Lastmanagement

Ein hoher Anteil wetterabhängiger Erneuerbarer Energien verändert nicht nur den Erzeugungspark sondern hat auch Einfluss auf den Energieverbrauch. Bisher lag der Fokus im Verbrauch auf Energieeinspar-möglichkeiten. Dieser Gedanke behält in einem Versorgungssystem, das auf wetterabhängig einspeisenden Erneuerbaren Energien beruht, seine Gültigkeit. Energieeffizienz ist eine tragende Säule der Energiewende. Doch damit die Systemumstellung gelingt, ist es auch notwendig, auf die Nutzungsprofile zu schauen. Energiewende bedeutet auch den Verbrauch neu zu denken.

Wann kann der Stromverbrauch zeitlich verschoben werden und so auf die volatile Einspeisung von Wind- und Sonnenenergie reagieren? Für welche industriellen Prozesse lohnt es sich, zu produzieren, wenn der Strom besonders günstig ist? Welche Chancen bieten sich für NRW durch eine Flexibilisierung der Nachfrageseite? Wie kann es gelingen, dass Energieeffizienz und Lastmanagement, also die zeitliche Verschiebung der Stromverbräuche, zusammen gedacht werden?

Die Veränderung von Lastkurven als Reaktion auf ein zunehmend wetterabhängiges System wird als Demand Side Management, Demand Side Response oder Lastmanagement bezeichnet. Derzeit findet dessen Vermarktung vor allem auf dem Regelleistungsmarkt statt. Welche Rolle die Verschiebung von Lasten zur Stabilisierung des Systems in Zukunft einnehmen wird, ist Gegenstand unterschiedlicher Forschungsprojekte.