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Schaltbare Steckerleiste hilft beim Stromsparen.
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Stromsparen

Licht & Lampen

„Eine helle Freude“

Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hat gezeigt, dass in jedem zweiten Haushalt immer noch Glühlampen brennen, obwohl sie ausgesprochen ineffizient sind; jeder vierte Haushalt nutzt sogar noch mehr als sechs Glühbirnen. Die Beleuchtung birgt also in vielen Haushalten ein beachtliches Sparpotenzial.

In den vergangenen Jahren hat die LED-Technologie rasante Fortschritte gemacht, deshalb sind die – von Haus aus extrem effizienten – LED-Lampen für den Haushalt mittlerweile konkurrenzlos.
Bild: Pixabay
In den vergangenen Jahren hat die LED-Technologie rasante Fortschritte gemacht, deshalb sind die – von Haus aus extrem effizienten – LED-Lampen für den Haushalt mittlerweile konkurrenzlos.
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Wer die folgenden Tipps beherzigt, kann den Stromverbrauch der heimischen Beleuchtung spürbar senken und Jahr für Jahr etliche Euro sparen. Denn obwohl Licht an sich unverzichtbar ist, lassen sich die Stromkosten für die Beleuchtung bereits durch wenige Tricks spürbar reduzieren – ohne dass man dabei auf Komfort verzichten muss.

  • Wenn Sie Glühlampen und Halogenglühlampen durch gleich helle LED-Lampen ersetzen, reduzieren Sie den Stromverbrauch um bis zu 90 %. Zugegeben: Der Neukauf von LED-Lampen ist immer mit Kosten verbunden. Doch die gute Nachricht ist: Meist haben Sie bei den Stromkosten schon im ersten Jahr mehr eingespart, als Sie für die Lampe ausgegeben haben. Das folgende Diagramm unterstreicht, wie günstig die Nutzung von LED-Lampen (und Energiesparlampen) im Vergleich zu Halogenglühlampen und Glühlampen ist.

Der Stromkostenvergleich der gängigen Lampenarten zeigt: LED und Energiesparlampe verursachen nur einen Bruchteil der Stromkosten wie die (Halogen-) Glühlampe.
Grafik: EnergieAgentur.NRW
Der Stromkostenvergleich der gängigen Lampenarten zeigt: LED und Energiesparlampe verursachen nur einen Bruchteil der Stromkosten wie die (Halogen-) Glühlampe.
Grafik: EnergieAgentur.NRW

  • Schalten Sie die Beleuchtung nur in den Zimmern ein, in denen Sie sich gerade aufhalten. Das Ausschalten der Beleuchtung lohnt sich immer – auch dann, wenn Sie einen Raum nur für 5 Minuten verlassen. Wichtig: Das Ein- und Ausschalten verursacht weder einen höheren Stromverbrauch, noch senkt es die Lebensdauer von Energiespar- oder LED-Lampen!
  • Orientieren Sie sich bei der Wahl des richtigen Platzes zum Beispiel für Ihren Schreibtisch auch an dem Tageslicht, das durch die Fenster einfällt.
  • Sie können beim Licht außerdem viel Strom sparen, wenn Sie in den Zimmern nur die Bereiche gut ausleuchten, in denen tatsächlich viel Licht benötigt wird – zum Beispiel den Küchentisch, den Platz zum Surfen im Internet oder Ihre Leseecke. Die übrigen Zimmerbereiche können – zum Beispiel mithilfe dimmbarer Lampen – weniger stark ausgeleuchtet werden.
  • Weiße Wände und helle, gut reflektierende Lampenschirme verstärken die Beleuchtungswirkung Ihrer Lampen ohne zusätzliche Stromkosten.
  • Nichts ist effizienter als das bewusste Ein- und Ausschalten von Lampen. In manchen Fällen kann es aber hilfreich sein, das Licht automatisch zu schalten. So lässt sich zum Beispiel die Außenbeleuchtung durch Bewegungsmelder und Dämmerungsschalter mit Tageslichtsensor in Abhängigkeit von den Tageslichtverhältnissen steuern.
  • Apropos: Mit automatischen Zeitschaltuhren, die es auch speziell für den Außenbetrieb gibt, sorgen Sie dafür, dass Ihre weihnachtliche Beleuchtung nicht rund um die Uhr, sondern nur im Dunkeln eingeschaltet ist – zum Beispiel von 7 bis 8 Uhr und von 17 und 22 Uhr. So senken Sie die Stromkosten Ihrer Weihnachtsbeleuchtung um 75 %.
  • Das Beleuchten von Fassaden und Gärten mag chic sein, ist aber immer mit Lichtverschmutzung verbunden. Wenn Sie darauf verzichten, entlasten Sie nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihre Haushaltskasse.

Die Gesamtenergie- und -umweltbilanz einer Lampe wird zum größten Teil durch den Stromverbrauch während der Nutzung bestimmt.
Bild: Pixabay
Die Gesamtenergie- und -umweltbilanz einer Lampe wird zum größten Teil durch den Stromverbrauch während der Nutzung bestimmt.
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„LED it shine!“

LED steht für „Licht emittierende Dioden“ (engl. „Light Emitting Diode“). Es gibt farbige und weiße LED sowie solche, die je nach Ansteuerung in nahezu allen Farbtönen leuchten. Doch nicht nur das: Bauform, Sockelgröße, Farbwiedergabe, Schaltfestigkeit, Dimmbarkeit – mittlerweile bietet der Markt extrem vielfältige LED-Lampen mit nahezu beliebigen Eigenschaften.

Neben ihrer überragenden Energieeffizienz sprechen noch andere Vorteile für LED-Lampen. So entwickeln sie viel weniger Wärme als Glüh- und Halogenglühlampen. Gleichzeitig liefern Leuchtdioden bei Bedarf ein ebenso warmes Licht wie herkömmliche Glühlampen, und sie haben eine viel längere Lebensdauer, weil sie extrem robust und leistungsfähig sind.

Übrigens: Obwohl LED-Lampen wegen ihrer Elektronik aufwändiger produziert werden müssen, ist ihre Gesamtumweltbelastung trotzdem deutlich besser als bei Halogenlampen. Denn der Stromverbrauch während der Nutzung einer Lampe schlägt in der Ökobilanz viel stärker zu Buche. So rechnet zum Beispiel die Stiftung Warentest mit einer um 80 % geringeren Gesamtbelastung durch LED.