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Der erneuerte Lüftungskanal ist über dem Becken angebracht.
Foto: Stadt Korschenbroich

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Best Practice Bürgerenergie

Bürgerenergiegenossenschaft errichtet Solaranlage und verpachtet sie

Das Seniorenzentrum Siegburg bezieht seinen Strom übers Dach. Doch zu sehen sind die 1000 Photovoltaikmodule nicht. „Es ist eine unauffällige Anlage, die Module wurden hautnah auf die Pultdächer aufgesetzt und nicht aufgeständert“, sagt Thomas Schmitz, Vorstandsvorsitzender der BürgerEnergie Rhein-Sieg eG. „Der Charakter des Gebäudes ist unverändert“, ergänzt Thomas Zwingmann, zweiter Vorstand der Genossenschaft. Die BürgerEnergie errichtete die Anlage und verpachtete sie anschließend an das Seniorenzentrum. „Wir beraten nur. Wie die Anlage betrieben wird, liegt in der Entscheidungsgewalt des Gebäudenutzers“, erklärt Schmitz. „Durch diese Aufgabenteilung wird das Projekt für alle Beteiligten wirtschaftlich interessant“, ergänzt Zwingmann.

Von Nord-Ost bis Nord-West, die Sonne wird entlang des gesamten Kompasses eingefangen.
Foto: BürgerEnergie Rhein-Sieg eG
Von Nord-Ost bis Nord-West, die Sonne wird entlang des gesamten Kompasses eingefangen.
Foto: BürgerEnergie Rhein-Sieg eG

15 unterschiedlich ausgerichtete Dachflächen

Alten- und Pflegeheim der Seniorenzentrum Siegburg GmbH liegen in unmittelbarer Nachbarschaft. Der gesamte Gebäudekomplex hat 15 unterschiedlich ausgerichtete Dachflächen. „Von Nord-Ost bis Nord-West, die Sonne wird entlang des gesamten Kompasses eingefangen“, so Schmitz. Erste Planungen für eine Photovoltaikanlage gab es bereits im Juli 2010. „Wir waren uns mit dem Eigentümer einig“, erinnert er sich. Doch richtig konkret wurde es erst, als Anfang 2015 der Mieter auch Eigentümer der Gebäude wurde. „Da kam schnell das Okay und wir begannen erneut zu prüfen“, so Schmitz.

Das Seniorenzentrum Siegburg bezieht seinen Strom übers Dach. 
Foto: BürgerEnergie Rhein-Sieg eG
Das Seniorenzentrum Siegburg bezieht seinen Strom übers Dach.
Foto: BürgerEnergie Rhein-Sieg eG

Im Dezember 2015 wurde Richtfest gefeiert

Die BürgerEnergie Rhein-Sieg eG und das Seniorenzentrum Siegburg zogen gemeinsam an einem Strang und trieben das Projekt voran. „Die Verträge wurden am 20. November 2015 geschlossen, am 22. Dezember 2015 wurde auf dem Dach Richtfest gefeiert“, sagt Schmitz. Dass sich die Inbetriebnahme etwas verzögerte, lag an der Elektroanlage im Keller des Hauses. Ursprünglich war geplant, den Strom wie bisher über die vorhandenen vier Stromzähler einspeisen zu lassen. „Doch dann haben wir uns für den Umbau der Stromanlage entschlossen. Ein einziger Zähler bietet optimale Rahmenbedingungen für die Stromnutzung direkt im Seniorenzentrum“, führt Zwingmann aus, der Eigenverbrauchsanteil werde dadurch wahrscheinlich höher als die kalkulierten 75 Prozent. Die Kosten der Umrüstung trägt zu 75 Prozent die BürgerEnergie Rhein-Sieg, der Gebäudeeigentürmer übernimmt 25 Prozent.

Ein Pachtvertrag wurde aus wirtschaftlichen Gründen abgeschlossen. „Wenn wir die Anlage bauen und den erzeugten Strom aus unserer Anlage an das Seniorenzentrum verkaufen, müssen wir 100 Prozent der EEG-Umlage aufschlagen“, erklärt Schmitz. So sei aber das Seniorenzentrum der Anlagebetreiber. „Bei dieser Konstellation wird der Anlagepächter zum Anlagenbetreiber und braucht auf den selbsterzeugten Strom nur noch 40 Prozent der EEG-Umlage abzuführen.“

Durch die Preisgarantie hat das Seniorenzentrum für die nächsten 25 Jahre in punkto Energie eine stabile Kalkulationsgrundlage. 
Foto: BürgerEnergie Rhein-Sieg eG
Durch die Preisgarantie hat das Seniorenzentrum für die nächsten 25 Jahre in punkto Energie eine stabile Kalkulationsgrundlage.
Foto: BürgerEnergie Rhein-Sieg eG

25 Jahre stabile Kalkulationsgrundlage

Der Preis für den erzeugten Strom wurde für die Dauer des Pachtvertrages festgeschrieben. Basis war das aktuelle Preisniveau. „Wir waren uns einig, dass der Strompreis insgesamt in den nächsten Jahren eher steigen wird. Der Netzumbau und die neuen Trassen kosten die Energieversorger Geld, das erwirtschaftet  werden muss“, argumentiert Zwingmann. Durch die Preisgarantie hat das Seniorenzentrum für die nächsten 25 Jahre in punkto Energie eine stabile Kalkulationsgrundlage.

„Ein Projekt steht und fällt mit den Rahmenbedingungen“, so die Erfahrung von Schmitz. „Es ist gut, wenn man einen Partner hat, der den Weg mitgeht.“ Doch das alleine ist noch nicht alles. „Manchmal braucht man auch einen langen Atem. Zudem muss man kreativ sein und immer auf der Höhe der Zeit, was die rechtlichen und die technischen Möglichkeiten angeht.“

Daten zur PV-Anlage Seniorenzentrum Siegburg
Anlagenleistung: 260 kWp
Module: 1000 monokristalline Module mit je 260 W
Stromerzeugung: ca. 216.000 kWh/Jahr (Prognose)
CO2-Ersparnis: ca. 97 t/Jahr (Prognose)

Zur BürgerEnergie Rhein-Sieg eG

Nach einem Ratsbeschluss der Stadt Siegburg wurde am 20. Januar 2011 die Genossenschaft BürgerEnergie Siegburg gegründet. Im Fokus lagen Bürgersolarkraftwerke. Ein Jahr nach der Gründung schlossen sich Kommunen aus dem Kreis an, die Firmierung wurde auf BürgerEnergie Rhein-Sieg eG geändert. Inzwischen gehören neben rund 120 Bürgerinnen und Bürgern, Organisationen, Parteien und Stiftungen der Genossenschaft acht Kommunen, der Rhein-Sieg Kreis sowie die Bundesstadt Bonn an. Verfolgt wird ein regionaler Ansatz, der sich für eine nachhaltige und dezentrale Energieversorgung einsetzt.

Eingestellt am 14.03.2016

Thomas Zwingmann
Vorstand
BürgerEnergie Rhein-Sieg eG
0172 8323264
vorstand@be-rhein-sieg.de
www.be-rhein-sieg.de

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.

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