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Schaltbare Steckerleiste hilft beim Stromsparen.
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Fokus Haushalt

Stromanbieterwechsel

„Change!“

Wenn man die Elektro- und Elektronikgeräte im Haushalt effizient und bewusst nutzt, ist das die sinnvollste Art, die durch den Stromverbrauch verursachten Kohlendioxid-Emissionen zu senken. Doch jeder Einzelne hat noch eine weitere Möglichkeit, seine strombedingten CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren: den Wechsel zu einem Ökostromanbieter oder in einen Ökostromtarif.

Der Ökostromanteil im deutschen Strommix betrug im Jahr 2018 erfreuliche 40,4 %. Leider werden aber durch den Verbrauch einer Kilowattstunde (kWh) dieses Strommix laut einer Schätzung des Umweltbundesamtes immer noch auf 474 Gramm CO2 verursacht. Das heißt konkret: Ein Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 3.000 kWh Strom stieß im Jahr 2018 rund 1.440 kg CO2 aus, diese Menge hat ein Volumen von umgerechnet 14.068 handelsüblichen Umzugskartons. Dagegen senkt man seine strombedingten CO2-Emissionen auf null, wenn man Ökostrom nutzt. Aus diesem Grund ist auch der gekonnte Stromanbieterwechsel eine sehr sinnvolle Maßnahme für die persönliche Energiewende.

Neben der Reduzierung des Stromverbrauchs ist auch der Wechsel zu einem Ökostromanbieter eine sinnvolle Klimaschutzmaßnahme.
Bild: panthermedia
Neben der Reduzierung des Stromverbrauchs ist auch der Wechsel zu einem Ökostromanbieter eine sinnvolle Klimaschutzmaßnahme.
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Angenehmer „Nebeneffekt“: reduzierte Stromkosten

Ein Ökostromtarif muss nicht zwangsläufig teurer sein als der aktuelle Stromtarif. Im Gegenteil: Viele Haushalte können ihre Energiekosten durch den Bezug von Ökostrom sogar senken! So befindet sich bundesweit immer noch etwa jeder dritte Haushalt im Grundversorgungstarif des örtlichen Stromanbieters. Dieser Standardtarif ist verhältnismäßig teuer, kann aber jederzeit mit einer Frist von nur zwei Wochen gekündigt werden.

Und auch viele Haushalte, die nicht in der Grundversorgung des örtlichen Stromanbieters sind, können durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter oder in einen Ökostromtarif ihre Stromkosten senken. Denn Ökostrom ist oftmals sogar günstiger als zahlreiche andere marktgängige Angebote.

Durch einen Vertragsabschluss mit einem Ökostromanbieter lassen sich nicht nur die Kohlendioxid-Emissionen, sondern auch die jährlichen Stromkosten spürbar senken.
Bild: panthermedia
Durch einen Vertragsabschluss mit einem Ökostromanbieter lassen sich nicht nur die Kohlendioxid-Emissionen, sondern auch die jährlichen Stromkosten spürbar senken.
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Tipps für den Stromanbieterwechsel

Das Verringern des persönlichen CO2-Fußabdrucks und das Reduzieren der Stromkosten sind die zwei großen Vorteile eines Wechsels zu einem Ökostromanbieter bzw. in einen Ökostromtarif. Ein weniger angenehmer Aspekt des Anbieterwechsels ist, dass er nicht so einfach ist wie das Bedienen einer abschaltbaren Steckdosenleiste: Verbraucher sollten unbedingt einige Dinge beachten, bevor sie den Stromanbieter wechseln. Beim Anbieterwechsel selbst kann allerdings nichts schiefgehen, weil der Gesetzgeber dafür gesorgt hat, dass die Stromlieferung jederzeit sichergestellt ist.

Ein gründlicher Preis- und Produktvergleich ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass der Wechsel des Stromanbieters wunschgemäß verläuft. Hierbei sind Vergleichsportale im Internet ein praktisches Hilfsmittel. Die Verbraucherzentrale NRW hat die wichtigsten Hinweise zur Nutzung von Online-Tarifrechnern zusammengestellt: Sie erklärt, worauf wechselwillige Verbraucher achten sollten.

Die EnergieAgentur.NRW empfiehlt ergänzend, beim Stromanbieterwechsel auf kurze Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen sowie auf eine möglichst lange Preisgarantie zu achten. Und wer sichergehen will, dass sein künftiger Stromanbieter tatsächlich den Ausbau der erneuerbaren Energien fördert, sollte die Filtereinstellung „Ökostrom“ wählen und sich dann für einen Tarif entscheiden, der ein anspruchsvolles Gütesiegel hat, zum Beispiel das „ok-power-Siegel“ oder das „Grüner Strom Label“.