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Energiemarktdesign

Glossar

Hier finden Sie eine Liste mit Erläuterung zu den Fachausdrücken im Energiemarktdesign.

Aggregatoren

Je höher der Anteil wetterabhängiger erneuerbarer Energien am Versorgungsmix, desto wichtiger die Reaktionsfähigkeit der einzelnen Elemente des Energiesystems aufeinander. So flexibilisieren beispielsweise industrielle Abnehmer ihre Stromnachfrage. Parallel treten Speichersysteme als neue Akteure des Energiemarktes auf den Plan. Um diese Player, die in Teilen nicht der klassischen Energiewirtschaft zuzuordnen sind, in den Energiemarkt zu integrieren, braucht es Zwischenhändler – sogenannte Aggregatoren, deren Marktrolle zunehmend mehr Bedeutung zukommt.

Börsenhandel

Bevor Strom bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt, wird er nicht nur physisch über die Netze transportiert, sondern auch bilanziell abgerechnet. Wie der Strompreis entsteht, welche Handelsplattformen es gibt und welche Rolle die erneuerbaren Energien an der Strombörse spielen, wird im nachfolgenden Glossar erklärt. Es werden die unterschiedlichen Börsenprodukte und der Regelenergiemarkt vorgestellt und der Zusammenhang zwischen dem Strombörsenpreis und der EEG-Umlage erläutert.

Flexibilisierung

Die Integration der fluktuierenden Erneuerbaren Energien ist die Basis für das Gelingen der Systemtransformation hin zu einem hohen Versorgungsanteil Erneuerbarer Energien. Je besser das Gesamtsystem auf die Wetterabhängigkeit von Sonne und Wind reagieren kann, desto ausgeglichener ist das energiepolitische Dreieck aus Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit. Die Aufnahme von immer mehr volatilen regenerativen Energien stellt allerdings sowohl die Netze als auch die Märkte vor neue Herausforderungen.

Lastmanagement

Der Strommarkt 2.0 ist die Antwort der Politik auf sich verändernde Rahmenbedingungen durch einen stetig wachsenden Anteil wetterabhängig einspeisender Erneuerbarer Energien. Die so genannten fluktuierenden Erneuerbaren Energien rücken Schritt für Schritt ins Zentrum des Energieversorgungssystems, das sich dadurch grundlegend verändert.

Sektorenkopplung im Energiesystem der Zukunft 2050

Die Kopplung der energetischen Sektoren Strom, Wärme und Mobilität ist ein Schlüsselinstrument zur Erreichung der Klimaschutzziele bis 2050. Eine Modellierung der EnergieAgentur.NRW in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen enervis energy advisors zeigt, wie sich typische Sektorenkopplungstechniken (u.a. Power to Gas (PtG), Wärmepumpe, Blockheizkraftwerke (BHKW), Elektroheizer, Brennstoffzellenheizung, Fernwärme, Elektrofahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge) bis 2050 entwickeln. Auf dieser Basis wurde untersucht, inwieweit Sektorenkopplungstechniken bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen in den Markt kommen, und ob damit das CO2-Ziel von 80 bis 95% Minderung gegenüber 1990 erreicht wird.

Akram El-Bahay
Leiter Themengebiet Querschnittsthemen Klimaschutz & Energie
EnergieAgentur.NRW
0211 86642212
el-bahay@energieagentur.nrw

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.

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