Klimaschutz » Klimaschutz in Kultureinrichtungen

Klimaschutz wird auch für immer mehr Kultureinrichtungen zu einem wichtigen Thema. 
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Information

Mobilität

Mobilität kann für hohe Treibhausgasemissionen sorgen. Ihr kommt außerdem eine besondere Relevanz im Klimaschutz zu, da sie jede und jeden betrifft: Mitarbeitende auf dem täglichen Weg ins Museum und auf Dienstwegen ebenso wie Museumsgäste bei der Anreise. Immer wieder treffen sie eine Entscheidung darüber, mit welchen Verkehrsmitteln sie ihre Wege zurücklegen. 

Information und Motivation sind gefragt, damit immer mehr Besucher den Autoschlüssel am Haken hängen lassen. Verbesserte Angebote für alle, die beispielsweise mit den öffentlichen Verkehrsmittelndem E-Bike oder E-Auto anreisen, steigern die Bereitschaft zum Wechseln und machen Klimaschutz zum Standard.  

Klimafreundliche Mobilität beginnt damit, die Reisewege unter die Lupe zu nehmen.
Bildquelle: Pixabay
Klimafreundliche Mobilität beginnt damit, die Reisewege unter die Lupe zu nehmen.
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  1. Klimafreundliche Anreise ermöglichen
  2. Klimafreundliche Dienstreisen und Dienstwege

Klimafreundliche Anreise ermöglichen

Darum geht es

Der Sektor Mobilität ist für hohe Treibhausgasemissionen verantwortlich und hat besondere Relevanz im Klimaschutz. Besucherinnen und Besucher haben häufig weite Anreisen und das Auto ist bei der Freizeitgestaltung immer noch das Transportmittel Nummer eins. Dabei gibt es doch nichts Schöneres als einen Ausflug ins Museum sportlich wohltuend mit dem Rad zu planen oder ganz entspannt mit dem ÖPNV zu gestalten. Unsicherheiten und Rechercheaufwand für neue Wege der Anreise können Hürden sein und Gäste veranlassen, doch lieber ins Auto zu steigen.

Bieten Sie Ihren Gästen den Service und stellen Sie die wichtigsten Fakten für eine klimafreund­liche Anreise zur Verfügung.

Wichtig dabei:
Unterschätzen Sie die Effekte kleiner Nuancen nicht. Erwähnen Sie die Anreise mit dem Rad oder ÖPNV vor der PKW-Anreise, so setzen Sie klimafreundliche Prioritäten. Was als Erstes genannt wird, ist der Standard.

Bildunterschrift: Mit einem Leitbild bekennt sich die Einrichtung zum Klimaschutz.
Bildquelle: Pixabay
Bildunterschrift: Mit einem Leitbild bekennt sich die Einrichtung zum Klimaschutz.
Bildquelle: Pixabay

Das ist konkret zu tun

Basismaßnahme:

  • Stellen Sie alle Möglichkeiten zur Anreise zusammen und veröffentlichen Sie diese im Internet und auf gedruckten Flyern (oder Einladungen) gleichberechtigt.
  • Denken Sie an:
    • Ihren Service für Radfahrer (Ladestation für E-Bike-Akkus, überdachte Abstellanlage, große Schließfächer für Radfahrbekleidung usw.)
    • Die nächstgelegene Haltestelle des Nahverkehrs und den nächsten ICE-Haltepunkt
    • Eigene oder nahe gelegene Elektroladesäulen für PKW
    • Taxiunternehmen, Anrufsammeltaxi, Bürgerbusse etc.

Kreativ:
Schaffen Sie in einem Aktionszeitraum besondere Anreize für klimafreundliche Anreise (Freigetränk für Radler, Eintrittsrabatte für ein Nahverkehrsticket etc.)

Etwas aufwändiger:
Mit einer Gästebefragung bringen Sie in Erfahrung, aus welcher Entfernung und mit welchem Verkehrsmittel sie bevorzugt anreisen. Bieten Sie zu diesen Verkehrswegen gezielt Alternativen an.

Diese Personen sind beteiligt

Mitarbeitende  stellen die Anreisemöglichkeiten zusammen und kommunizieren diese über die Öffentlichkeitsarbeit auf der Website und in Flyern und Einladungen.

Aufwand

Zeit Kosten
  • Kurzfristig umsetzbar
Keine Kosten für Basismaßnahme

Arbeitshilfen, Links, Vorlagen

Klimafreundliche Dienstreisen und Dienstwege

Darum geht es

Der Sektor Mobilität ist für hohe Treibhausgasemissionen verantwortlich und hat besondere Relevanz im Klimaschutz. Und auch in Kultureinrichtungen stehen Dienstreisen an. Dienstwege für Beschaffungen oder zu Partnerhäusern sind alltäglich. Auch wenn die meisten Wege kurz sind, sammeln sich über das Jahr viele PKW-Kilometer mit hohen CO2-Emissionen an.

Aber es gibt gute Alternativen. Da PKW-Nutzer das Reisen mit dem eigenen Fahrzeug gewohnt sind und die Nutzung anderer Verkehrsmittel, beispielsweise zur Freizeitgestaltung, eine herausfordernde Umstellung sein kann, müssen diese Alternativen gut vorbereitet und attraktiv sein.

Wichtig dabei:
Transparenz und Mitgestaltung sind maßgeblich für die Akzeptanz und Wirksamkeit von Aktionen.

Tipp:
Hier haben die Leitungspersonen eine besondere Verantwortung. Sie setzen mit Ihrem Handeln Maßstäbe und sind Vorbild!

Das ist konkret zu tun

  • Definieren Sie Reisestandards für Ihr Haus (z.B. Verzicht auf Inlandsflüge, Bahn vor PKW, etc.).
  • Stellen Sie Mitarbeitenden ein Dienst(E-)Fahrrad oder Lastenrad für kurze Wege zur Verfügung.
  • Setzen Sie Carsharing-PKW anstelle eines eigenen Dienstwagens insbesondere für kurze Strecken ein.
  • Gestalten Sie (sofern möglich) Reisekostenerstattungen so, dass Fuß- und Radwege attraktiver werden.
  • Erstatten Sie die Kosten einer BahnCard von Mitarbeitenden (ggf. anteilig), um Bahnfahrten attraktiver zu machen.

Diese Personen sind beteiligt

Leitung und Verwaltung gestalten die Angebote.

Mitarbeitende werden an der Priorisierung von Maßnahmen beteiligt.

Aufwand

Zeit Kosten
  • Änderungen von Gewohnheiten brauchen Zeit.

Ggf. Investitionskosten

Arbeitshilfen, Links, Vorlagen

 

 

Dipl.-Ing. Christian Dahm
Energieanwendung, Klimaschutz in Kommunen und Regionen
EnergieAgentur.NRW
0202 2455243
dahm@energieagentur.nrw

Dipl.-Ing. Sabine Jellinghaus
Energieanwendung, Klimaschutz in Kommunen und Regionen
EnergieAgentur.NRW
0202-24552-799
Jellinghaus@energieagentur.nrw
XING

Nils Krüger
Klimaschutz und Energieeffizienz in Kommunen und Regionen
EnergieAgentur.NRW
0202 2455253
krueger@energieagentur.nrw
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Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.

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