KWK & Kraftwerkstechnik » Kraftwerkstechnik NRW

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eanrw/gelebter_klimaschutz_in_olfen_dezentrale_erzeugung_zentrale_steuerung

Information

15 Jahre Netzwerk Kraftwerkstechnik NRW

Das Netzwerk Kraftwerkstechnik ist Anfang des Jahres 2005 von der Landesregierung NRW ins Leben gerufen worden, um der Branche eine neutrale Plattform zur Verfügung zu stellen, auf der sich Fachleute themenbezogen und lösungsorientiert austauschen zu können. Und das Netzwerk erfüllt seither genau diese Aufgabe.

Dazu werden die Themen des Netzwerks kontinuierlich den aktuellen Anforderungen angepasst und weiterentwickelt. So beschäftigt sich das Netzwerk heute mit drei wesentlichen Bausteinen der Energiewende in NRW, die essentiell zur Versorgungssicherheit im Strom- und Wärmebereich in NRW beitragen und gleichzeitig die Anforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes erfüllen:

  • Kraft-Wärme-Kopplung,
  • Nah- und Fernwärme bzw. -kälte sowie
  • zukunftsfähige Kraftwerke

Die KWK ist eine klassische Sektorenkopplungstechnologie, die Strom- und Wärmeerzeugung effizient miteinander verbindet: Für die allgemeine Versorgung sowie für Industrie und Gewerbe. Auch innovative Kraftwerkstechnologien wie Solarthermische Kraftwerke werden im Netzwerk bearbeitet.

Expertendialog - Rückblick auf 15 Jahre Netzwerkarbeit

Margit Thomeczek, Leiterin des Netzwerks Kraftwerkstechnik, spricht mit Prof. Dr. Klaus Görner, Vorsitzender des Lenkungskreises, über Highlights aus 15 Jahren Netzwerkarbeit sowie über aktuelle und zukünftige Themen der Kraftwerkstechnik.

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Prof. Dr.-Ing. Klaus Görner leitet seit 1996 den Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik (LUAT) an der Universität Duisburg-Essen. Seit 2002 ist er gleichzeitig wissenschaftlicher Vorstand des Gas- und Wärme-Instituts Essen e.V. Er studierte Verfahrenstechnik und promovierte/habilitierte im Bereich Energietechnik an der Universität Stuttgart. Er war zunächst für die Lentjes AG, danach für Babcock Feuerungssysteme BFS tätig. In mehreren Gremien bekleidet er verschiedene Funktionen: Vorsitzender des Lenkungskreises des Netzwerks Kraftwerkstechnik, Vorstand Rhein Ruhr Power e.V., Wiss. Beirat und Kuratorium der Forschungsstiftung VGB, Kuratorium der Forschungsstiftung FDBR, Kuratorium des Forschungsstiftung RWTÜV, Beirat STEAG Energy Services, AiF, VDI, DVV u.a.


Margit Thomeczek, Leiterin des Netzwerks Kraftwerkstechnik, spricht mit Dr. Rolf Albus und Frank Thiemler, Federführer der Arbeitsgruppe KWK, über die Rolle der KWK für eine nachhaltige Strom- und Wärmeversorgung heute und in Zukunft.

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Dr. Rolf Albus ist seit 2010 Geschäftsführender Vorstand des Gas- und Wärme-Instituts Essen e.V., wo er 1996 auch seine berufliche Laufbahn begann. Herr Albus studierte Maschinenbau an der Ruhr-Universität Bochum. Während seiner Tätigkeit beim GWI promovierte er zu dem Thema „Experimentelle und theoretische Untersuchungen zur Wärmeübertragung in wandhängenden Gasfeuerstätten“. Von 2007 bis 2010 war er Leiter der F&E „Regenerative Systemtechnologien“ bei der E.ON Ruhrgas AG. Dr. Albus ist Mitglied des Lenkungskreises des Netzwerks Kraftwerkstechnik.
 

Ministerialrat AD Frank Thiemler studierte Elektrotechnik an der Fachhochschule Wuppertal und der TU Berlin. Nach Tätigkeiten in der Industrie im Kraftwerksbereich und der Hochspannungstechnik wechselte er zur Landesregierung NRW. Dort war er viele Jahre als Referatsleiter für die Bereiche Förderung der Forschung, Gas- und Stromwirtschaft, Fernwärme, KWK und der technischen Energieaufsicht tätig. Heute ist er u.a. freier Mitarbeiter beim Gas- und Wärme-Institut Essen e.V. Frank Thiemler ist Mitglied des Lenkungskreises des Netzwerks Kraftwerkstechnik.

Margit Thomeczek, Leiterin des Netzwerks Kraftwerkstechnik, spricht mit Prof. Dr. Bernhard Hoffschmidt, Leiter des Arbeitskreises Solare Systeme, über die Möglichkeiten solarthermischer Kraftwerke für die Energiegewinnung der Zukunft.

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Prof. Dr. Bernhard Hoffschmidt leitet die Institute für Solarforschung und zum Schutz Terrestrischer Infrastrukturen im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Darüber hinaus ist er Geschäftsführer der Brainergy Park Jülich GmbH zum Aufbau eines innovativen Gewerbeparks in Jülich und Geschäftsführer der Hoffschmidt Ventures GmbH, aus der er bisher mehrere Startup auf den Weg gebracht hat. Er promovierte 1996 an der RWTH im Bereich Thermodynamik, wechselte 2003 als Professor für Energietechnik an die Fachhochschule Aachen und wurde Direktor des Solar-Institut Jülich. 2010 übernahm das neu gegründete DLR Institut für Solarforschung und wurde 2013 zum Professor für Solare Komponenten an die RWTH-Aachen berufen. Prof. Hoffschmidt ist Mitglied des Lenkungskreises des Netzwerks Kraftwerkstechnik.


Jahrestagung des Netzwerks Kraftwerkstechnik

Jährlicher Höhepunkt des Netzwerks ist die Jahrestagung. Diese findet in diesem Jahr unter dem Titel „Ausstieg wagen – Umstieg erleichtern – Einstieg ermöglichen“ am 3. September 2020 statt. Prominentester Gast ist Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart. Zurzeit ist die Veranstaltung als Hybrid-Veranstaltung geplant. Das endgültige Format ist jedoch von den weiteren Entwicklungen der Corona-Pandemie und den notwendigen Hygienemaßnahmen abhängig. 

Die Historie

In 2005 fokussierte sich die thematische Ausrichtung des Netzwerks auf die Effizienzsteigerung von Kraftwerken in Richtung einer CO2-armen Energiebereitstellung.

Ausgangspunkt war die in 2003 fertiggestellte VGB-Studie „Referenzkraftwerk Nordrhein-Westfalen“, an der Kraftwerksbetreiber, Kraftwerksbauer und Wissenschaftler aus NRW gemeinsam gearbeitet haben. Das erarbeitete Konzept der 600°C-Kraftwerks steigerte mittels höherer Temperaturen und Drücken, den Wirkungsgrad von Steinkohlekraftwerken von 42 auf 46%. Für Braunkohlekraftwerke bedeutete dies eine Wirkungsgradsteigerung von 40 auf 42%. Diese Effizienzsteigerungen waren hinsichtlich des damaligen weltweiten durchschnittlichen Wirkungsgrads von 33% und in der EU von durchschnittlich 38% eine technische Revolution. Tatsächlich wurden in den Jahren danach weltweit Kraftwerke nach dem Konzept des Referenzkraftwerks Nordrhein-Westfalen gebaut. Wären alle neuen Kraftwerke nach diesem Konzept gebaut worden, hätte dies eine Reduzierung der CO2-Emissionen um ca. 30 % bedeutet.

15 Jahre Netzwerk Kraftwerkstechnik NRW

Die Arbeitsgruppen des Netzwerks Kraftwerkstechnik beschäftigten sich daher mit 3 wichtigen Entwicklungsschritten: mit Fragestellungen zur Umsetzung des 600°C-Kraftwerks (kurzfristig), mit der Weiterentwicklung des Konzeptes zum 700°C-Kraftwerk, das z.B. noch aufgrund der hohen Temperaturen und Drücke offene Werkstofffragen aufwies (mittelfristig) sowie mit Optionen zukünftiger Energieversorgung unter Berücksichtigung CO2-armer Kraftwerkskonzepte (langfristig). Darunter verbargen sich Themen wie die CO2-Abscheidung und -Weiterverwendung, Kraft-Wärme-Kopplung sowie die energetische und stoffliche Integration energieintensiver Industriebranchen u.v.a.m.

Später wurde die Initiative Kraftwerkskomponenten gegründet, die sich mit Fragestellungen z.B. zum „Kalte Ende“, Rohrleitungen, Armaturen, Elektronik etc. beschäftigte. Der in 2008 eingerichtete Arbeitskreis Solarthermische Kraftwerke bzw. Systeme startete mit der Inbetriebnahme des Solarturms in Jülich. Solarthermische Kraftwerke weisen große Gemeinsamkeiten mit fossil basierten Kraftwerken auf, wie z.B. einen nahezu identischen Wasser-Dampfkreislauf. Sie kommen im sogenannten Sonnengürtel der Erde zum Einsatz und werden für den Export weiterentwickelt. Und der Arbeitskreis Kraft-Wärme-Kopplung brachte die in 2011 erschienene KWK-Potenzialstudie in NRW auf den Weg und begleitet heute die Potenzialstudie KWK des LANUV, die im kommenden Jahr fertig gestellt sein wird. Denn ein weiterer wichtiger Baustein zur Erreichung der Klimaziele ist die Erhöhung des KWK-Anteils an der Stromerzeugung sowie die Entwicklung innovativer Systemlösungen. Hier ist der Ausbau des Nah- und Fernwärmenetzes, aber auch ein verstärkter Einsatz von BHKW- und Mikro-KWK-Anlagen notwendig.

Von Anfang an wurde das Netzwerk durch einen Lenkungskreis gesteuert, der mit hochrangigen Vertretern aus Unternehmen, Verbänden, Forschungseinrichtungen entlang der Wertschöpfungskette und dem NRW-Wirtschaftsministerium besetzt ist. Der Lenkungskreis versteht sich als strategische Plattform und steht der Politik für Fragen rund die KWK, Nah- und Fernwärme sowie Kraftwerke der Zukunft als Ansprechpartner zur Verfügung. Der Lenkungskreis wird von Prof. Dr. Klaus Görner, Universität Duisburg-Essen, geleitet; Netzwerkmanagerin ist Margit Thomeczek, EnergieAgentur.NRW.

Das Netzwerk begleitet diese komplexen Fachthemen, koordiniert den Dialog der Branche mit der Wissenschaft und Forschung sowie mit der Politik entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das Netzwerk stellt u.a. Informationen bereit, führt Fachveranstaltungen durch, erstellt Stellungnahmen und initiiert und begleitet Projekte.

Damit trägt das Netzwerk dazu bei, die hohe Kompetenz der disponiblen Energiebereitstellung in NRW zu erhalten und zu stärken. Innovationen und hochinnovative Technologien und Verfahren werden schneller um- und einsetzbar werden. Die Netzwerkarbeit regt die nötigen Investitionen dafür an und unterstützt den fachlichen Know-how-Transfer. Gleichzeitig werden dadurch Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert.

Derzeit sind mehr als 2.700 Mitglieder aus über 1.300 Einrichtungen im Netzwerk Kraftwerkstechnik organisiert.

Dipl.-Geogr. Margit Thomeczek
Leiterin KWK, Nah- und Fernwärme, Kraftwerke der Zukunft
EnergieAgentur.NRW
0211 86642294
thomeczek@energieagentur.nrw

Dr. Dirk Bergmann
KWK, Nah- und Fernwärme, Kraftwerke der Zukunft
EnergieAgentur.NRW
0209 1672818
bergmann@energieagentur.nrw
www.kwk-für-nrw.de

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.

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