Klimaschutz » KlimaKonzept.NRW

KlimaKonzept.NRW

Hintergründe und Ziele

Einen Bestandteil des Klimaschutzgesetzes Nordrhein-Westfalen ist, dass die Landesverwaltung bis 2030 insgesamt klimaneutral arbeiten will. Ebenfalls aktiv sind die Kommunen, die Klimaschutzkonzepte erstellen lassen oder Klimaschutzmanager eingestellt haben. Das Projekt KlimaKonzept.NRW richtet sich an diejenigen öffentlichen Stellen, die weder zur Landesverwaltung zählen noch in kommunaler Trägerschaft liegen. Sie sollen bei der Entwicklung eines eigenen Energie- und Klimaschutzkonzeptes unterstützt und begleitet werden.

Klimaschutzgesetz

Zweck des Klimaschutzgesetzes NRW aus 2013 ist die Festlegung von Klimaschutzzielen sowie die Schaffung der rechtlichen Grundlagen für die Erarbeitung, Umsetzung, Überprüfung, Berichterstattung und Fortschreibung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen. Beim Erreichen der Klimaschutzziele des Landes Nordrhein-Westfalen kommt der Steigerung des Ressourcenschutzes, der Ressourcen- und Energieeffizienz, der Energieeinsparung und dem Ausbau der Erneuerbarer Energien besondere Bedeutung zu. Die im Gesetz festgeschriebenen Klimaschutzziele sehen vor, die Gesamtsumme der Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 25 Prozent zu senken, bis 2050 um mindestens 80 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990. Neben der Emissionsminderung sind Klimafolgenanpassungen im Gesetz verankert.

Wer sind die "anderen öffentlichen Stellen"?

Laut Klimaschutzgesetz NRW sind zwei Gruppen von den Regelungen angesprochen: Zum einen der Aufsicht des Landes unterstehende juristische Personen des öffentlichen Rechts und deren Vereinigungen, soweit es sich nicht um kommunale Zweckverbände oder kommunale Anstalten oder Selbstverwaltungsorgane der Wirtschaft oder beruflicher Angelegenheiten handelt. Und zum anderen juristische Personen des Privatrechts (Gesellschaften und Stiftungen), bei denen das Land oder die vorstehend genannten Stellen einen bestimmenden Einfluss haben (Klimaschutzgesetz NRW § 2 (2)).

Was sollen die "anderen öffentlichen Stellen" tun?

Die anderen öffentlichen Stellen haben eine Vorbildfunktion beim Klimaschutz insbesondere zur Minderung der Treibhausgase, zum Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie zur Anpassung an den Klimawandel. Sie stellen – erstmals innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten des Klimaschutzgesetzes NRW – eigene Klimaschutzkonzepte auf. Wichtig: Die anderen öffentlichen Stellen setzen die Vorgaben des Klimaschutzplans um, sofern diese verbindlich werden (Klimaschutzgesetz NRW § 5).

KlimaAudit.NRW

Der Klimaschutzplan Nordrhein-Westfalen aus 2015 enthält rund 154 Maßnahmen für den Klimaschutz und weitere 66 Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Er konkretisiert die Strategien und Maßnahmen, mit denen die Ziele des Klimaschutzgesetzes NRW erreicht werden sollen. Basierend auf dem Klimaschutzplan, der im Rahmen eines Klimaaudits fortgeschrieben wird, werden die Maßnahmen auf Effizienz und Wirksamkeit hin überprüft. Daneben werden weitere Aktivitäten verfolgt, um die Anpassung an den Klimawandel voran zu treiben. Dazu gehören die Sensibilisierung und Unterstützung der Akteure im Bereich Klimaanpassung durch Information, Netzwerkarbeit, Bildung etc. sowie die Erarbeitung von fehlenden Grundlageninformationen über Studien und Pilotprojekte auf Landesebene. Am 19. September 2018 wurde der begleitende Beirat KlimaAudit.NRW einberufen. Er unterstützt die Klimaschutzpolitik der Landesregierung und ist besetzt mit Repräsentantinnen und Repräsentanten aus Arbeitnehmervertretung, Gesellschaft, Industrie, Kommunen, Umweltverbänden, Wissenschaft und Verwaltung. Das Gremium soll maßgeblich dazu beitragen, Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen voran zu bringen. Es führt die gute Dialogkultur, die durch die intensive Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum entstanden ist, fort.

Green House Gas Protocol: Standard für die Kimaberichterstattung

Das Projekt Protokoll ist ein neutrales und umfassendes Werkzeug für die Erfassung von Treibhausgas-Emissionen von Projekten. Das Green House Gas Protocol liefert Standards und Anleitungen für die Erhebung der Treibhausgase von Unternehmen und Organisationen.

CO2-Fußabdruck und DIN EN ISO 14064-1

Mit dem CO2-Fußabdruck oder Corporate Carbon Footprint (CCF) werden die Treibhausgase einer Organisation in einem bestimmten Zeitraum innerhalb definierter Systemgrenzen erfasst. Die Norm DIN EN ISO 14064-1 beschreibt von der Festlegung der Systemgrenzen bis hin zur Dokumentation alle notwendigen Teilschritte für die Erfassung des unternehmenseigenen CO2-Fußabdrucks.

Anja Aster M. Sc.
Energieanwendung, Klimaschutz in Kommunen und Regionen
EnergieAgentur.NRW
0202 2455229
aster@energieagentur.nrw
Twitter

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.