Klimaschutz

Energiemanagementsystem Kom.EMS steht jetzt für NRW-Kommunen bereit

Neue Broschüre: Klimaneutrale Veranstaltungen

Die Sporthalle aus den 1950-er Jahren erstrahlt in neuem Glanz.
Foto: Gemeinde Wachtberg-Pech

Projektbeispiel: Sporthallensanierung reduziert CO2-Ausstoß über 70 Prozent

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Bitte akzeptieren Sie unsere Marketing Cookies, um das Youtube-Video anschauen zu können.

450 Teilnehmer beim Kommunalkongress NRW 2021

/klimaschutz/komems
/klimaschutz/neue_broschuere_klimaneutrale_veranstaltungen
/eanrw/sporthalle_in_pech__jetzt_energieeffizient
/mediathek/Video/mobilitaetstestwochen_fuer_betriebe_ein_plus_fuer_belegschaft_und_klimaschutz
/rund_450_teilnehmer_beim_kommunalkongress_nrw_2021

Projektbeispiel Handwerk | Herten

Von der Zeche zur Energiezentrale

Die Torhäuser der ehemaligen Zeche Westerholt in Herten. Heute wird die Zeche als Energiezentrale genutzt – ein mit Grubengas betriebenes BHKW erzeugt klimaneutral Wärme und Strom.
Fotos: Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten e.V.
Die Torhäuser der ehemaligen Zeche Westerholt in Herten. Heute wird die Zeche als Energiezentrale genutzt – ein mit Grubengas betriebenes BHKW erzeugt klimaneutral Wärme und Strom.
Fotos: Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten e.V.
Von der Zeche zur lokalen Energiezentrale – dieser Schritt wurde und wird auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Westerholt in Herten vollzogen. Hier arbeitet seit 2016 ein Blockheizkraftwerk, das mit Grubengas betrieben wird und mit einer Leistung von 4 MWel sowie 4,7 MWth pro Jahr rund 4,7 GWh Wärme erzeugen kann.

Im Rahmen des Projektes „Energielabor Ruhr“ wurde das BHKW pünktlich zur Heizperiode 2017/18 in ein Niedertemperatur-Nahwärmenetz eingebunden, das nun auch rund 65 Haushalte in der umgebenden Siedlung sowie den Gewerbestandort „Neue Zeche Westerholt“ mit lokal erzeugter Wärme versorgt.

Im Zuge der Bau- und Sanierungsmaßnahmen konnten zahlreiche veraltete Heizungsanlagen ausgetauscht werden. Rund 600 der 2.300 Wohneinheiten im Quartier heiz(t)en noch mit Kohleeinzelöfen. Grund dafür ist bzw. war die Versorgung der Bergleute mit Deputatkohle. Diese Unterstützung entfiel jedoch mit dem Ende des Bergbaus 2018.

Die an das Bergwerk angrenzende Gartenstadt wird mit Strom und Wärme aus der Energiezentrale versorgt. Durch das BHKW wird eine jährliche CO2-Einsparung von rund 650 Tonnen erreicht. 
Fotos: Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten e.V.
Die an das Bergwerk angrenzende Gartenstadt wird mit Strom und Wärme aus der Energiezentrale versorgt. Durch das BHKW wird eine jährliche CO2-Einsparung von rund 650 Tonnen erreicht.
Fotos: Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten e.V.
Das Projekt ist damit nicht beendet. In Planung befindet sich die Installation einer Wärmepumpe, einer großflächigen Solarthermie-Anlage und eines Wärmespeichers. Auch die Errichtung einer Kleinwindanlage auf dem Zechengelände ist geplant.

Hintergrund

Das Energielabor Ruhr ist ein interkommunales Vorhaben der Städte Gelsenkirchen und Herten in Kooperation mit dem Klimabündnis Ge-Herten in den Stadtteilen Hassel, Westerholt und Bertlich. Ziel der Initative ist es, eine Zukunftsperspektive für das ehemalige Zechengelände Westerholt sowie seine umliegenden Quartiere zu schaffen. Dazu gehört auch die beispielhafte energetische Sanierung einer typischen Ruhrgebietssiedlung.

Das Projekt gründet auf vier Säulen. Eine ist die Eneergiezentrale Westerholt, die anderen sind:

  • Die Torhäuser der ehemaligen Zeche Ewald werden denkmalgerecht saniert und einer neuen Nutzung zugeführt.
  • Die alte Gartenstadt mit ihren vielen Zechenhäusern wird sowohl klimagerecht als auch gestalterisch anspruchsvoll entwickelt. Nicht zuletzt aufgrund einer eigens entwickelten Förderrichtlinie, die als Grundlage die Energieeinsparung nutzt, konnten rund 200 und damit 10% des gesamten Gebäudebestandes energetisch saniert werden.
  • Das grünen Energielabor koppelt eine nachhaltige Infrastruktur und Quartiersentwicklung (moderne Radwege/ökologische Gärten) mit dem technologischen Wandel im Bereich der klimaschonenden Energieversorgung auf lokaler Ebene.

Finanzierung

Die Finanzierung des Energielabors Ruhr beruht im Wesentlichen auf Eigenmitteln der Projektpartner. Der Bund unterstützt die Teilprojekte mit Fördermitteln in siebenstelliger Höhe. U.a. wird das Energielabor Ruhr im Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ gefördert.

Ergebnisse

Innerhalb von zweieinhalb Jahren haben die Hauseigentümer in den Zechensiedlungen der Stadtteile Hassel, Westerholt und Bertlich insgesamt 270 Häuser saniert und damit 2.150 Tonnen Kohlenstoffdioxid und 1 Tonne Stickoxide jährlich eingespart.

Auf den Anschluss der Häuser an die Nahwärmeversorgung der Energiezentrale Westerholt entfallen weitere rund 650 Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr.

Projektbeteiligte

  • Stadt Gelsenkirchen
  • Stadt Herten
  • Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten e. V
  • Uniper Wärme GmbH
  • Hertener Stadtwerke
  • RAG Montan Immobilien GmbH
  • RAG AG

Beteiligte Handwerksbetriebe unter anderem:

noch in der Abstimmung

Newsletter-Abo

Tanken Sie jeden Mittwoch frische Infos und Energie!

x

 

Abmeldelink in jedem Newsletter. Mehr in der Datenschutzerklärung.

Newletter