Windenergie

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Windenergie

Überblick

Im 1. Halbjahr 2021 wurden bundesweit 240 Windenergieanlagen an Land (WEA) mit einer Leistung von 971 Megawatt (MW) errichtet. Im gleichen Zuge wurden 135 WEA mit einer Leistung von 140 MW zurückgebaut. Daraus ergibt sich ein Netto-Zubau von 831 MW, der etwas über dem Zubau von 507 MW im ersten Halbjahr 2020 liegt. Im Vergleich zu den ausbaustarken Jahren 2014 bis 2017 mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 1.690 MW im 1. Halbjahr reduzierte sich der Netto-Zubau jedoch um die Hälfte. Der kumulierte Anlagenbestand in Deutschland hat sich zum 30. Juni 2021 auf 29.715 WEA mit einer Gesamtleistung von 55.772 MW erhöht.

Etwa 16 Prozent des bundesweiten Halbjahreszubaus konnten in Nordrhein-Westfalen realisiert werden, das im Ländervergleich mit 40 WEA und 154 MW Leistung an dritter Stelle steht. Damit sorgen in Nordrhein-Westfalen insgesamt 3.845 WEA mit einer Leistung von 6.238 MW für erneuerbaren Strom. Im Ländervergleich bleibt Nordrhein-Westfalen bei der kumulierten Leistung hinter Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Brandenburg auf Platz 4.

Windenergie an Land in Deutschland 2021  
installierte Gesamtleistung 55.772 MW
Anzahl WEA 29.715
   
Zubau im ersten Halbjahr 2021  
Brutto-Zubau WEA 240 WEA
Brutto-Zubau (Leistung) 971 MW
Repowering 35 WEA / 134 MW
Abbau 135 WEA / 140 MW
   
Windenergie in NRW 2021  
Installierte Gesamtleistung 6.317 MW
Anzahl WEA 3.845 WEA
neu installierte WEA und Leistung (1. Halbjahr 2021) 40 WEA mit 154 MW
NRW-Anteil des deutschlandweiten Brutto-Zubaus 16 Prozent
Windenergiezubau in NRW im Bundesvergleich Platz 3
Kumulierte Leistung in NRW im Ländervergleich Platz 4
  Stand: 30.06.2021

Quelle: Deutsche WINDGUARD: Status des Windenergieausbaus an Land in Deutschland, Halbjahr 2021

Regionale Entwicklung des Windenergieausbaus

Die Entwicklung des Windenergieausbaus in NRW auf Ebene der Regierungsbezirke, Kreise und kreisfreien Städte verläuft sehr unterschiedlich. Aktuelle Quartalszahlen zu Auktionen, Genehmigungen, Inbetriebnahmen, Stilllegungen und WEA mit auslaufender EEG-Förderung finden sie hier.

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Wirtschaftliche Entwicklung in Nordrhein-Westfalen

Die Windenergiebranche in Nordrhein-Westfalen zeichnet sich durch eine einzigartige Akteursvielfalt aus. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette agieren Forschungsinstitutionen, Komponentenhersteller, Projektier und Serviceunternehmen mit dem Ziel, die Windenergieindustrie in NRW nachhaltig weiterzuentwickeln. In 2016 waren in Nordrhein-Westfalen 20.570 Beschäftigte im Bereich Windenergie tätig, womit NRW den zweiten Platz im Bundesländervergleich belegt. Insgesamt betrug 2016 die Bruttobeschäftigung im Bereich der erneuerbaren Energien in Nordrhein-Westfalen 45.590.

Industrie und Service

Nordrhein-Westfalen gilt als „Zuliefererland Nummer 1“ für die Onshore- und Offshore- Windindustrie, womit das Bundesland auch international eine wichtige Rolle spielt: Kaum eine Anlage weltweit dreht sich ohne Technik aus Nordrhein-Westfalen. Insbesondere in der Antriebstechnik besitzen nordrhein-westfälische Unternehmen eine hohe Kompetenz. Die Herstellerbranche in NRW ist geprägt durch mittelständische Betriebe, die sich in langjähriger Tradition spezialisiert haben und auf eine breite Erfahrungskompetenz verweisen können.

Auch im Bereich Service haben viele Unternehmen aus NRW in der Windenergiebranche eine neue Heimat gefunden und bieten nun Wartungs-, Service- oder Instandhaltungsarbeiten für die Windindustrie an. Durch Neustrukturierung und Weiterentwicklung ihrer Produktpalette bewahrt Nordrhein-Westfalen das Fachwissen und die Expertise der Marktsegmente und sorgt dafür, dass der Industriestandort NRW eine der bedeutendsten Wirtschaftsregionen Europas bleibt.

Beschäftigung Windenergie in Deutschland insgesamt (Onshore und Offshore) 2012-2016 nach Bundesländern

Beschäftigung Windenergie in Deutschland insgesamt (Onshore und Offshore) 2012-2016 nach Bundesländern
  2012 2013 2014 2015 2016
Baden-Württemberg 8.350 9.390 9.340 9.900 10.880
Bayern 10.240 11.750 12.030 12460 12.920
Berlin 2.030 2.410 2.470 2.430 2.560
Brandenburg 6.470 6.850 7.400 7.360 7.970
Bremen 4.970 5.510 4.670 4.650 5.330
Hamburg 5.030 6.470 7.030 7.130 7.930
Hessen 4.200 5.040 5.050 5.130 5.590
Mecklenburg-Vorpommern 6.200 7.380 7.630 7.740 8.080
Niedersachsen 28.720 32.700 33.850 33.100 36.600
Nordrhein-Westfalen 16.860 18.970 19.050 19.630 20.570
Rheinland-Pfalz 4.120 4.230 4.210 3.770 3.950
Saarland 860 1.070 1.120 1.210 1.210
Sachsen 4.870 5.540 5.930 5.900 6.170
Sachsen-Anhalt 11.360 12.780 13.630 13.760 14.550
Schleswig-Holstein 8.490 9.570 12.480 12.820 12.890
Thüringen 2.330 2.570 2.710 2.720 3.000
Deutschland 125.100 141.600 148.600 149.800 160.200

Quelle: GWS-Analyse: Erneuerbar beschäftigt in den Bundesländern, Februar 2018

Windenergieforschung in Nordrhein-Westfalen

Als bedeutendste Energieregion Europas trägt Nordrhein-Westfalen eine große Verantwortung für das Gelingen und die Zukunftsfragen der Energiewende. Knapp 30 Prozent des deutschen Stroms werden in NRW produziert. Im Bereich Energieforschung zählt NRW zu den Top-Regionen. So entstehen am Forschungsstandort Nordrhein-Westfalen wegweisende Ideen und Projekte für die Zukunft. Die Windenergieforschung widmet sich vor allem neuen Werkstoffen, innovativen Energiesystemen, leistungsstärkeren Antriebstechniken oder einer effizienteren Leistungsübertragung. Weitere Schwerpunktthemen liegen in den Bereichen Windmessungen und Prognosen, bei den mechanischen und elektrischen Komponenten des Antriebsstrangs, bei der Leistungsübertragung und -verteilung sowie bei der Netzintegration und den Speichern oder der Bautechnik und der Logistik.

 

Dipl.-Ökologin, Dipl.-Ing. Claudia Bredemann
Leiterin Themengebiet Windenergie
EnergieAgentur.NRW
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0175 2224177
bredemann@energieagentur.nrw
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