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Schaltbare Steckerleiste hilft beim Stromsparen.
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Heizen & Lüften

Lüftung

„Ist die Luft schon raus?“

Durch das Lüften wird verbrauchte Raumluft gegen frische Luft ausgetauscht. Außerdem ist das Lüften der Wohnung wichtig, um die Luftfeuchtigkeit nicht allzu sehr ansteigen zu lassen. Denn pro Person entstehen in einer Wohnung – unter anderem durch das Duschen, Kochen, Waschen und Atmen – täglich etwa drei Liter Feuchtigkeit; bei einem Vier-Personen-Haushalt kommen da Tag für Tag zwölf Liter Wasser zusammen, die weggelüftet werden müssen. Richtiges Lüften (und Heizen) ist deshalb nicht nur aus energetischen Gründen sinnvoll: Es trägt ganz erheblich zu einer angenehmen Wohn- und Arbeitsatmosphäre bei. Ein gesundes Raumklima spielt deshalb auch eine wichtige Rolle für Gesundheit und Leistungsfähigkeit – und es vermeidet, dass sich Schimmel bildet.

Richtiges Lüften senkt den Energieverbrauch, stärkt die Gesundheit und Leistungsfähigkeit und vermeidet Schimmelbildung.
Bild: Pixabay
Richtiges Lüften senkt den Energieverbrauch, stärkt die Gesundheit und Leistungsfähigkeit und vermeidet Schimmelbildung.
Bild: Pixabay

Tipps für das energie- (und gesundheits-) bewusste Lüften

  • In der Heizperiode sollte immer die Querlüftung oder die Stoßlüftung Ihre erste Wahl sein: Hier reichen 3 bis 4 Mal täglich 2 Minuten (bei der Querlüftung) bzw. 5-10 Minuten (Stoßlüftung) aus, um die Raumluft auszutauschen; bei der Kipplüftung dauert es um ein Vielfaches länger, bis die verbrauchte Luft gegen frische Luft ausgetauscht ist. Beim kurzen, kräftigen Lüften dagegen kühlen Wände und Mobiliar nicht aus und müssen daher auch nicht mit hohem Energieaufwand wieder aufgeheizt werden.

Der Vergleich der Lüftungsarten zeigt: Die Kipplüftung ist auch in zeitlicher Hinsicht sehr ineffizient (Quelle: EnergieAgentur.NRW).
Der Vergleich der Lüftungsarten zeigt: Die Kipplüftung ist auch in zeitlicher Hinsicht sehr ineffizient (Quelle: EnergieAgentur.NRW).

  • Grundsätzlich gilt: Je kälter es draußen ist, desto kürzer kann gelüftet werden. Während beispielsweise im März und November 10 Minuten stoßgelüftet werden sollte, reichen von Dezember bis Februar bereits 5 Minuten.
  • Schließen Sie während des kurzen, aber kräftigen Lüftens immer die Thermostatventile der Heizkörper: Ansonsten entweicht ein Großteil der aufsteigenden Warmluft ungenutzt nach außen. Im Gegenzug fällt die einströmende Kaltluft direkt auf die Ventile – die dann umso stärker öffnen, was den Energieverlust noch erhöht.
  • Hohe Feuchtemengen nach dem Duschen, Kochen oder Bodenwischen sollten direkt weggelüftet werden: Wird zum Beispiel das Bad nach dem morgendlichen Duschen erst mittags gelüftet, verdoppelt sich die Lüftungszeit; am Abend wird für das Lüften sogar viermal so viel Zeit benötigt. Beim Kochen spart das Nutzen von Topfdeckeln nicht nur eine Menge Strom: Topfdeckel verhindern auch, dass die Luftfeuchtigkeit beim Kochen so sehr ansteigt, dass sofort gelüftet werden muss.
  • Wäsche sollte nach Möglichkeit nicht in der Wohnung getrocknet werden: Sinnvoller ist eine Wäscheleine im Freien oder ein gut belüfteter Trockenboden.
  • Schaffen Sie sich für ein optimales Lüften am besten ein Hygrometer an: Die relative Luftfeuchtigkeit sollte maximal 60 % betragen, da sonst Schimmelbildung droht.

Nicht in den vier Wänden: Am sinnvollsten ist das Trocknen von frisch gewaschener Wäsche an der frischen Luft oder auf einem Trockenboden.
Bild: panthermedia
Nicht in den vier Wänden: Am sinnvollsten ist das Trocknen von frisch gewaschener Wäsche an der frischen Luft oder auf einem Trockenboden.
Bild: panthermedia

  • Lüftungsgeräte sorgen automatisch und kontrolliert für frische Luft. Wenn Sie eine Lüftungsanlage haben, sollten Sie die Fensterlüftung unbedingt vermeiden, da sie in diesem Fall überflüssig ist und den Heizenergieverbrauch unnötig erhöht. Allerdings muss für ein angenehmes Raumklima der automatische Luftwechsel korrekt eingestellt sein. Und im Idealfall hat die Lüftungsanlage auch eine Wärmerückgewinnung.