Wärmeversorgung

Der Bedarf an Wärme wird vor allem durch die Nachfrage nach Warmwasser, Raumwärme und Prozesswärme bestimmt. Deutschlandweit  entfallen rund 54 Prozent der Endenergie auf den Sektor, wobei NRW mit 60 Prozent höher liegt als der Bundesdurchschnitt. Ursache hiervon ist der hohe Bestand an energieintensiven Industrieunternehmen. Auch ist NRW mit 17,8 Mio. Einwohnern das bevölkerungsstärkste Bundesland, was den Wärmebedarf zusätzlich erhöht.

Zur Steigerung der Effizienz und Einsparung von CO2-Emissionen stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Neben der Verbesserung der Effizienz von bestehenden und neuen Gebäude, sowie von Heizungsanlagen spielt vor allem die Integration erneuerbarer Energiequellen eine wichtige Rolle. Der Anteil Erneuerbarer Energien im Wärmesektor stieg in den vergangenen Jahren bereits an. Er lag 2011 beim Endenergieverbrauch bei etwa 11 Prozent. Für Wärme und Kälte zusammen waren es 10,2 Prozent. Ziel ist, den Anteil Erneuerbarer Energien am Endverbrauch für Wärme und Kälte bis 2020 auf 14 Prozent zu erhöhen.

Power-to-Heat-Anwendungen gewinnen hierbei zunehmend an Bedeutung. Technisch ausgereifte und wirtschaftlich darstellbare Anwendungen sind längst vorhanden. Indem Stromüberschüsse in Wärme umgewandelt und für die Wärmeversorgung genutzt werden, kann zusätzlich ein Beitrag zur Netzstabilität erbracht werden. Zudem wird fossil erzeugte Heizwärme substituiert.