Erneuerbare Energien

Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme sind die Energieträger der Zukunft. Sie sind umweltverträglich und im Gegensatz zu fossilen Energiequellen unbegrenzt vorrätig. Aufgrund ihrer lokalen Verfügbarkeit mindern sie nicht nur die Abhängigkeit von Öl-, Gas- und Kohleimporten, sie steigern auch die regionale Wertschöpfung und sichern somit wichtige Arbeitsplätze.

Auf Bundesebene schreitet der Wandel im Stromsektor deutlich voran: 2014 waren die Erneuerbaren Energien mit einem Anteil von 28 Prozent erstmals wichtigster Energieträger vor der Braunkohle (26 Prozent). Für die Umsetzung der Vorgaben des internationalen Klimaschutzabkommens von Paris (Paris Agreement 2015) müssen die klimapolitischen Anstrengungen weiter deutlich erhöht werden. Das setzt eine stärkere Integration der Erneuerbaren Energien in unser gesamtes Energieversorgungssystem voraus. Denn Erneuerbare Energien, vor allem Strom aus regenerativen Quellen, bieten gemeinsam mit Einsparungs- und Effizienzmaßnahmen die größten Potenziale, unsere Energieversorgung klimaneutral zu bewerkstelligen.

Nordrhein-Westfalen, Lieferant von rund einem Drittel und Verbraucher von etwa einem Viertel der in Deutschland benötigten Energie, trägt eine besondere Verantwortung bei der Integration von erneuerbaren Energien. Bislang beträgt der Anteil an regenerativen Energiequellen am Stromverbrauch in NRW rund zehn Prozent, während Braun- und Steinkohle den Markt weiter klar dominieren (2012: 76 Prozent). Der Ausstoß von Treibhausgasen ist entsprechend hoch: Mehr als ein Drittel der in Deutschland ausgestoßenen klimaschädlichen Gase geht auf das Konto Nordrhein-Westfalens.

Aber auch hier findet ein Strukturwandel statt. Innerhalb des Verteilnetzes in Nordrhein-Westfalen sind bereits 8,5 Gigawatt Leistung an erneuerbaren Energien installiert, das entspricht knapp 11 % der gesamten installierten elektrischen Leistung in NRW. Davon entfallen mit 4,1 Gigawatt bzw. 3,3 Gigawatt die größten Anteile auf Photovoltaik und Wind.

Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 mehr als 30 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen.  Im Rahmen bundesweiter Ausbauziele von mehr als 80 Prozent im Bereich der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien bis 2050 wird ein entsprechend ambitionierter Ausbaupfad in NRW verfolgt.

Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) als Interessenvertretung von Unternehmerseite der Erneuerbaren Energien in Nordrhein-Westfalen hat sich zum Ziel gesetzt, eine Energieversorgung voranzutreiben, die bis 2050 vollständig auf Erneuerbaren Energien beruht.

Das Wuppertal Institut verbindet in seiner Forschung Klima-, Umwelt- und Ressourcenaspekte und verknüpft ökologische Fragestellungen mit solchen des ökonomischen und gesellschaftlichen Wandels.