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Baesweiler

Baesweiler saniert sein Gymnasium zum "Zertifizierter Passivhaus Neubaustandard"

Mit dem Altbau aus den 70er Jahren "Zertifizierter Passivhaus Neubaustandard" zu erreichen, das war eine Herausforderung zu einem bislang einzigartigen Projekt.

Einzigartig desshalb, weil es in dieser Größenordnung und dazu noch mit Vorhangfassade bislang keinen einzigen Passivhaus-Neubaustandard zertifizierten Altbau gibt. Mit der Planung und Umsetzung ist das Büro "Rongen Architekten" aus Wassenberg und das Ingenieurbüro VIKA Ingenieure aus Aachen beauftragt. Die Stadt wurde im vergangenen November bereits zum bundesweiten Wettbewerb "Kommunaler Klimaschutz" 2010" als eine der drei Siegerkommunen ausgezeichnet (Preisgeld 40 000 Euro).

Der durchschnittliche Gesamtenergieverbrauch aller Gebäudetrakte des Gymnasiums wird sich auf 20 % der Energiemenge reduzieren, die heute aktueller Standard für Neubauten ist. Der Heizwärmebedarf des Gymnasiums lag vor der Sanierung bei 220 kWh/ (m2a). Nach dieser energetischen Sanierung wird sich dieser Wert auf 15 kWh / (m2/a), also um 90,7% reduzieren.

Eine Erdsondenanlage mit einer Bohrtiefe von rund 140 Metern wird direkt zur Kühlung und in Verbindung mit einer Wärmepumpenanlage für die Beheizung genutzt. Im Sommer wird die Schule mit oberflächennaher Geothermie gekühlt. Der Sonnenschutz verhindert ein Überhitzen der Räume. Die Gebäudemasse nimmt tagsüber die entstehende Wärme auf. Durch die Lüftungsanlage wird die Gebäudemasse mit der kalten Nachtluft abgekühlt und steht am folgenden Tag wieder als Speichermasse zur Verfügung. (Nachtauskühlung)

Die Sanierung des Gymnasiums Baesweiler ist Teil einer kommunalen Strategie. Demnach sollen alle städtischen Bestandsgebäude systematisch energetisch optimiert werden.

Herr Leonhard Thien
Themengebietsleiter Geothermie
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0234 3210715
thien@energieagentur.nrw

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