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Information

E-Mobil-Flotte für die Kommune

Eines der E-Fahrzeuge der Kommune Dortmund mit Ladesäule. Der Strom wird klimaneutral erzeugt.
Fotos: Stefanie Kleemann, Dortmund-Agentur
Eines der E-Fahrzeuge der Kommune Dortmund mit Ladesäule. Der Strom wird klimaneutral erzeugt.
Fotos: Stefanie Kleemann, Dortmund-Agentur

Ziel des Projektes „metropol-E“ ist eine umweltfreundlichere Gestaltung der Dienstfahrten aller städtischen Mitarbeiter. Dazu wurden sowohl die technischen als auch die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen.

Technik

  • 20 Elektrofahrzeuge  (10 Elektroautos, 10 Pedelecs)
  • Verknüpfung von PV-Anlagen und Mini-Windkraftanlagen mit neu geschaffenen Ladepunkten
  • Zwischenspeicherung des Ökostroms in Batterien an zwei zentralen Ladestationen

Organisation

  • Zentralisierung der Fahrzeugflotte in einem Mobilitätszentrum
  • Neue Reservierungs- und Dispositionssoftware
  • Berücksichtung verschiedener Mobilitätsvarianten bei Dienstfahrten (E-Auto, Fahrrad, ÖPNV plus deren Kombination)
  • Neue Abrechnungs- und Buchungssysteme für Dienstfahrten

An dem Projekt sind neben der Stadt Dortmund auch die Immogy SE (früher RWE Effizienz GmbH; führender Anbieter von Elektromobilität mit Sitz in Dortmund) und, für die Planung und wissenschaftliche Begleitung, die TU Dortmund, die TU Berlin, die  PTV Planung Transport Verkehr AG und die Ewald Consulting GmbH & Co. KG beteiligt.

Zwei Mitarbeiter des Dortmunder Ordnungsamtes sitzen auf den Elektrorollern Probe.
Foto: Stefanie Kleemann, Dortmund-Agentur
Zwei Mitarbeiter des Dortmunder Ordnungsamtes sitzen auf den Elektrorollern Probe.
Foto: Stefanie Kleemann, Dortmund-Agentur
Hintergrund

Die zuvor dezentral organisierte Fahrzeugflotte wird nun von einem zentralen Mobilitätszentrum verwaltet. Das Zentrum hat Zugriff auf 11 Elektrofahrzeuge und ermittelt das unter Wirtschaftlichkeits- und Umweltaspekten optimale Verkehrsweg. Dabei kommt eine eigens für diesen Zweck entwickelte Software zur Anwendung, die für jede Dienstfahrt und jedes Verkehrsmittel die Schadstoffbilanz ermittelt. Zu den Optionen gehören: Auto oder Nutzfahrzeug mit Verbrennungsmotor, Elektroauto, Elektroroller, Pedelec, Fahrrad und öffentlicher Nahverkehr, jeweils auch im intermodalen Einsatz.

Die insgesamt 20 Elektrofahrzeuge des Fuhrparks werden zu 100 Prozent über Ökostrom geladen. Möglich ist das, weil die neu geschaffenen zentralen Ladepunkte über Photovoltaikanlagen und Mini-Windkraftanlagen mit Strom versorgt werden. An zwei der drei Stationen wird der Strom in Batterien (Kapazität 20 und 200 kWh) zwischengespeichert.

Besonderheiten

Das Projekt metropol-E kann als Leuchtturmprojekt für andere Kommunen angesehen werden, denn es lässt sich gut auf andere Städte und Gemeinden übertragen – und es bietet deutliche Vorteile. Einige Beispiele:
Außerdem hat das optimierte Flottenmanagement die Auslastung der Fahrzeuge erheblich verbessert. So hat das Projekt nachgewiesen, dass 50 von den ehemals 350 konventionellen Fahrzeugen eingespart werden können und der Einsatz weiterer E-Fahrzeuge sinnvoll, machbar und alltagstauglich ist.

Im Projekt wurde zudem eine Reihe von Instrumenten und Unterlagen (z. B. Ausschreibungsunterlagen, Dienstanweisungen, Prozessoptimierung für Genehmigungsverfahren, Datenschutzvereinbarungen) erarbeitet, die den Integrationsprozess von Elektromobilität in kommunale Fahrzeugflotten vereinfachen.

Finanzierung

Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert und von der NOW GmbH sowie von der Modellregion Elektromobilität Rhein-Ruhr begleitet. Die Kooperation entstand aus den Aktivitäten des Lenkungskreises Elektromobilität der Stadt Dortmund und dem damit verbundenen Netzwerk. Initiiert wurde das Projekt auf der Basis einer Fuhrparkanalyse durch die Firma ecolibro, um Einsparpotenziale – sowohl bei den Kosten als auch beim CO2-Ausstoß – zu erschließen.

Ergebnisse

Metropol-E wurde als Leuchtturmprojekt der Bundesregierung ausgezeichnet und war Bestandteil der KlimaExpo 2014. Von 2012 bis 2014 haben Mitarbeiter der Stadt rund 180.000 Kilometer mit den kommunalen Poolfahrzeugen zurückgelegt. Dabei wurden 67.000 Kilowattstunden Wind- und Sonnenstrom für die Ladung der Autos genutzt. Gegenüber modernen Dieselfahrzeugen wurden fast 30 Tonnen CO2-Emissionen eingespart. Diese Einspareffekte werden selbstverständlich über das Projektende hinaus fortgeschrieben, weil sich die neuen Technologien und Organisationsme-thoden ja weiterhin im Einsatz befinden.

Projektbeteiligte

•    Innogy SE (früher RWE Effizienz GmbH; Ladestationen, Energiespeicher und Kleinwindkraftan-lage)
•    Stadt Dortmund
•    TU Dortmund (Untersuchung des Lastverhaltens von E-Fahrzeugen)
•    PTV Planung Transport Verkehr AG (Planung Lade-Infrastruktur)
•    TU Berlin
•    Ewald Consulting GmbH & Co. KG (Flottenmanagement für E-Fahrzeuge)
•    Autohaus Horst Beyer GmbH, Dortmund (6 Renault Kangoo ZE)
•    Autohaus Schrader Dortmund GmbH (4 Citroen C-Zero)

Bernd Geschermann
Leiter Energieanwendung, Klimaschutz in Industrie und Gewerbe
EnergieAgentur.NRW
0202 2455214
geschermann@energieagentur.nrw

Dipl.-Ing. Andreas Gries
Leiter Themengebiet Wärme, Gebäude / Leiter Netzwerk Energieeffizientes und solares Bauen
EnergieAgentur.NRW
0211 8664217
gries@energieagentur.nrw

Jochem Pferdehirt
Leiter Themengebiet Energieanwendung, Klimaschutz in Kommunen und Regionen
EnergieAgentur.NRW
0211 86642419
0171 8354624
pferdehirt@energieagentur.nrw

Michael Müller
Energieanwendung, Klimaschutz in Kommunen und Regionen
EnergieAgentur.NRW
0211 86642286
michael.mueller@energieagentur.nrw

Dipl.-Ing. Heinz-Jürgen Schütz
Energieanwendung, Klimaschutz in Kommunen und Regionen
EnergieAgentur.NRW
0202 2455232
schuetz@energieagentur.nrw

Rainer van Loon
Querschnittsthemen Klimaschutz & Energie
EnergieAgentur.NRW
0211 86642287
van.loon@energieagentur.nrw

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.