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CNG, LNG und LPG

CNG = Compressed Natural Gas (Druckerdgas)

Erdgas und Biomethan sind ein wichtiger Bestandteil der Landes- und Bundeskraftstoffstrategie und werden weltweit bzw. innerhalb der EU als Kraftstoff forciert. Auch das Energiekonzept der Bundesregierung sieht im Rahmen der Energiewende vor, die Verbreitung von Erdgasfahrzeugen sowie den verstärkten Einsatz von Biomethan im Kraftstoffbereich zu fördern.

Erdgas wird häufig mit Autogas verwechselt. Dabei handelt es sich um zwei völlig unterschiedliche Kraftstoffe. Autogas ist ein Nebenprodukt der Verarbeitung von Rohöl in Raffinerien. Es handelt sich um ein Propan-Butan-Gemisch, das auch mit regenerativen Komponenten gemischt werden kann. Derzeit wird überwiegend fossiles LPG eingesetzt.

Im Betrieb ist Erdgas die günstigere Alternative, weshalb sich gerade Vielfahrer und Flottenbetreiber für diesen Gas-Kraftstoff entscheiden. Ein weiterer deutlicher Vorteil ist das Angebot an erdgasbetriebenen Serienfahrzeugen, die von namhaften Herstellern produziert und mit voller Garantie angeboten werden. Autogasanlagen werden oft nachgerüstet – was zu Problemen mit der langfristigen Haltbarkeit und der Motorenleistung führen kann.

Erdgas ist der bisher einzige flächendeckend verfügbare alternative Kraftstoff, durch den sich die CO2-Emission deutlich reduzieren lässt – im Vergleich zu Benzin um bis zu 25%. Wird reines Bio-Erdgas getankt, sind es sogar bis zu 97% weniger CO2-Emissionen.

LNG = Liquefied Natural Gas (Flüssigerdgas)

Die Einführung von LNG als alternativem Kraftstoff in der Binnenschifffahrt und für schwere LKWs resultiert in einer Anzahl von Klima-, Umwelt- und ökonomischen Vorteilen:

  • keine Feinstaubemissionen
  • keine SO2 Emissionen, 80-90% weniger NOx
  • CO2 - Einsparung von 10-20% (je nach Definition der Vorkette). Durch die Beimischung von Biomethan könnte der CO2-Ausstoß sogar um bis zu 80% reduziert werden.

LNG bietet sich aufgrund seiner hohen Energiedichte und guten Lagermöglichkeit als alternativer Kraftstoff im Gütertransport an. Gerade NRW als Transitland, mit dem Rhein - einer der bedeutendsten Wasserstraßen Europas - sowie seiner direkten geografischen Anbindung an die Niederlande, kann nicht nur von den niederländischen Erfahrungen beim Einsatz von LNG, sondern auch von der deren Nachfrage nach Infrastruktur profitieren.

Herr Dr. Frank Köster
Leiter Netzwerk Kraftstoffe und Antriebe der Zukunft, Energieinfrastruktur und Systemtransformation
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0209 1672811
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