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Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen

KWK-Technologie für das Kreishaus Coesfeld

Mit dem BHKW wird der Grundbedarf an Strom gedeckt, sodass das BHKW fast das ganze Jahr in Betrieb ist. Die bei der Stromerzeugung entstehende Abwärme wird zur Unterstützung beim Beheizen des Kreishauses I genutzt, was das BHKW besonders effizient macht. Insbesondere in der Übergangszeit zur Heizperiode wird der Heizbedarf über das BHKW gedeckt. Für den Kreis Coesfeld ergibt sich durch die Kraft-Wärme-Kopplung mit dem BHKW - neben der weiteren Verbesserung der CO2-Bilanz als Klimaschutzmaßnahme - eine Einsparung von rechnerisch über 10.000 Euro pro Jahr. Zur zusätzlichen Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Effizienz der Gesamtheizungsanlage wurden gleichzeitig mit dem Einbau die bisherigen Pumpen in der Heizungsverteilung gegen sogenannte Hocheffizienzpumpen getauscht.

Hintergrund

Klimaschutzmaßnahmen, die der Kreis Coesfeld in seinen eigenen Liegenschaften und Verantwortungsbereichen vornimmt, zielen darauf ab, die eigenen Klimaauswirkungen zu verringern und gleichzeitig die Vorbildfunktion des Kreises zu erfüllen. Dabei spielen die Berücksichtigung des Nutzerverhaltens der Mitarbeiter genauso eine Rolle wie bauliche Maßnahmen. Mit der Nutzung des Blockheizkraftwerks werden die eingesetzten Ressourcen effektiver in nutzbare Energie umgewandelt, so dass der Einsatz von Primärrohstoffen erheblich reduziert wird. Der CO2-Ausstoß liegt durch die Kraft-Wärme-Kopplung rund ein Drittel niedriger als bei getrennter Wärme- und Stromgewinnung. Moderne BHKW kommen auf einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent, herkömmliche Kraftwerke hingegen nur auf ca. 50 Prozent, da die Wärmeenergie an den zentralen Kraftwerksstandorten nicht benötigt wird.

Besonderheiten

Das BHKW im Kreishaus I ist bereits das zweite BHKW, das der Kreis Coesfeld über die Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbh (GFC) in den eigenen Liegenschaften installiert hat. Optimierungsmöglichkeiten werden so gebäudeübergreifend im Sinne des Klimaschutzes genutzt. Die Berücksichtigung im European Energy Award spornt dabei zu weiteren Vorhaben bei anderen Objekten an. Darüber hinaus wurde bei der Installation auch die regionale Wertschöpfung berücksichtigt. Die beauftragten Unternehmen hatten zudem kurze Anfahrtswege, was zur Entlastung der Umwelt beigetragen hat.

Finanzierung

Das BHKW wurde durch die GFC projektiert und dem Kreis Coesfeld über einen Bereitstellungsvertrag zur Verfügung gestellt. Des Weiteren wurde ein Investitionszuschuss des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Anspruch genommen. Die Baukosten beliefen sich auf etwa 60.000 Euro.

Ergebnisse

Mit dem Einsatz des BHKW spart der Kreis Coesfeld jährlich 15t CO2 ein. Auch die ökonomische Einsparung kann sich sehen lassen. Mit den Maßnahmen reduziert der Kreis seine Energiekosten rechnerisch um über 10.000 Euro pro Jahr

 

Veröffentlichung

Autor: EnergieAgentur.NRW
Stand: 2018

Kommune

Kreis: Coesfeld
Reg.-Bez.: Münster
Region: Münsterland

Kontaktdaten

EnergieAgentur.NRW
Christian  Dahm
Energieanwendung, Klimaschutz in Kommunen und Regionen
Kasinostraße 19 - 21
42103 Wuppertal
Tel.: 0202 2455243
E-Mail
E-Mail: dahm@energieagentur.nrw

Kreis Coesfeld
Abt. 10 – Zentrale Dienste
Sven Borgert
Friedrich-Ebert-Str. 7
48653 Coesfeld
Tel.: 02541 181020
E-Mail
E-Mail: Sven.Borgert@kreis-coesfeld.de

Bilder

Vor-Ort-Termin im Kreishauskeller (v.l.n.r): Ralf Abeler (GFC), Christoph Hörst (Firma 2G), Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Klimaschutzmanagerin Sarah Rensner, GFC-Geschäftsführer Stefan Bölte und Christian Riermann (Firma Gerling).
Quelle: Kreis Coesfeld

BHKW im Kreishauskeller.
Quelle: Kreis Coesfeld

Links

European Energy Award

Maßnahmenbereiche

3.3.4 Kraft-Wärme-Kopplung und Abwärme/Kälte aus Kraftwerken zur Wärme- und Stromproduktion auf dem Gebiet der Kommune