Klimaschutz » Klimaschutz in Kultureinrichtungen

Klimaschutz wird auch für immer mehr Kultureinrichtungen zu einem wichtigen Thema. 
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Energieeffizienz

Der Energieverbrauch ist einer der großen Stellschrauben beim Klimaschutz. Schon durch kleine Optimierungen lässt sich Energie oft ohne Nutzungseinschränkung einsparen. Typische Ansatzpunkte sind: Das Überprüfen der Einstellungen und das Erneuern veralteter Technik. Dabei können bisher unbekannte Energieverluste zum Vorschein kommen, die, wenn sie behoben werden, einerseits Kosten sparen und andererseits dadurch das Klima weniger belasten.

  1. Energieverbräuche erfassen und auswerten
  2. Regelungseinstellungen überprüfen

Energieverbräuche erfassen und auswerten

Darum geht es

Die Erhaltung und Präsentation der gesammelten Objekte stellt besondere Anforderungen an die Beheizung, Klimatisierung und Beleuchtung in vielen Museen. Der Energieverbrauch ist daher oft sehr hoch – Doch ist er wirklich hoch? Auch im Vergleich zu anderen Museen? Und: Wo sind Einsparpotentiale zu erwarten?

Den Energieverbrauch fest im Blick – das kann sich auch finanziell lohnen.
Foto: MonicaVolpin/Pixabay
Den Energieverbrauch fest im Blick – das kann sich auch finanziell lohnen.
Foto: MonicaVolpin/Pixabay
Antworten gibt ein einfaches Energiecontrolling. Denn auch wenn das Erhalten der gesammelten Objekte an erster Stelle steht, gibt es viele Ansatzpunkte für einen energie- und kosteneffizienteren Betrieb des Hauses.

Kernsatz

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Machen Sie das Ergebnis der Auswertung transparent. Stellen die Verbrauchsdaten den Mitarbeitenden zur Verfügung, denn damit motivieren und sensibilisieren Sie für das gemeinsame Projekt.

Das ist konkret zu tun

  • Benennen Sie eine zuständige Person, (nennen wir diese im Folgenden „Energie-Kümmerer“) 
  • Recherche der Energieverbräuche der letzten drei Jahre 
  • Berechnung des Energiekennwertes mit Hilfe der bereitgestellten Excel-Arbeitshilfe „Erfassungstabelle Energieverbräuche“ (folgt in Kürze)
  • Diskussion der Auswerteergebnisse im Projektteam
  • Regelmäßige Wiederholung der Verbrauchsbewertung, um den Erfolg der initiierten Maßnahmen zu prüfen.

Je nach Größe, der technischen Ausstattung und der Höhe der Energieverbräuche des Museums ist es sinnvoll, die Verbrauchsdaten in kürzeren Zeiträumen (monatlich oder bei sehr großen Häusern auch wöchentlich) zu erfassen. Nutzen Sie auch hierfür die bereitgestellte „Erfassungstabelle Energieverbräuche“ (folgt in Kürze).

Diese Personen sind beteiligt

  • Kaufmännische Mitarbeitende:  Zusammenstellung der Verbrauchsabrechnungen
  • Technische Mitarbeitende:  Regelmäßiges Ablesen der Verbrauchszähler
  • Energie-Kümmerer: Auswertung der Verbrauchsdaten

Aufwand

Zeit Kosten
Insgesamt in wenigen Stunden umsetzbar keine

Arbeitshilfen, Links, Vorlagen

  • Arbeitshilfe: Erfassungstabelle Energieverbräuche (folgt in Kürze)

Regelungseinstellungen überprüfen

Darum geht es

Die Technik macht das Leben leicht… Vieles ist automatisiert und man braucht sich nicht mehr zu kümmern. Doch oft lohnt ein regelmäßiger Blick auf die aktuellen Einstellungen: Denn bis zu zehn Prozent Einsparung sind durchaus möglich, wenn die Technik auf den tatsächlichen Bedarf eingestellt ist, und das ohne die Nutzungsqualität einzuschränken.

Bedarfsorientierte Regelungen reduzieren den Energieverbrauch.
Foto: JayMantri/Pixabay
Bedarfsorientierte Regelungen reduzieren den Energieverbrauch.
Foto: JayMantri/Pixabay

Es lohnt sich, zu hinterfragen:

  • Arbeitet die Technik nur dann, wenn sie gebraucht wird? 
  • Fährt die Heizung auch am Ruhetag hoch? 
  • Läuft die Lüftungsanlage, obwohl kein Mensch da ist und brennt die Parkplatzbeleuchtung die ganze Nacht durch? 

In Museen kann es Bereiche geben, in denen es sinnvoll ist, die Anlagentechnik bedarfsabhängig zu regeln. Zum Beispiel in nicht durchgehend besuchten Räumen, ist ein Bewegungsmelder höchst sinnvoll.

Eine Lüftungsanlage ermöglicht es, die zulässigen Werte der relativen Raumluftfeuchte einzuhalten. Doch bei vielen älteren Anlagen gibt es noch keine Regelung über Feuchtefühler, sondern nur über eine EIN/AUS-Schaltung.

Notieren Sie diese investiven Ansatzpunkte und bringen Sie sie in die Budgetplanung ein.

Kernsatz

Eine angepasste Regelung schont die Ausstellungsstücke, den Geldbeutel und die Umwelt.

Das ist konkret zu tun

  • Überlegen Sie: An welchen Stellen werden Beleuchtung, Heizung und Lüftung geregelt? 
  • Gibt es Zeitschaltuhren und passen die Einstellungen zu den tatsächlichen Nutzungszeiten?
  • Welche Soll-Temperaturen sind eingestellt? Lassen sie sich gegebenenfalls absenken?
  • Gibt es Bereiche, in denen Temperaturen generell abgesenkt werden können, wie z.B. in Fluren und Treppenhäusern, an denen sich wenige oder keine Personen aufhalten?
  • Überprüfen Sie den Standort der Fühler. Sind sie für den Raum repräsentativ?
  • Werden die Raumklimadaten über Datenlogger protokolliert? Schauen Sie sich die realen Werte an und justieren sie ggf. die Einstellungen nach.
  • Dokumentieren Sie die Einstellungen der Regelungen und den Hintergrund für aktuelle Veränderungen.
  • Prüfen sie nach ob die Anpassung Erfolge zeigen.
  • Diese Personen sind beteiligt
  • Technische Mitarbeitende:  Betreuung der technischen Anlagen Kenntnis der Einstellungen
  • Energie-Kümmerer: Gesamtkoordination der Maßnahme.

Aufwand

Zeit Kosten
  • Innerhalb von wenigen Stunden umsetzbar
  • Braucht etwas Zeit, bis es etabliert ist
   keine

Arbeitshilfen, Links, Vorlagen

  • Arbeitshilfe: Erfassungsblatt Regelungstechnik (folgt in Kürze)

Dipl.-Ing. Christian Dahm
Energieanwendung, Klimaschutz in Kommunen und Regionen
EnergieAgentur.NRW
0202 2455243
dahm@energieagentur.nrw

Dipl.-Ing. Sabine Jellinghaus
Energieanwendung, Klimaschutz in Kommunen und Regionen
EnergieAgentur.NRW
0202-24552-799
Jellinghaus@energieagentur.nrw
XING

Nils Krüger
Klimaschutz und Energieeffizienz in Kommunen und Regionen
EnergieAgentur.NRW
0202 2455253
krueger@energieagentur.nrw
XING

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.

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