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Projektbeispiel Handwerk | Köln

Öffentlicher Nahverkehr – ganz ohne Emissionen

Null Emission: Das ist die „Mission“ der Hybrid-Brennstoffzellenbusse.
Foto: Regionalverkehr Köln GmbH (RVK)
Null Emission: Das ist die „Mission“ der Hybrid-Brennstoffzellenbusse.
Foto: Regionalverkehr Köln GmbH (RVK)
Das kommunale Verkehrsunternehmen Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) hat das Projekt „Null Emission“ in den Unternehmensgrundsätzen fest verankert. Ziel ist es, den gesamten Fuhrpark sukzessive durch Fahrzeuge mit umweltfreundlichen Antrieben zu ersetzen und parallel die benötigte Infrastruktur aufzubauen. Zwei Brennstoffzellen-Hybridbusse sind bereits im Einsatz, weitere 30 bestellt. Ab 2030 möchte die RVK ausschließlich Fahrzeuge mit regenerativen bzw. emissionsfreien Antriebstechniken beschaffen.

Im Zuge des Projekts „Null Emission“ setzte die RVK bereits 2011 die ersten beiden mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellen-Hybridbusse im regulären Linienverkehr ein. 2014 wurde der Fuhrpark um zwei Brennstoffzellen-Hybridbusse erweitert. Und mit der im Februar 2018 erfolgten Bestellung 30 weiterer Brennstoffzellen-Hybridbusse zeigt die RVK bereits jetzt, wie emissionsfreier ÖPNV aussehen kann.

Hinzu kommt der geplante Bau von zwei eigenen Wasserstoff-Tankstellen in 2019. Zusammen mit der "Ertüchtigung" bereits vorhandener H2-Tankstellen im Verkehrsgebiet der RVK ist somit die notwendige Infrastruktur vorhanden, die auch weiteren Partnern und Projekten als Basis zur Verfügung steht.

Hintergrund

Ziel des Langzeitprojektes ist es, ab 2030 ausschließlich Fahrzeuge mit regenerativen bzw. emissionsfreien Antriebstechniken zu beschaffen.

Besonderheiten

Die Busse nutzen Wasserstoff als Kraftstoff, den die Brennstoffzelle in Elektrizität umwandelt. Elektromotoren treiben die Achsen der Busse an. Bei Bedarf wird der Antrieb von Lithium-Batterien unterstützt.

Den Vorteil der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie sieht die RVK neben der Vermeidung von schädlichen Emissionen inkl. Lärm auch darin, dass sich durch den Einsatz von Brennstoffzellen-Bussen nahezu keine Einschränkungen im Betriebsablauf ergeben: Die Busse haben mit aktuell 350 Kilometern (Sommer wie Winter, ohne fossile Zusatzheizung) eine ähnliche Reichweite sowie eine ähnliche Betankungszeit wie konventionelle Dieselbusse. Zudem lassen sie sich flexibel auf allen Linien einsetzen, ohne dabei auf zusätzliche Nachladeinfrastruktur angewiesen zu sein.

Der umweltfreundliche Kraftstoff Wasserstoff fällt in der Region Köln in großen Mengen bei der regionalen Chemieindustrie als Nebenprodukt u. a. bei der Chlor-Produktion an und steht der RVK als regionale Ressource zur Betankung der Brennstoffzellen-Hybridbusse zur Verfügung.

Finanzierung

Für die Beschaffung von 30 Brennstoffzellen-Hybridbussen und zwei Wasserstoff-Tankstellen erhält die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie eine Förderung von 7,4 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird durch die NOW Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie koordiniert. Eine weitere Förderung in Höhe von 5,6 Mio. Euro im Zuge des EU-Projektes JIVE, koordiniert durch das Fuel Cell and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) liegt ebenfalls vor.

Für die Betankung nutzt die RVK das vorhandene H2-Tankstellennetz im Raum Köln.
Foto: Regionalverkehr Köln GmbH (RVK)
Für die Betankung nutzt die RVK das vorhandene H2-Tankstellennetz im Raum Köln.
Foto: Regionalverkehr Köln GmbH (RVK)
Ergebnis

Bei der Brennstoffzellen-Technologie wird komplett auf fossile Brennstoffe wie z. B. Diesel verzichtet. Der Strom für die Elektromotoren wird durch die Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff in den Brennstoffzellen erzeugt. Statt klimaschädlicher Abgase stoßen diese Busse unbedenklichen Wasserdampf aus. Lokal fallen keine schädlichen Emissionen wie CO2, NOx oder Feinstaub an.

Ein weiterer Vorteil der Brennstoffzellen-Fahrzeuge liegt darin, dass sie sehr geräuscharm sind.

Projektbeteiligte

  • Unterstützt wird die RVK u. a. durch die Stadtwerke Hürth und Brühl sowie HyCologne und das Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff, Elektromobilität NRW

Beteiligte Handwerksbetriebe unter anderem:

  • Emcel GmbH, Köln (Wartung der Brennstoffzellen)
  • Schilling Omnibusverkehr GmbH, Hürth/ Köln (Wartung H2-Busse)