Wissensvermittlung » Elektromobilität in Kfz-Werkstätten

Elektrisch betriebenes Auto.
Foto: Fotolia, Karin & Uwe Annas

Neue Anforderungen

Qualifizierung der Mitarbeiter

Um an den aktuellen Entwicklungen am Markt teilzuhaben, lohnt es sich frühzeitig sich als ein Betreib zu qualifizieren, der auch Arbeiten an elektrischen Fahrzeugen durchführen kann. Neben der genannten baulichen Voraussetzung bedeutet dies auch eine Qualifizierung der Mitarbeiter. Hier gibt es je nach Antriebstechnologie, unterschiedliche Qualifizierungsstufen, die innerhalb eines Betriebes abgedeckt werden können.

In entsprechenden Unterweisungen und Schulungen können die Mitarbeiter qualifiziert werden, um die Richtlinien der Berufsgenossenschaft zu erfüllen und strafrechtlichen bzw. zivilrechtlichen Konsequenzen vorzubeugen. Hierbei gilt grundsätzlich die Unterscheidung zwischen dem Fachkundigen für die Arbeiten an Hochvolt (HV) eigensicheren Fahrzeugen und dem elektrotechnisch unterwiesenen Mitarbeitern. Ohne diese Unterweisungen dürfen keine Reparatur- und Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Einfachere Arbeiten wie den Reifenwechsel bei Elektrofahrzeugen dürfen ebenfalls nur von Mitarbeitern mit einer entsprechenden Qualifizierung durchgeführt werden, da der Einsatz von Spannungen oberhalb von 30 V AC und 60 V DC in der Fahrzeugtechnik durch Brennstoffzelle, Hybridtechnik, Elektrofahrzeuge zu einer elektrischen Gefährdung durch Körperdurchströmung und Lichtbogen oder Explosionen bei Arbeiten an Fahrzeugen führen kann.

Für die Arbeit an Elektrofahrzeugen mit Batterieantrieb sind die folgenden Qualifizierungen relevant, je nach Gefährdung und Aufgabenbereich sind drei Qualifizierungsstufen zu unterscheiden (Vgl. Tab. 3).

  • Stufe 1: Elektrisch unterwiesene Person, die nicht-elektronische Arbeiten durchführen darf
  • Stufe 2: Elektrofachkräfte, die elektronische Arbeiten im spannungsfreien Zustand durchführen können
  • Stufe 3: Elektrofachkräfte für Arbeiten unter Spannung an HV-Systemen

Qualifikationen für Arbeiten an Elektrofahrzeugen

Quelle: Schaufenster Elektromobilität: E-Mobilität in der Kfz-Werkstatt, eigene Darstellung
Quelle: Schaufenster Elektromobilität: E-Mobilität in der Kfz-Werkstatt, eigene Darstellung
Für die Arbeit an Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzelle werden zusätzliche Anforderungen benötigt (vergleich hierzu: DGUV Information 209-072 Wasserstoffsicherheit in Werkstätten). Insbesondere umfangreiche Kenntnisse zu den Grundlagen der Wasserstofftechnologie sind essentiell. Hier werden 4 Qualifizierungsstufen angeboten, um die Mitarbeiter für den Umgang mit dieser Technologie auszubilden.

  • Stufe 1: Sensibilisierung Wasserstoff
  • Stufe 2: Grundzüge im sicheren Umgang mit Wasserstoff
  • Stufe 3: Sicheres Arbeiten an Systemen mit Wasserstoff
  • Stufe 4: Freigabe und Prüfung von Systemen mit Wasserstoff

Sowohl die technische Aufrüstung der Werkstätte als auch die Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter sind mit Investitions- und Weiterbildungskosten verbunden.

Alexandra Landa M. A.
Wissensmanagement
EnergieAgentur.NRW
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