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Schaltbare Steckerleiste hilft beim Stromsparen.
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Stromsparen

Waschmaschine & Trockner

„Saubere Sache“

Im Mittel aller Ein- bis Fünf-Personen-Haushalte ohne elektrische Warmwasserbereitung kommen das Waschen und Trocknen auf einen Anteil von 11,9 % am gesamten Stromverbrauch, bei einer vierköpfigen Familie liegt dieser Anteil sogar bei 14,6 %. Vor allem das Trocknen der Wäsche benötigt sehr viel Energie: Je nach Effizienz und Alter des Trockners kann ein Trockengang bis zu 1,50 Euro kosten, bei drei Trockengängen pro Woche kommen da bis zu 234 Euro jährlich zusammen. Verschiedene Tipps und Tricks für das energie- und kostenbewusste Waschen und Trocknen helfen, den Stromverbrauch auch in diesem Bereich zu senken – ebenso wie die Stromkosten und die CO2-Emissionen.

Die Waschmaschine sollte – wie auch der Trockner – immer voll beladen werden.
Bild: Pixabay
Die Waschmaschine sollte – wie auch der Trockner – immer voll beladen werden.
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Tipps für das energiebewusste Waschen

  • Waschen Sie immer volle Trommeln. Es reicht aus, wenn über der Wäsche eine Handbreit Platz bleibt. Hierbei ist zu bedenken, dass die Programmfunktion „1/2“ den Wasser- und Stromverbrauch in den meisten Fällen lediglich um 20-30 % reduziert – und nicht, wie die Bezeichnung andeutet, um die Hälfte.
  • Moderne Waschmittel machen den Vorwaschgang nahezu überflüssig, Sie können deshalb auf die Vorwäsche weitestgehend verzichten.
  • Für das Waschen gilt grundsätzlich: Die Etiketten an den Wäsche- und Kleidungsstücken zeigen immer die maximal erlaubte Waschtemperatur, die tatsächliche Temperatur kann also durchaus niedriger sein – gerade dann, wenn die Wäsche nicht stark verschmutzt ist.
  • Wählen Sie deshalb nur die Waschtemperatur, die wirklich erforderlich ist. So wird zum Beispiel „Kochwäsche“ meistens auch bei 60 Grad einwandfrei sauber. Re duzieren Sie auch die Waschgänge bei 60 °C: In aller Regel wird die Wäsche bei 30-40 °C oder sogar noch geringerer Temperatur genauso sauber. Sie sparen ungefähr die Hälfte des Stroms, wenn Sie die Wäsche nicht bei 60, sondern nur bei 40 Grad Celsius waschen; bei 30 Grad Celsius benötigt die Maschine nur noch etwa ein Drittel des Stroms. Allerdings sollten Sie aus hygienischen Gründen mindestens einmal im Monat bei 60° waschen, damit Ihre Maschine nicht verkeimt.

Die Wahl der Waschtemperatur hat großen Einfluss darauf, wie viel Strom für „eine Maschine“ verbraucht wird.
Bild: Pixabay
Die Wahl der Waschtemperatur hat großen Einfluss darauf, wie viel Strom für „eine Maschine“ verbraucht wird.
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  • Nutzen Sie – sofern vorhanden – die Energiesparfunk tion Ihrer Waschmaschine. Das Energiesparprogramm verlängert aufgrund der längeren Einwirkzeiten zwar den Waschgang, senkt aber gleichzeitig die Waschtemperatur und dadurch auch den Stromverbrauch.
  • Wählen Sie auch die Schleuderdrehzahl mit Bedacht: Starkes Schleudern ist vor allem dann erforderlich, wenn Sie die Wäsche anschließend in den Trockner werfen. Wenn Sie Ihre Kleidung aber auf der Leine trocknen, reicht auch eine Drehzahl von 800-1.000 U/min.
  • Abgesehen davon, dass häufiges Waschen vielen Tex tilien schadet: Oberbekleidung muss nicht immer nach nur einmaligem Tragen wieder gewaschen werden.
  • Wenn Sie Ihr Brauchwasser mithilfe einer Solaranlage oder Gasheizung erhitzen, kann auch ein Vorschaltge rät für den Warmwasseranschluss der Waschmaschine sinnvoll sein: Hierdurch entfällt das stromintensive Aufheizen des Wassers in der Waschmaschine. (Hierzu fragen Sie am besten Ihren Installateur.)

Tipps für das energiebewusste Trocknen

Der Wäschetrockner gehört in vielen Haushalten zu den größten Stromverbrauchern: Laut Statistischem Bun desamt gehen in den Haushalten mit Wäschetrockner im Schnitt über 10 % des gesamten Stromverbrauchs auf dessen Konto.

Das Trocknen der Wäsche an der frischen Luft oder in gut belüfteten Räumen ist eine sehr günstige Alternative zum stromintensiven Wäschetrockner.
Bild: Pixabay
Das Trocknen der Wäsche an der frischen Luft oder in gut belüfteten Räumen ist eine sehr günstige Alternative zum stromintensiven Wäschetrockner.
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  • Weil das Trocknen der Wäsche im Trockner so teuer ist, empfiehlt es sich, die Wäsche stattdessen wenn möglich an der frischen Luft oder in unbeheizten, gut belüfteten Räumen oder auf einem Trockenboden aufzuhängen.
  • Wenn Sie dennoch einen Wäschetrockner nutzen, wählen Sie bei der Waschmaschine eine möglichst hohe Schleuderdrehzahl (mindestens 1.200 U/min.): Je hö her die gewählte Drehzahl beim Schleudern ist, desto kürzer dauert das energieintensive und teure Trocknen im Wäschetrockner.
  • Wie für die Waschmaschine gilt auch für den Wäsche trockner: Beladen Sie ihn voll – das ist die effizienteste Art, den Trockner zu nutzen.
  • Übertrocknen Sie die Wäsche nicht, denn das schadet den Textilien und kostet unnötig viel Energie. So reicht für Bügelwäsche die Stufe „bügeltrocken“.

Dipl.-Päd. Tom Küster
Wissensmanagement
EnergieAgentur.NRW
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