Mehr Photovoltaik auf Gewerbedächern – Kampagne 2021+

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Bei Mietstromprojekten wird in einer vermieteten Immobilie – durch PV und/oder Blockheizkraftwerke (BHKW) – Strom erzeugt.
Foto: Pixabay

Solarkataster NRW – Was kann mein Dach zur Energiewende beitragen?

Nachfrage nach Solarstromanlagen steigt deutlich.
Foto: Pixabay

PV.Rechner

Größte Dach-Photovoltaikanlage im Ruhrgebiet eingeweiht

Das Potenzial, das Gewerbebauten in NRW für die Photovoltaik bieten, ist immens. 
Foto: EnergieAgentur.NRW

Mehr Photovoltaik auf Gewerbedächern – Kampagne 2021+

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/solarenergie/groesste_dach-photovoltaikanlage_im_ruhrgebiet_eingeweiht
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Eine Kampagne des:

Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Mit Unterstützung von:

LEE NRW
IHK NRW
EnergieAgentur.NRW

Information

Größe und Leistung einer PV-Anlage

Betriebsgelände der Rheinbahn AG in Düsseldorf.
Foto: EnergieAgentur.NRW, Frank Wiedemeier
Betriebsgelände der Rheinbahn AG in Düsseldorf.
Foto: EnergieAgentur.NRW, Frank Wiedemeier
Es gibt unterschiedliche Herangehensweisen, eine Photovoltaikanlage zu dimensionieren. Ein Ansatz ist, den Strombedarf des Unternehmens für die Bestimmung der Anlagenleistung heranzuziehen. Hierbei gilt für NRW die Daumenregel „1,2 kWp pro 1 MWh Stromverbrauch“.  Allerdings sollten auch die Leistungsgrenzen, die durch das EEG und die TAR (technische Anschlussregeln) vorgegeben sind, mit in die Dimensionierungsentscheidung einfließen. Zudem ist die geeignete Dachfläche unter Umständen zu gering oder deutlich größer als notwendig. Auf Flachdächern sind ca. 7 m² Dachfläche pro kWp erforderlich. Für Schrägdächer liegt der Wert bei ca. 5 m² pro kWp. Diese Werte können je nach Modulneigung und Modulleistung nach oben und unten abweichen. Auch der Netzbetreiber muss letztlich zustimmen, ob sich die installierte Leistung in die bestehende Infrastruktur integrieren lässt und ohne weitere Maßnahmen in der gewünschten Dimensionierung realisiert werden kann.

Da die Stromgestehungskosten mit der Anlagengröße sinken, bietet es sich in den meisten Fällen an, die vorhandene bzw. geeignete Dachfläche maximal auszunutzen und die Anlage knapp unter oder deutlich über den Grenzwerten des EEGs bzw. der TAR auszulegen. Übliche Anlagengrößen im Rahmen des EEG sind daher 29 kWp, 99 kWp, 299 kWp und 749 kWp.

Beispiel: Für ein Unternehmen mit 100.000 kWh Stromverbrauch pro Jahr und einer Dachfläche von 4.500 m², bieten sich folgende Anlagengrößen an:

  • 99 kWp: leichte Unterdimensionierung, keine Direktvermarktung.
  • 134 kWp: leichte Überdimensionierung, Direktvermarktung, kein Anlagenzertifikat notwendig.
  • 299 kWp: deutliche Überdimensionierung, Direktvermarktung, Anlagenzertifikat notwendig, hoher kumulierter Cashflow über 20 Jahre, keine Wahl hinsichtlich der Vergütungsvarianten notwendig

Wenn die Dachfläche bspw. auch die Installation einer PV-Anlage mit bis zu 600 kWp zulässt: Aufgrund der Überschreitung der 300-kWpGrenze muss in diesem Fall zwischen den folgenden Varianten gewählt werden (ab 1.4.2021):

  • Variante 1: Für das Anlagensegment über 300 kWp wird an der EEG-Ausschreibung teilgenommen. Für dieses Segment ist dann kein Eigenverbrauch möglich
  • Variante 2: Der Anlagenbetreiber erhält nur für 50 % des eingespeisten Stroms der Gesamtanlage eine Markprämie

Wird Variante 1 gewählt, kann der Strom aus dem in der Ausschreibung befindlichen Anlagensegment nicht vor Ort genutzt werden, d. h. Einsparungen durch den Eigenverbrauch sind hier nicht möglich. Die Wirtschaftlichkeit des zweiten Anlagensegments bemisst sich daher rein an dem im Rahmen der Ausschreibung gebotenen anzulegenden Wert.

In Variante 2 kann der Strom vor Ort genutzt werden. Aufgrund der erheblichen Anlagengröße dürfte es bei vielen Unternehmen der Fall sein, dass mehr als 50 Prozent der erzeugten Strommenge eingespeist wird und der Betreiber für diese Menge neben den Einnahmen des privatwirtschaftlichen Stromverkaufs keine Förderung (Marktprämie) erhält.

Carl-Georg von Buquoy
Leiter Themengebiet Photovoltaik
EnergieAgentur.NRW
0211 86642249
buquoy@energieagentur.nrw

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.

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