Ausstattung der Werkstätten ca. zwischen 10.000  € und knapp 50.000€ (Vgl. Tab. 2).

Investitionen in die Infrastruktur

Quelle: Schaufenster Elektromobilität: E-Mobilität in der Kfz-Werkstatt, eigene Darstellung
Quelle: Schaufenster Elektromobilität: E-Mobilität in der Kfz-Werkstatt, eigene Darstellung

Laut dem „Schaufenster Elektromobilität“ sind einmalige Investitionskosten von rund 10.000 Euro in der Basisvariante für die Durchführung von Wartungs- und Reparaturarbeiten an Elektrofahrzeugen zu erwarten. Benötigt werden hier neben der sicherheitstechnischen Ausrüstung sowie speziellen Werkzeugen eine Ladestation und gegebenenfalls eine Hubvorrichtung zum Austauschen des Batteriepacks.

Darüber hinaus müssen die Betriebe über einen zugelassenen Spannungsprüfer (kein Multimeter) und die notwendige persönliche Schutzausrüstung (Elektrikerhandschuhe für Arbeiten im Spannungsbereich bis 1.000 Volt) verfügen. Um als „Fachbetrieb für Hybrid- und Elektrofahrzeuge“ zertifiziert zu werden, ist es auch notwendig das mindestens ein Fachkundiger Mitarbeiter für die Arbeiten qualifiziert ist (Fachkundiger für Arbeiten an HV-eigensicheren Systemen).

Bei mit Wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen sind grundsätzlich drei Aspekte bei den Arbeiten an einem Brennstoffzellen-Fahrzeug zu beachten, die die Werkstattausstattung beeinflussen:

Konventionelle Tätigkeiten am Fahrzeug können in der Werkstatt wie gewohnt ausgeführt werden, wie z.B. Reifenwechsel, Karosseriearbeiten, Arbeiten an 12- und 24-Volt-Systemen, Reinigung usw. (Voraussetzung Fahrzeug ist nach EU-Richtlinien gebaut).

Bei beschädigten Fahrzeugen, insbesondere eine einer Beschädigung von wasserstoffführenden Teilen oder z.B. beim Spülen oder Entleeren von H2-Tanks ist darüber hinaus zu beachten, dass diese Fahrzeuge außerhalb der Werkstatt und nicht in geschlossenen Räumen bearbeitet werden, um einen Gasaustritt innerhalb der Werkstatt zu vermeiden.

Zusätzlich sind primäre Schutzmaßnahmen sinnvoll, wie z. B. H2-Sensoren zur Erkennung von austretendem Wasserstoff sowie ein Warnsystem mit entsprechender Lüftungs- und Entrauchungssystematik (DGVU).

Alexandra Landa M. A.
Wissensmanagement
EnergieAgentur.NRW
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