Windenergie

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Fachinformationen

Windenergie in NRW

Kurz und knapp: relevante Aspekte der Windenergienutzung in NRW.

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Akzeptanz
Die Beteiligung der Bürger an öffentlichen Infrastrukturprojekten im Bereich der Energiewende gewinnt zunehmend an Bedeutung. Windenergievorhaben in Nordrhein-Westfalen bedürfen heute eines transparenten und partizipativen Vorgehens, in das verschiedene lokale Interessengruppen einbezogen werden sollten. Planungen zum Ausbau der Windenergie erfordern daher ein vorausschauendes Kommunikationsmanagement, das um Information, Transparenz und sachorientierte Einbindung der verschiedenen Interessengruppen bemüht ist. Kommt es bei der Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen zu einer frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit, kann dies das Risiko von Konflikten vermindern und den Rückhalt der Vorhabenentwicklung vor Ort erhöhen.

Artenschutz-Leitfaden NRW: Umsetzung des Arten- und Habitatschutzes bei der Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen in NRW
Die Errichtung von Windenergieanlagen (WEA) stellt – wie jedes Infrastrukturprojekt, etwa der Bau von Stromtrassen oder der Bau von Straßen – einen Eingriff in Natur und Landschaft dar, dessen Auswirkungen auf die lokale Flora und Fauna sorgsam geprüft werden muss. Deshalb ist der Artenschutz im Rahmen des Planungs- und Genehmigungsprozess von WEA eine der wichtigsten Anforderungen. Vor der Errichtung eines Windrades sind immer entsprechende artenschutzrechtliche Untersuchungen durchzuführen. Anhand der Datenlage zu den Habitaten vor Ort werden strenge artspezifische Auflagen für den Windradbetrieb festgelegt. Der im November 2013 vom Umweltministerium NRW eingeführte Leitfaden "Umsetzung des Arten- und Habitatschutzes bei der Planung und Genehmigung von WEA in NRW“ wurde im Jahr 2017 evaluiert und entsprechend der Ergebnisse fortgeschrieben. Der Leitfaden zeigt auf, mit welchen Methoden WEA-empfindlicheVogel- und Fledermausarten untersucht werden und in welcher Weise diese Arten bei den vorgeschriebenen Prüfungen zu beachten sind. Dafür wird sowohl die Artenschutzprüfung (ASP) als auch die FFH-Verträglichkeitsprüfung (FFH-VP) in ihren Abläufen detailliert skizziert und das Zusammenspiel von Regionalplanung, kommunaler Bauleitplanung und Genehmigungsverfahren beschrieben.

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen bei Windenergievorhaben
Wenn in Nordrhein-Westfalen eine Windenergieanlage bzw. ein Windpark gebaut wird, muss der Eingriff in das Landschaftsbild seit Inkrafttreten des novellierten Windenergie-Erlasses im November 2015 mit einem Ersatzgeld ausgeglichen werden. Die Höhe des Ersatzgeldes bemisst sich dabei an der Wertigkeit der betroffenen Landschaft. Eine entsprechende Bewertung des Landschaftsbildes und die Bildung von Wertstufen wurde durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) vorgenommen. Diese flächendeckende Bewertung einzelner Landschaftsbildeinheiten dient als landesweit einheitliche Vorgabe für die Berechnung des Ersatzgeldes.

Befeuerung verträglich gestalten: Welche akzeptanzsteigernden Lösungen erlaubt die neue Verwaltungsvorschrift?
Um die Luftfahrtsicherheit zu gewährleisten, müssen Windenergieanlagen (WEA)  gemäß der „Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen“ (AVV) ab einer Gesamthöhe von 100 Metern besonders gekennzeichnet werden. Unterschieden wird zwischen einer Tages- und Nachtkennzeichnung. Insbesondere die rot blinkenden Lichter, die bei Dunkelheit zum Einsatz kommen, werden mit der zunehmenden Zahl an WEA häufig als störend empfunden. Aus diesem Grund suchen Fachleute aus Wissenschaft und Anlagenbau gemeinsam mit den zuständigen Behörden nach besseren Lösungen. Die Verwaltungsvorschrift wurde 2015 geändert und ermöglicht nun mehr akzeptanzfördernde technische Lösungen: So soll künftig die Taktfolge der Leuchtfeuer bei allen Anlagen eines Windparks synchronisiert werden. Ferner kann über Sichtweitenmessgeräte die Intensität des Signalfeuers den herrschenden Lichtverhältnissen angepasst werden. Auch sind mittlerweile verschiedene Radarsysteme zugelassen, die eine bedarfsgerechte Befeuerung bei sich annähernden Luftverkehrsfahrzeugen ermöglichen.

Beschäftigung
Erneuerbare Energien haben sich als Wirtschaftsfaktor in Deutschland etabliert. Mittlerweile arbeiten 338.500 Menschen in diesem Sektor, vor allem die Windenergie hat sich zum Jobmotor entwickelt. Auch am Industriestandort Nordrhein-Westfalen zeigen sich deutliche Beschäftigungsimpulse durch die Windenergiebranche. Die Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) hat im März 2018 im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI) eine ergänzende Studie zu den Beschäftigungsimpulsen durch erneuerbare Energien auf Bundesländerebene vorgelegt. So hatten 45.590 Menschen in unserem Bundesland im Jahr 2016 einen Arbeitsplatz im Bereich der erneuerbaren Energien, 20.570 davon allein in der Windenergiebranche.

Brandgefahr
Ein Brand kann insbesondere in der Gondel, im Turm sowie in der Umspannstation einer Windenergieanlage (WEA) entstehen. Zu den typischen Ursachen der Brandentstehung an einer WEA zählen Blitzschlag, Fehler in elektrischen Einrichtungen (z. B. leistungselektronische Bauteile, Steuerungselektronik), Funkenflug durch Überlastung mechanischer Bremsen sowie feuergefährliche Arbeiten im Rahmen von Wartungs- und Reparaturarbeiten. Grundsätzlich muss eine WEA so beschaffen sein, dass der Entstehung eines Brandes der Anlage und der Brandweiterleitung auf die Umgebung vorgebeugt wird. Hierbei geht es zunächst um konstruktionsbedingte Vorkehrungen wie zum Beispiel die Verwendung nichtbrennbarer Materialien, um Brände erst gar nicht entstehen zu lassen.

Bürgerbeteiligung bei Windenergieprojekten
Viele Konflikte um die Installation und den Betrieb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien ließen sich vermeiden, wenn Bürgerinnen und Bürger von Anfang an am Planungsprozess beteiligt und ihre Bedenken angemessen berücksichtigt würden. Bürgerinnen und Bürger können über formelle und informelle Beteiligungsmöglichkeiten eingebunden werden. Bei formellen Beteiligungsmöglichkeiten handelt es sich um gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen, deren Zeitpunkt und Ablauf genau geregelt ist. Informelle Beteiligung geht über die rechtlich vorgegebenen Maßnahmen hinaus und kann daher von der Kommune oder vom Vorhabenträger freiwillig durchgeführt werden. Um Maßnahmen und Möglichkeiten zur formellen und informellen Beteiligung beim Ausbau der Windenergienutzung aufzuzeigen, bietet der EnergieDialog.NRW zwei Infografiken.
Die erste Infografik beschreibt die einzelnen Schritte des Flächennutzungsplanverfahrens zur Ausweisung von Windkonzentrationszonen sowie formelle und informelle Maßnahmen der Bürgerbeteiligung während der einzelnen Phasen. Die zweite Infografik erläutert den Genehmigungsprozess von Windenergieanlagen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz samt damit einhergehender formeller und informeller Verfahren zur Bürgerbeteiligung.

Bürgerwind
Die Energiewende ist eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen der letzten Jahre. Ein Muss für den Erfolg ist die Akzeptanz der Menschen vor Ort, die von den einhergehenden Veränderungen der Energiewende unmittelbar betroffen sind. Eine Möglichkeit, die Energiewende aktiv mitzugestalten, sind Bürgerenergieprojekte. Dabei beteiligen sich Bürgerinnen und Bürger direkt an lokalen regenerativen Energieprojekten. Für die Windenergiebranche sind Bürgerwindprojekte unverzichtbar. Sie fördern die Akzeptanz von Windenergieanlagen vor Ort, erhöhen die Akteursvielfalt und sorgen für eine Stärkung der regionalen Wertschöpfung. Die EnergieAgentur.NRW bietet mit ihrer Plattform für Energiegenossenschaften und Bürgerenergie die Möglichkeit, sich zu vernetzen, gegenseitig auszutauschen und Kooperationen zu schließen.

Bürgerwindparks mit bisher größten Anlagen in Ahaus errichtet
Ein gelungenes Beispiel für ein erfolgreiches Bürgerenergieprojekt ist der in Ahaus entstandene Bürgerwindpark mit den bisher größten Windenergieanlagen (WEA) Nordrhein-Westfalens. Zehn WEA des Typs E-141 EP 4 sollen dort demnächst ihren Betrieb aufnehmen. Die Anlagen mit einer Gesamthöhe von 230 Metern und einem Rotordurchmesser von 141 Metern sind die ersten ihrer Art, die in Nordrhein-Westfalen errichtet werden. Das Gesamtprojekt hat ein Investitionsvolumen von 70 Millionen Euro und wird zukünftig Strom für 40.000 Haushalte produzieren.

Denkmalschutz – ein Hindernis für die Windenergieplanung?
Denkmäler stehen aufgrund ihrer kulturellen und wissenschaftlichen Bedeutung unter einem besonderen Schutz. Da es bei vielen Objekten auch um ästhetische Aspekte geht, können sie zu einem Hindernis bei der Planung von Windenergieprojekten werden. Sollen eine oder mehrere Windenergieanlagen (WEA) im Umfeld eines Denkmals errichtet werden, muss zwischen dem öffentlichen Interesse an einem ungestörten Blick auf das Denkmal und der Privilegierung der Windenergie abgewogen werden. Dieser Fachbeitrag erklärt das Verhältnis von Denkmalschutz und Windenergieprojekten und fasst die rechtliche Situation zusammen.

Drehfunkfeuer – Bundesverwaltungsgericht entscheidet zu Drehfunkfeuern
Ein Drehfunkfeuer sendet ein spezielles Funksignal aus, das Flugzeugen zur Luftnavigation dient. Auch in Nordrhein-Westfalen betreibt die Deutsche Flugsicherung (DFS) solche Drehfunkfeuer. Damit ihr Funksignal nicht gestört wird, ist ein sogenannter Anlagenschutzbereich um die Anlage herum festgelegt, in dem geprüft werden muss, ob Windenergieanlagen (WEA) dort errichtet werden können. Ist der Bau einer WEA oder die Ausweisung einer Konzentrationszone in diesem Bereich geplant, ist vorab die Luftfahrtbehörde zu kontaktieren. Bei der Entscheidung, ob WEA im Anlagenschutzbereich errichtet werden können, werden die Anzahl und die genauen Standorte der WEA berücksichtigt. Außerdem spielen die Höhe der geplanten WEA sowie die Anzahl bereits vorhandener Anlagen eine Rolle.

EEG 2017 – Die wichtigsten Änderungen
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist das zentrale Förderinstrument der Bundesregierung zum Ausbau der Energiegewinnung aus regenerativer Wind-, Solar-, Wasser- und Bioenergie. Ziel des EEG ist es, den Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromversorgung bis zum Jahr 2050 auf mindestens 80 Prozent zu steigern. Seit seinem Inkrafttreten im Jahr 2000 wurde das EEG mehrmals reformiert. Im Jahr 2016 wurde das EEG erneut novelliert und die Ermittlung der Förderhöhen auf technologiespezifische Ausschreibungsverfahren umgestellt. Durch diese Änderung sollen eine höhere Kosteneffizienz, aber auch eine Mengensteuerung und damit eine bessere Planbarkeit der Ausbauziele für die Energiewende gewährleistet werden. Das neue EEG trat zum 1. Januar 2017 in Kraft. Dieser Fachbeitrag fasst die wichtigsten Änderungen der jüngsten EEG-Novelle zusammen.

Eiswurf – Windenergieanlagen und die Gefahr durch Eiswurf
Eisabwurf ist eine allgemeine Gefahr, die bei winterlichen Witterungsbedingungen zum Beispiel an Häusern, Brücken und anderen baulichen Objekten entstehen kann. Bei Windenergieanlagen (WEA) hängt die Eisbildung vom Standort ab. Je häufiger eine Anlage kalter und zugleich feuchter Witterung ausgesetzt ist, desto eher kann die Oberfläche der Rotorblätter vereisen. Das standortspezifische Risiko durch Eisabwurf bzw. Eisabfall wird im Rahmen der Genehmigung einer WEA gutachterlich geprüft, wenn Verkehrswege oder Betriebsgelände potenziell gefährdet sind. Außerdem sind die Anlagen in diesen Fällen mit Eiserkennungssystemen auszurüsten, die eine automatische Abschaltung bei Eisansatz sicherstellen sollen. Weitere Maßnahmen, die Teil der Genehmigung sein können, tragen notfalls dazu bei, das Restrisiko soweit zu senken, dass ein Schadensfall nahezu ausgeschlossen ist.

Energieatlas NRW
Der Energieatlas NRW ist ein Online-Angebot des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV), welches umfangreiche Informationen zu den Potenzialen der erneuerbaren Energien in Nordrhein-Westfalen in den Bereichen Strom und Wärme liefert. Zur Windenergie in NRW hält das System umfassendes Daten- und Kartenmaterial zum Anlagen-Bestand und zur Planung bereit. Abrufbar sind hier u. a. Grundlagendaten zur Raumnutzung, zu Schutzgebieten, zu Schwerpunktvorkommen sogenannter WEA--empfindlicher Vogelarten sowie zu Windpotenzialen in NRW. Des Weiteren können Daten zu rechtswirksamen Windkonzentrationszonen, die Wertstufeneinteilung der Landschaftsbildeinheiten und die Prüfradien um seismologische Stationen abgerufen werden. Ergänzt wurde das Programm um ein Tool zur Planungskarte Windenergie, mit dem nun auch berechnet werden kann, wieviel Energie an einem Standort von marktüblichen Windenergieanlagen gewonnen werden kann. Darüber hinaus wurden neue Windkarten in den Nabenhöhen der neusten WEA-Generationen eingestellt.

Faktencheck Windenergie und Immobilienpreise
Beim Ausbau der Windenergie treibt die Bürger immer wieder um, wie sich der Bau und Betrieb von Windenergieanlagen auf den Wert ihrer Grundstücke und Immobilien auswirkt. Um diese Frage zu erörtern, hatte die EnergieAgentur.NRW Experten aus Immobilienwirtschaft, Recht und anderen relevanten Bereichen zu einem Faktencheck geladen. Die Ergebnisse der Veranstaltung veröffentlichte die EnergieAgentur.NRW in einem Dokument.

Finanzielle Bürgerbeteiligung: Pachtmodelle für die Windenergie: Vernünftiger Ausgleich zwischen den Grundstückseigentümern

Der erste Schritt eines Windenergieprojekts besteht regelmäßig in der Flächensicherung. Dazu schließen die Projektierer Pachtverträge mit den Grundstückseigentümern ab, auf deren Grundstücke Windenergieanlagen (WEA) gebaut werden sollen. Um die Akzeptanz der Windenergienutzung vor Ort zu erhöhen, ziehen die Projektierer aber vermehrt das Flächenpachtmodell vor: Es beruht auf dem Grundgedanken, dass die Pachtzahlungen auf die gesamte Windparkfläche aufgeteilt werden, um so einen Interessensausgleich zwischen allen beteiligten Grundstückseigentümern zu schaffen. Dies bedeutet, dass auch Pachtzahlungen an die Eigentümer gezahlt werden, auf deren Grundstücken keine WEA errichtet werden, die aber dennoch wichtige Funktionen für die Windstromerzeugung erfüllen und deshalb ebenfalls einen Teil der Pachtzahlung erhalten.

Forschung
In der Windenergieforschung werden immer wieder neue technologische Maßstäbe gesetzt, die dafür sorgen, dass die Windenergie eine der tragenden Säulen der Energiewende bleibt. Nordrhein-Westfalen ist eine der Vorreiterregionen im Hinblick auf die Zusammenarbeit von Industrie und Forschung, die immer wieder neue Impulse in den Markt bringt. Denn als bedeutendste Energieregion Europas trägt Nordrhein-Westfalen eine große Verantwortung für das Gelingen und die Zukunftsfragen der Energiewende. Knapp 30 Prozent des deutschen Stroms werden in NRW produziert. Damit der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranschreiten kann und die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern gelingt, wird an den zahlreichen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen an den zentralen Fragen zu Energie und Klima gearbeitet. So entstehen am Forschungsstandort NRW wegweisende Ideen und Projekte für die Zukunft.

Schwerpunktthemen liegen in den Bereichen Windmessungen und Prognosen, bei den mechanischen und elektrischen Komponenten des Antriebsstrangs, bei der Leistungsübertragung und -verteilung sowie bei der Netzintegration und den Speichern oder der Bautechnik und der Logistik. Der Einfluss und die Auswirkungen von Windenergieanlagen auf Mensch und Natur sind immer wieder Gegenstand der Forschung. Hersteller, Betreiber und Serviceunternehmen arbeiten gemeinsam daran, die modernen Anlagen immissionsärmer und nachhaltiger zu konstruieren. Diese Forschungsbreite ist einzigartig in Deutschland und birgt ein großes Potenzial für den internationalen und nationalen Markt.

Der Cluster EnergieForschung.NRW (CEF.NRW) wird von der EnergieAgentur.NRW gemanagt und arbeitet im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen an der Umsetzung der energiewirtschaftlichen und klimapolitischen Zielvorgaben der Landesregierung im Bereich der Energieforschung.

Fundamente von Windenergieanlagen: Was passiert beim Rückbau?
Nach dem Ende ihrer Vergütung wird ein Großteil der Windenergieanlagen (WEA) komplett zurückgebaut. Auch beim Repowering werden zunächst die alten Anlagen abgebaut, bevor die neuen WEA errichtet werden. Doch was geschieht mit den Fundamenten beim Rückbau? Dieser Fachbeitrag beleuchtet, wie der Rückbau der Fundamente in Nordrhein-Westfalen geregelt ist und welche Herausforderungen damit verbunden sind.

Genehmigung
Seit dem 1. Juli 2005 muss jede Windenergieanlage (WEA) ab einer Gesamthöhe von mehr als 50 Metern in einem Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsschutz-Gesetz (BImSchG) genehmigt werden.

Die Genehmigung setzt unter anderem voraus, dass öffentlich-rechtliche Vorschriften des Planungsrechts, Natur- und Artenschutzes, Baurechts, Immissionsschutzes, Wasserrechts und Verkehrsrechts beachtet werden. Dies prüfen in Nordrhein-Westfalen die unteren Immissionsschutzbehörden, die bei den Kreisen und kreisfreien Städten angegliedert sind. Die Regel-Verfahrensdauer beträgt je nach Verfahrensart drei bis sieben Monate – die reale Verfahrenslaufzeit ist auf Grund der Komplexität jedoch oft länger. Die Erteilung der BImSchG-Genehmigung setzt voraus, dass durch die WEA keine schädlichen Umwelteinwirkungen und sonstigen Gefahren, erhebliche Nachteile und Belästigungen für die Allgemeinheit und die Nachbarschaft hervorgerufen werden (Schutzpflicht). Außerdem muss Vorsorge gegen solche Einwirkungen, Gefahren, Nachteile und Belästigungen getroffen werden (Vorsorgepflicht).

Gewässerschutz
Windenergieanlagen (WEA) sind in Wasserschutz- und Überschwemmungsgebieten oder an Oberflächengewässern zwar nicht grundsätzlich verboten, sie dürfen dort allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen errichtet und betrieben werden. Auf Ebene des Planungsverfahrens stellen hierbei die Wasserschutzzonen I und II sogenannte harte Tabuzonen dar, während die Ausweisung von Konzentrationszonen in der Zone III grundsätzlich möglich ist, da WEA hinsichtlich Standort, Bauart, Errichtung und Betrieb grundsätzlich kein höheres Risiko als andere im Wasserschutzgebiet zulässige Bauwerke und Anlagen darstellen. Überschwemmungsgebiete sind auf Planungsebene ebenfalls keine harten Tabuzonen. An Oberflächengewässern sind WEA grundsätzlich möglich, sofern definierte Abstände eingehalten und keine schädlichen Gewässerveränderungen bewirkt werden sowie die Bewirtschaftung der Gewässer weiterhin möglich ist. Somit ist die Windenergienutzung aus Sicht des Gewässerschutzes in vielen Bereichen grundsätzlich möglich.

Gewerbe- und Industriegebieten - Windenergieanlagen in Gewerbe- und Industriegebieten
Vor allem in Gewerbe- und Industriegebieten kann es sinnvoll sein, Windenergieanlagen zur Eigenstromversorgung energieintensiver Betriebe zu nutzen. Hierbei sind Klimaschutz, Kostenreduktion und öffentliche Wahrnehmung wichtige Argumente für die Unternehmen. Das EA.Paper „Windenergieanlagen in Gewerbe- und Industriegebieten“ gibt einen Überblick über baurechtliche Bestimmungen, Genehmigungsvoraussetzungen und Best-Practice-Beispiele.

Gutachten zum Artenschutz
Durch den Bau und Betrieb von Windenergieanlagen können bestimmte Tierarten, insbesondere einige Vogel- und Fledermausarten, gefährdet werden. Bevor Anlagen errichtet und betrieben werden, ist daher ein Artenschutzgutachten zu erstellen. Wie entsteht aber ein solches Artenschutzgutachten? In diesem Video begleitet der EnergieDialog.NRW der EnergieAgentur.NRW die Landschaftsökologen Dr. Michael Quest und Lars Gaedicke bei ihrer täglichen Arbeit.

Hinderniskennzeichnung
Um die Luftfahrtsicherheit zu gewährleisten, müssen Windenergieanlagen gemäß der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen (AVV) ab einer Gesamthöhe von 100 Metern besonders gekennzeichnet werden. Unterschieden wird in eine Tages- und Nachtkennzeichnung. Insbesondere die rot blinkenden Lichter, die bei Dunkelheit zum Einsatz kommen, werden mit der zunehmenden Zahl an Windenergieanlagen häufig als störend empfunden. Aus diesem Grund suchen Fachleute aus Wissenschaft und Anlagenbau gemeinsam mit den zuständigen Behörden nach besseren Lösungen. Die Verwaltungsvorschrift wurde 2015 geändert und ermöglicht nun mehr akzeptanzfördernde technische Lösungen: So soll künftig die Taktfolge der Leuchtfeuer bei allen Anlagen eine Windparks synchronisiert werden. Ferner kann über Sichtweitenmessgeräte die Intensität des Signalfeuers den herrschenden Lichtverhältnissen anpasst werden. Auch sind mittlerweile verschiedene Radarsysteme zugelassen, die eine bedarfsgerechte Befeuerung bei sich annähernden Luftverkehrsfahrzeugen ermöglichen.

Infraschall
Das Thema Schallimmissionen von Windenergieanlagen (WEA) – vor allem Infraschall – sorgt immer wieder für Diskussionen. Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) hat Anfang 2016 basierend auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand ein Faktenpapier zum Thema "Windenergieanlagen und Infraschall“ veröffentlicht. Es beantwortet häufig gestellte Fragen zum Thema Infraschall kurz und verständlich und kommt zu der Aussage, dass nach derzeitigem Kenntnisstand negative gesundheitliche Auswirkung durch Infraschall von WEA nicht nachgewiesen werden können.

Ende November 2016 hat das Umweltbundesamt ein Positionspapier veröffentlicht, welches den aktuellen Stand zu Gesundheitseffekten von Windenergieanlagen zusammenfasst.
Das Positionspapier finden Sie hier.

International
2017 betrug der Zubau rund um den Globus 52.573 Megawatt (MW). China belegt mit 19.500 MW neu installierter Leistung wie bereits in den Jahren zuvor den ersten Platz. Deutschland steht weltweit an dritter Stelle nach den USA (7.017 MW) und ist mit 6.581 MW neu installierter Windenergieleistung EU-Spitzenreiter. Großbritannien (4.270 MW), Frankreich (1.694 MW) und die Türkei (766 MW) folgen Deutschland im europäischen Zubau-Ranking. Ende des vergangenen Jahres waren weltweit 539.581 MW Windenergieleistung installiert, davon 56.132 MW in Deutschland.

Kleinwind
Während Deutschland im Bereich der großen Windenergieanlagen (WEA) zu den global führenden Ländern gehört, ist der deutsche Markt für Kleinwindenergieanlagen (KWEA) noch ausbaufähig. Doch rückt die Diskussion um die Folgen und Auswirkungen des globalen Klimawandels und der Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger nach Unabhängigkeit von den großen Energieversorgern diese Form der Energiegewinnung zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. Auch die Ansprüche der Verbraucher und der Wunsch nach Mitbestimmung sind gewachsen. Immer öfter wollen die Stromkonsumenten selbst entscheiden, woher ihr Strom stammt. KWEA sind für viele Verbraucher eine geeignete Lösung. Das Kleinwind-Portal der EnergieAgentur.NRW informiert und bietet einen ersten Überblick zur Technik, den Fördermöglichkeiten sowie Tipps zur Planung und Genehmigung.

Kommunale Beteiligung
Um die Akzeptanz für Windenergieanlagen (WEA) vor Ort zu stärken und selbst wirtschaftlich davon zu profitieren, können Kommunen sich an Windenergieprojekten beteiligen. In Betracht kommt die Unterstützung von Bürgerenergieprojekten, zum Beispiel im Rahmen von Informationsveranstaltungen und Presseterminen, aber auch durch die symbolische Zeichnung von Anteilen an den Projekten. Die Kommune kann außerdem selbst ein Unternehmen gründen und WEA betreiben. So besteht die Möglichkeit, die kommunale Wertschöpfung zu steigern.

Kompensationsmaßnahmen
Mit dem Bau von Windenergieanlagen sind Eingriffe in den Naturhaushalt, z.B. Versiegelung von Böden, und das Landschaftsbild verbunden. Diese Eingriffe gilt es zu kompensieren. Daher werden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die auch unter dem Begriff Kompensationsmaßnahmen zusammengefasst werden, notwendig. Beispiele dafür sind das Anlegen von Gewässern, Pflanzung von Gehölzen oder auch Abrissmaßnahmen von ehemaligen Gebäuden im Außenbereich. Geregelt wird dies in Deutschland durch die Eingriffsregelung, die im Bundesnaturschutzgesetz und den entsprechenden Landesnaturschutzgesetzen verankert ist.

Landesentwicklungsplan
Der Landesentwicklungsplan (LEP) ist das wichtigste Planungsinstrument der Landesplanungsbehörde und legt die räumlichen Ziele und Grundsätze der Landesentwicklung Nordrhein-Westfalens fest. Das Landeskabinett hat in seiner Sitzung am 17.4.2018 Änderungen am LEP beschlossen und bittet nun die Öffentlichkeit um Stellungnahmen und Vorschläge. Die Änderung des LEP ist wesentlicher Bestandteil des „Entfesselungspakets II“ der Landesregierung. Bei der Windenergie soll  ein planerischer Vorsorgeabstand zu Wohngebieten eingeführt werden. Soweit die örtlichen Verhältnisse dies  ermöglichen , ist ein  Abstand von 1.500 Metern zu reinen und allgemeinen Wohngebieten Wohngebieten einzuhalten.
Weiterführende Informationen zum Thema Landesplanung sowie eine Pressemitteilung zum Änderungsverfahren des Landesentwicklungsplans finden Sie auf den Internetseiten des  Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Landschaftsbildbewertung
Wenn in Nordrhein-Westfalen eine Windenergieanlage bzw. ein Windpark gebaut wird, muss der Eingriff in das Landschaftsbild seit Inkrafttreten des neuen Windenergie-Erlasses im November 2015 mit einem Ersatzgeld ausgeglichen werden. Die Höhe des Ersatzgeldes bemisst sich dabei an der Wertigkeit der betroffenen Landschaft. Eine entsprechende Einstufung des Landschaftsbildes wurde durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) vorgenommen. Diese flächendeckende Bewertung einzelner Landschaftsbildeinheiten dient als landesweit einheitliche Vorgabe für die Berechnung des Ersatzgeldes.

Lärmschutz – Windenergieanlagen: Schutz vor Lärmbelästigungen
Als Lärm werden Geräusche bezeichnet, die zu Störungen, Belästigungen oder zu Schäden führen können. Auch die Betriebsgeräusche von Windenergieanlagen (WEA) spielen in der öffentlichen Diskussion eine große Rolle. Die Anlagengeräusche wurden zwar in den vergangenen Jahren durch die konsequente, technische Weiterentwicklung beachtlich verringert, dennoch verursachen WEA weiterhin Geräusche. Beim Ausbau der Windenergie werden die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bereits frühzeitig bei der Planung und Genehmigung berücksichtigt: Zum Schutz vor Lärmbelästigungen gelten deshalb strenge gesetzliche Richtwerte, deren Einhaltung behördlich überwacht wird.

Methodensammlung für die Energiewende
Die Reihe Methodensammlung für die Energiewende des EnergieDialog.NRW stellt ausgewählte Methoden und Formate aus der Beteiligungspraxis vor, die sich bei Fragestellungen rund um die Energiewende und den Ausbau der Windenergienutzung vor Ort eignen. Die einzelnen Formate werden mit Praxisbeispielen illustriert. Die Beiträge informieren über die Kosten, den Zeitrahmen und die Zielgruppe eines Formates. Neben dem genauen Ablauf werden auch die Hintergründe zu einer Methode erläutert sowie Tipps zur praktischen Umsetzung gegeben.

Offshore
Offshore-Windparks, also Windparks, deren Fundamente im Küstenvorfeld der Meere stehen, leisten einen stetigen Beitrag zur Energieversorgung in Deutschland. Die Energieausbeute liegt aufgrund höherer Volllaststunden schätzungsweise um 40 Prozent höher als bei Windenergieanlagen (WEA) an Land. Laut aktuellem Jahresbericht der Deutschen WindGuard waren zum 30.06.2018 bundesweit 1.169 Offshore-Windenergieanlagen (OWEA) mit einer Leistung von 5.387 Megawatt in der deutschen Nord- und Ostsee in Betrieb. Zum Stichtag befanden sich noch 50 OWEA im Bau. 87 Prozent aller bis Ende Juni 2018 einspeisenden OWEA entfällt auf die Nordsee, 13 Prozent auf die Ostsee. Die Entwicklung der Offshore-Windenergie sorgt aufgrund der stark verteilten Wertschöpfungskette auch in den industriellen Ballungsräumen Süd- und Westdeutschlands für positive Beschäftigungsaspekte. Als traditioneller Standort der Maschinenbauindustrie profitiert auch die nordrhein-westfälische Windbranche von der Offshore-Windenergie durch ein erhebliches Investitions- und Umsatzpotenzial. In NRW-ansässige Unternehmen produzieren Getriebe, Generatoren, Bremsen, Lager und Gusskomponenten. In Deutschland sind mehr als 27.000 Beschäftigte in der Offshore-Windindustrie tätig. Die Ergebnisse der Ausschreibungen weisen einen Zukunftstrend: Betreiber von Offshore-Windparks verzichten immer häufiger auf die garantierte Vergütung nach dem EEG und versuchen, sich allein durch Marktpreise zu finanzieren.

Onshore
Die Onshore-Windenergie, also die Windenergienutzung an Land, ist die treibende Kraft der Energiewende. Mit einem Strommixanteil von über 13 Prozent macht sie schon heute fast die Hälfte der gesamten Stromproduktion aus erneuerbaren Energien in Deutschland aus. Dabei ist die Leistungsfähigkeit der einzelnen Anlage in den vergangenen zwei Jahrzehnten massiv gestiegen. Lag die Standard-Leistung der Anlagen in den 90er-Jahren bei 600 Kilowatt, liegen die Spitzenleistungen heute bei 7,5 Megawatt (MW). Hinzu kommt eine Steigerung der Volllaststunden und damit eine erhöhte Windstrom-Produktion je Anlage. Hinsichtlich der Kosten ist die Onshore-Windenergie die günstigste unter den erneuerbaren Energien.

Zum 30.06.2018 drehten sich in Nordrhein-Westfalen 3.708 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 5.703 MW. Betrachtet man den Zubau der installierten Leistung im ersten Halbjahr 2018, so liegt NRW mit einem Anteil von 15,9 Prozent (83 WEA mit 259 MW) beim gesamten Zubau hinter Niedersachsen an zweiter Stelle im Bundesvergleich.

Periodischer Schattenwurf
Wenn die Sonne auf eine Windenergieanlage scheint, entsteht durch die Bewegungen der Rotorblätter ein periodischer Schattenwurf, der von Anwohnern als Belästigung empfunden werden kann. Doch wie entsteht dieser periodische Schatten, wie viel Beschattung ist zulässig und wie werden die Anwohner vor einem „Zuviel“ dieser Immission geschützt? Antworten darauf gibt das Factsheet „Windenergie und periodischer Schattenwurf“.

Planung und Projektierung
Bei der Errichtung genehmigungspflichtiger Windenergieanlagen ist sicherzustellen, dass ihre Schallimmissionen mit den gesetzlich festgelegten Richtwerten der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) vereinbar sind. Um dies nachzuweisen, muss der Antragsteller eine Immissionsprognose durch einen Schallgutachter anfertigen lassen. Seit längerer Zeit steht das bisher für die Prognosen verwendete Verfahren in der Kritik. Mit einem Erlass sorgte das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) im November 2017 für eine verpflichtende Anpassung des Prognosemodells. In diesem Beitrag werden die Diskussion um die beiden Prognoseverfahren sowie die wichtigsten Unterschiede hinsichtlich ihrer Berechnung beschrieben.

Recht: Oberverwaltungsgericht NRW zu „Sondergebieten Windenergienutzung“
In einem Urteil aus dem Jahr 2017 entschied das Oberverwaltungsgericht NRW, dass Kommunen „Sondergebiete für die Windenergienutzung“ über Bebauungspläne als zusätzliche Flächen festsetzen dürfen, wenn kein Platz mehr für weitere Windenergieanlagen in bereits bestehenden Windkonzentrationszonen ist. Hintergründe und nähere Erläuterungen zu dem Urteil finden Sie in diesem Beitrag.

Rechtsprechung: DWD hat keinen Beurteilungsspielraum
Windenergieanlagen beeinträchtigen den Betrieb nahegelegener Wetterradarstationen, argumentiert der Deutsche Wetterdienst (DWD). In einem Grundsatzurteil hat das Bundesverwaltungsgericht jetzt entschieden, dass dem Wetterdienst in der Frage kein Beurteilungsspielraum zukommt. Mehr über die Hintergründe zu diesem Urteil lesen Sie in diesem Beitrag.

Recycling: Wie werden Rotorblätter entsorgt?
Über 28.000 Windenergieanlagen sind derzeit in Deutschland on- und offshore in Betrieb. Darunter befinden sich viele Anlagen der ersten Generation, die sich dem Ende ihrer Förder- und Betriebszeit nähern und demnächst stillgelegt werden. Doch was geschieht dann mit den ausgedienten Windenergieanlagen? Werden sie abgebaut, lassen sich viele Teile wiederverwerten. Bei Rotorblättern ist das allerdings nicht ganz einfach. Ein Hintergrundpapier des Bundesverbandes Windenergie erläutert die technischen Möglichkeiten zum Recycling von Rotorblättern. Nähere Informationen zu dem Hintergrundpapier und zum Recycling erfahren Sie in diesem Beitrag des EnergieDialog.NRW.

Referenzertragsmodell
Die Wirtschaftlichkeit von Windenergieprojekten hängt grundsätzlich von der Standortqualität ab. Da aber alle Gebote in einem Auktionsverfahren bewertet werden sollen, wird ein Mechanismus benötigt, der die gebotenen Preise für unterschiedliche Standorte vergleichbar macht.

Durch einen Korrekturfaktor sollen nicht nur der notwendige Wettbewerb zwischen Ausbauvorhaben an unterschiedlichen Standorten ermöglicht, sondern auch zukünftig die großräumige Verteilung der Anlagen an Land gesichert werden. Das hat klare energiewirtschaftliche Vorteile: Eine ausgewogene regionale Verteilung des Windenergieausbaus bewirkt, dass der Windstrom stetiger in die Netze eingespeist und seltener abgeregelt wird, während sich der Umfang des aufwändigen Ausbaus von Übertragungs- und Verteilnetzen minimieren lässt.

Bei der Ausschreibung wird der Gebotswert auf einen Referenzstandort (100-Prozent-Standort) abgegeben, welcher mit einer Windgeschwindigkeit von 6,45 Metern pro Sekunde auf einer Höhe von 100 Metern definiert wird. Anhand dieser Gebotspreise (Cent pro Kilowattstunde) erfolgt die Auswahl der günstigsten Bieter.

Zur Bestimmung der tatsächlichen Vergütungshöhe für die einzelnen Gebote werden diese mit dem in § 36h Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) definierten standortabhängigen Korrekturfaktor multipliziert. Liegt die Standortqualität unter 100 Prozent, wird der Gebotswert angehoben, liegt sie jedoch über 100 Prozent, wird der Gebotswert für die eingespeiste Kilowattstunde gesenkt.

Ab einer Standortgüte von unter 70 Prozent wird der Korrekturfaktor nicht weiter erhöht; liegt die Standortgüte über 150 Prozent, wird die Vergütung nicht weiter abgesenkt.

Repowering
Repowering steht für das Ersetzen alter Windenergieanlagen (WEA) durch neue, leistungsstärkere Anlagen. Moderne WEA arbeiten deutlich wirtschaftlicher und nutzen das vorhandene Winddargebot besser als die Anlagentypen der früheren Generationen. Dadurch ergibt sich eine konstantere Stromproduktion. Auch die Integration in das elektrische Netz gestaltet sich einfacher. Darüber hinaus kann der Ersatz vieler kleiner WEA durch eine geringere Anzahl größerer Anlagen auch zu einer Beruhigung des Landschaftsbildes beitragen, da sich die modernen WEA bedeutend langsamer drehen.

Richtfunk und Windenergievorhaben: Auswirkungen von zivilem Richtfunk auf Windenergievorhaben
Windenergieanlagen (WEA) sind raumwirksame Infrastrukturvorhaben, die aufgrund ihrer Anzahl und Größe Auswirkungen auf Radar- und Funksysteme haben können. Durch den stetigen Zubau von WEA treten, aufgrund von Störungen des Funksignals, immer häufiger Konflikte auf. So ist es vor allem der Richtfunk, der aufgrund von Hindernissen innerhalb der Funkstrecke negativ beeinträchtigt werden kann. Dieser Fachartikel fasst – unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung – die Anforderungen an die Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergievorhaben sowie die Genehmigung von WEA mit Blick auf den Richtfunk zusammen.

Schall: Factsheet – Windenergie und Schall
In der öffentlichen Debatte über den Ausbau der Windenergie kommt immer wieder das Thema Schall auf. Betroffene Anwohner äußern ihre Bedenken über das Ausmaß der Geräusche geplanter Windenergieanlagen (WEA). Sie befürchten, der Schall könne gesundheitliche Beschwerden auslösen und ihre allgemeine Lebensqualität beeinträchtigen. Dieser Beitrag gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Art und Ausmaß der Geräuschimmissionen von WEA. Er soll als Hilfestellung im Planungs- und Genehmigungsprozess von WEA dienen und allen Beteiligten Orientierung bieten.

Standortsicherung
Der erste Schritt eines Windenergieprojekts besteht regelmäßig in der Flächensicherung. Dazu schließen die Projektierer Pachtverträge mit den Grundstückseigentümern ab, auf deren Grundstücke Windenergieanlagen (WEA) gebaut werden sollen. Um die Akzeptanz zu erhöhen, ziehen die Projektierer aber vermehrt das Flächenpachtmodell vor: Es beruht auf dem Grundgedanken, dass die Pachtzahlungen auf die gesamte Windparkfläche (z. B. Konzentrationszone) aufgeteilt werden, um so einen Interessensausgleich zwischen allen beteiligen Grundstückseigentümern zu schaffen. Dies bedeutet, dass auch Pachtzahlungen an die Eigentümer gezahlt werden, auf deren Grundstücken keine WEA errichtet werden, die aber dennoch wichtige Funktionen für die Windstromerzeugung erfüllen und deshalb ebenfalls einen Teil der Pachtzahlung erhalten.

Seismologische Stationen
Der Einfluss von Windenergieanlagen (WEA) auf seismologische Messeinrichtungen wird seit Längerem verstärkt diskutiert und sorgt für Unsicherheit bei der Planung und Genehmigung von WEA. In einem Fachbeitrag der Schriftenreihe EA.paper geht das Netzwerk Windenergie der EnergieAgentur.NRW den wichtigsten Fragen nach und gibt einen Überblick über den Stand der Diskussionen.

Stromvermarktung
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen ermöglichen Betreibern von Windenergieanlagen verschiedene Optionen zur Vermarktung von Strom. Neben der „klassischen“ Netzeinspeisung können die Eigenversorgung, die sonstige Direktvermarktung oder auch Regionalstromprodukte aufgrund möglicher Steuer- und Abgabenerleichterungen interessante Alternativen bieten. Das Online-Tool „Stromvermarktung.Navi“ ermöglicht eine individuelle Berechnung der wirtschaftlichen Vorteile verschiedener Vermarktungsoptionen. Die Hintergründe und erfolgreiche Beispielprojekte werden in den Publikationen der Abteilung „Finanzierung- und Geschäftsmodelle“ der EnergieAgentur.NRW näher beleuchtet.

NRW-Forschungsprojekt zur Minderung der Störwirkung von Windenergieanlagen auf seismologische Stationen gestartet

Das Forschungsprojekt „Minderung der Störwirkung von Windenergieanlagen auf seismologische Stationen“, kurz MISS genannt, beschäftigt sich mit der Problematik der von Windenergieanlagen (WEA) ausgehenden Schwingungen. Seismologische Stationen, die in Nordrhein-Westfalen zur Überwachung von Erdbebenaktivitäten eingesetzt werden, können durch diese in ihrer Funktion gestört werden. Ziel des Forschungsvorhabens ist die praxisorientierte Entwicklung eines Prognoseverfahrens zur Vorhersage der Erschütterungen, das im Planungs- und Genehmigungsverfahren angewendet werden kann, sowie die Konzeption organisatorischer und technischer Minderungsmaßnahmen.

Substanzieller Raum für die Windenergie
Mit der Ausweisung von Konzentrationszonen kann die in § 35 Baugesetzbuch (BauGB) geregelte Privilegierung der Windenergie im Außenbereich eingeschränkt werden. Eine Kommune muss dabei allerdings der Windenergienutzung „substanziell Raum geben“ und darf keine Verhinderungsplanung betreiben. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dabei aber keine Vorgaben zum prozentualen Flächenanteil gemacht. Erforderlich ist vielmehr eine Gesamtbetrachtung, die den Umständen des Einzelfalls und örtlichen Gegebenheiten im jeweiligen Planungsraum Rechnung trägt.

Tabuzonen: Urteil des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen zu „harten“ und „weichen Tabuzonen“
Eine Kommune, die Konzentrationszonen für Windenergieanlagen (WEA) ausweisen und damit den übrigen Außenbereich von WEA freihalten will, muss ein schlüssiges Plankonzept erstellen, in dem sie darstellt, auf welchen Flächen die Windenergienutzung ausgeschlossen werden soll. Für die Erstellung eines solchen Planungskonzeptes ist ein abschnittsweises Vorgehen im Rahmen der Flächenanalyse geboten. Zu dieser Flächenanalyse gehört auch, dass die Kommune „harte“ und „weiche“ Tabuzonen ermittelt. Im Juli 2013 fällte das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen ein Urteil zu „harten“ und „weichen“ Tabuzonen. Dieser Fachbeitrag beleuchtet das Urteil und erläutert, was dies für die planerische Praxis bedeutet.

Tabuzonen - OVG NRW: Waldflächen sind keine harten Tabuzonen
Bei der Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen müssen sich Kommunen immer wieder mit der Frage auseinandersetzen, ob Anlagen auf Waldflächen errichtet werden dürfen und ob sie der Windenergie substanziell Raum gegeben haben. Mit beiden Fragen hat sich das Oberverwaltungsgericht NRW im Jahr 2015 im Rahmen eines Normenkontrollverfahrens beschäftigt. Dieser Fachbeitrag fasst das Urteil zusammen.

Tabuzonen - RechtOVG NRW: Waldflächen sind keine harten Tabuzonen
Bei der Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen müssen sich Kommunen immer wieder mit der Frage auseinandersetzen, ob Anlagen auf Waldflächen errichtet werden dürfen und ob sie der Windenergie substanziell Raum gegeben haben. Mit beiden Fragen hat sich das Oberverwaltungsgericht NRW im Jahr 2015 im Rahmen eines Normenkontrollverfahrens beschäftigt. Dieser Fachbeitrag fasst das Urteil zusammen.

Umweltverträglichkeitsvorprüfung: Beschluss des OVG NRW zur Umweltverträglichkeitsvorprüfung stoppt Windenergieanlagen
Bilden mehrere Windenergieanlagen (WEA) eine Windfarm, ist im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) grundsätzlich eine allgemeine oder standortbezogene Vorprüfung erforderlich. Das Oberverwaltungsgericht NRW stellte in einem Beschluss aus dem Jahre 2014 fest, dass für die Frage, ob die Pflicht zur Durchführung einer UVP-Vorprüfung besteht, nicht nur der Abstand der Anlagen zueinander entscheidend sein kann, sondern auch der Umstand, dass alle Anlagen im Einwirkungsbereich einer Vogelart errichtet wurden. Weitere Informationen zum Urteil des Oberverwaltungsgerichts bietet dieser Fachbeitrag.

Wetterradar
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) betreibt in Deutschland 17 Anlagen zur Niederschlagsmessung. In Nordrhein-Westfalen steht ein solches Niederschlagsradar in Essen. Ein Wetterradar hat eine rotierende Antenne, die stark gebündelte elektromagnetische Wellen aussendet; diese werden an festen Objekten, z.B. Regen, Schnee oder Hagel reflektiert und an die Antenne der Wetterstation zurückgesendet. Genau wie andere Bauwerke stellt eine Windenergieanlage (WEA) ein Hindernis dar, auf das die elektromagnetischen Wellen stoßen. Der DWD empfiehlt deshalb, in einem Radius von 5 Kilometer um die Radaranlage keine WEA zu genehmigen und in einem Radius von 15 Kilometer in der Höhe zu beschränken. Konflikte mit Wetterradaranlagen sind immer wieder Gegenstand von gerichtlichen Auseinandersetzungen mit derzeit noch nicht einheitlicher Rechtsprechung.

WindDialog.NRW – Projekträume und Online-Bürgerbüro
Der Ausbau der Windenergie stellt Bürger häufig vor grundsätzliche Fragen und erzeugt ein Bedürfnis nach verlässlichen und verständlichen Informationen. Die Online-Plattform WindDialog.NRW bietet Kommunen und Projektentwicklern daher die Möglichkeit, die interessierte Öffentlichkeit in einem eigenen Projektraum über ihr Vorhaben zum Ausbau der Windenergie zu informieren. Wenn Sie für Ihr Windenergieprojekt einen solchen Projektraum eröffnen möchten, können Sie das Vorhaben dort kurz beschreiben, eine Kontaktperson angeben sowie den Stand der aktuellen Planung darstellen. Außerdem können Sie jede einzelne Aktivität des Planungs- und Genehmigungsprozesses chronologisch aufführen und wichtige Dokumente sowie weitere Informationen bereitstellen. Die Projekträume bieten einen idealen Ort, um Informationen über Ihr Vorhaben zu bündeln und allen Interessierten dauerhaft und jederzeit zugänglich zu machen. Sollten in Ihrem Projektraum dann allgemeine Fragen zur Windenergie aufkommen, übernimmt das Team des WindDialog.NRW die Beantwortung dieser Fragen für Sie.

Auch außerhalb der Projekträume haben Sie als Bürgerinnen und Bürger auf dem WindDialog.NRW die Möglichkeit, Ihre Fragen zu stellen, die Sie zum Thema Windenergie umtreiben. Dies können rechtliche oder technische Fragen oder Aspekte sein, die den Umweltschutz und das tägliche Leben im Umfeld von Windenergieanlagen betreffen. Das Team des WindDialog.NRW beantwortet Ihre Frage umgehend und veröffentlicht sie gemeinsam mit der entsprechenden Antwort auf der Plattform.

Windenergie-Erlass 2018: Die wichtigsten Änderungen
Kurz nach der Landtagswahl im letzten Jahr verkündete die neue Landesregierung, dass sie den Windenergie-Erlass überarbeiten möchte. Damit sollte ein Ziel aus dem Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP umgesetzt werden. Schon im September 2017 wurde der erste Entwurf vorgelegt. Nach Durchführung der Verbändeanhörung hat nun das Landeskabinett den Windenergie-Erlass beschlossen und im Gesetzes- und Verordnungsblatt veröffentlicht.

Windindustrie
Die Windenergie ist in Deutschland die wichtigste Säule der Umweltwirtschaft. In 2016 erzielten die Betriebe 17,7 Millionen Euro Umsatz. Das entsprach 25,2 Prozent des Gesamtumsatzes mit Umweltschutzgütern. Nordrhein-Westfalen (NRW) ist das Zuliefererland Nummer 1 für die Onshore- und Offshore-Windindustrie. Das Bundesland spielt damit auch international eine wichtige Rolle – wohl kaum eine Anlage weltweit dreht sich ohne Technik aus NRW. Insbesondere in der Antriebstechnik besitzen nordrhein-westfälische Unternehmen eine hohe Kompetenz. Die Herstellerbranche in NRW ist geprägt durch mittelständische Betriebe aus den Bereichen Getriebe, Lager, Generatoren, Transformatoren, Kupplungen und Bremsen sowie Sensoren und Steuerungssysteme, die sich in langjähriger Tradition spezialisiert haben und auf eine breite Erfahrungskompetenz verweisen können. Viele der nordrhein-westfälischen Windenergieunternehmen haben sich zu Weltmarktführern entwickelt. So ist die Windenergie in NRW Schlüsseltechnologie und Exportmotor zugleich.

Der Branchenführer „Windenergie in NRW“, der als Printversion und online in deutscher und englischer Sprache verfügbar ist, dient als ideales Nachschlagewerk der Windenergiebranche Mehr als 270 Unternehmen, aber auch Forschungseinrichtungen und Verbände, sind hier inzwischen verzeichnet.

WindPlanung.Navi
Die räumliche Planung des Windenergieausbaus in einer Gemeinde ist genauso klar geregelt wie das Genehmigungsverfahren von Windenergieanlagen (WEA) und ihr anschließender Betrieb. Da diese Verfahren jedoch aufwendig und komplex sind, erläutert das WindPlanung.Navi des EnergieDialog.NRW die einzelnen Schritte eines Planungsvorhabens verständlich und umfassend. Angefangen beim Beschluss des Gemeinderates, mit dem die räumliche Steuerung der Windenergienutzung beginnt, über die Einzelheiten des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens für ein konkretes Ausbauprojekt bis hin zu den Vorgaben, nach denen die Anlagen nach Betriebsende zurückgebaut werden müssen, liefert das Navi alle erforderlichen Informationen. Durch dieses Instrument erhalten Sie einen genauen Überblick darüber, wie die Planung und Genehmigung von WEA abläuft.

Frau Dipl.-Ökologin, Dipl.-Ing. Claudia Bredemann
Themengebietsleiterin Windenergie
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0211 86642291
Mobil: 0175 2224177
bredemann@energieagentur.nrw

Frau Dr. Katrin Gehles
Leiterin Geschäfts- , Finanzierungs- und Vermarktungsmodelle
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0202 2455241
gehles@energieagentur.nrw
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Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.