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Mobilität

Car-Sharing

Nutzen statt Besitzen

Europaweit gibt es etwa 250 Millionen Autos, davon knapp 44 Mio. Pkw allein in Deutschland. Im Durchschnitt stehen diese vielen „Automobile“ allerdings rund 23 Stunden am Tag ungenutzt herum. Die Grundidee des „Car-Sharing“ ist ebenso einfach wie weitsichtig: Wenn die Menschen Autos öfter miteinander teilen, sind insgesamt weniger Pkw auf den Straßen (und Parkplätzen) unterwegs.

Daher ist das Car-Sharing vor allem für diejenigen eine attraktive Alternative zum eigenen Auto, die sich nicht zu den Vielfahrern zählen. Während dieses Modell in ländlichen Regionen noch nicht sehr verbreitet ist, gibt es in städtischen Gebieten mittlerweile verschiedene professionelle Car-Sharing-Anbieter. Und so wächst die Zahl der Car-Sharing-Kunden rapide: Laut Bundesverband CarSharing e.V. waren Anfang 2019 in Deutschland bereits knapp 2,5 Millionen Kunden bei einem Car-Sharing-Angebot angemeldet, das sind 350.000 mehr als im Vorjahr.

Die Grundidee des Car-Sharing ist einfach: Dadurch dass sich mehrere Nutzer ein Auto teilen, sind auf den Straßen und Parkplätzen weniger Pkw unterwegs.
Foto: Pixabay
Die Grundidee des Car-Sharing ist einfach: Dadurch dass sich mehrere Nutzer ein Auto teilen, sind auf den Straßen und Parkplätzen weniger Pkw unterwegs.
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Die Vorzüge des Car-Sharing liegen auf der Hand. Zum einen ist es sehr kostengünstig, denn die Anschaffung des eigenen Pkw entfällt ebenso wie seine Wartung, Reparatur und Pflege sowie die Versicherung und die Steuern: All diese Positionen werden auf viele Personen verteilt, während der Unterhalt eines eigenen Autos mit mehreren Hundert Euro monatlich zu Buche schlagen kann. Zum anderen steht dem Car-Sharing-Nutzer eine Auswahl verschiedener Fahrzeugklassen zur Verfügung, so dass er je nach Situation und Bedarf ein anderes Auto wählen kann.

Suche nach einem Anbieter in der Nähe

Der Bundesverband der deutschen Car-Sharing-Anbieter (bcs) fördert das Car-Sharing als moderne Mobilitätsdienstleistung, er strebt eine Vernetzung mit dem öffentlichen Nahverkehr an. Durch die Stärkung der „multimodalen“ Mobilität will der bcs Autobestand und Autoverkehr sowie die Umweltbelastung durch den Individualverkehr verringern. Die Internetseite des bcs bietet – neben einem umfangreichen Informationsangebot – auch die Suche nach einem Car-Sharing-Anbieter in der Nähe.

Neben bundesweit agierenden Unternehmen gibt es auch zahlreiche örtliche Car-Sharing-Anbieter.
Foto: Pixabay
Neben bundesweit agierenden Unternehmen gibt es auch zahlreiche örtliche Car-Sharing-Anbieter.
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So bietet beispielsweise Flinkster, Deutschlands größtes Car-Sharing-Netzwerk, an dem unter anderem die Deutsche Bahn beteiligt ist, in über 400 Städten an mehr als 2.500 Stationen rund 4.000 Car-Sharing-Fahrzeuge – auch auf dem Land. Getreu dem Motto „Miete ein Auto bei deinem Nachbarn“ vermittelt die CarShare Germany GmbH unter www.snappcar.de private Autos – laut eigener Angaben nutzen 400.000 aktive Mitglieder 50.000 verfügbare Autos. Das französische, auch in Deutschland aktive Unternehmen Drivy SAS vermittelt die Vermietung von europaweit zirka 40.000 ebenfalls privaten Autos – Pkw ebenso wie Transportern. Seine Website www.nachbarschaftsauto.de hat laut eigener Angaben eine Million Nutzer.

Das Berliner Start-up Miles Mobility GmbH, (kurz: Miles, ehemals Driveby) das Ende 2016 gegründet wurde, hat das klassische Abrechnungsmodell des Car-Sharing modifiziert und rechnet nicht zeit-, sondern kilometerbasiert ab – daher der Claim: „Miles not minutes“. Dieses „gänzlich andere Preissystem“ soll den Nutzern den Zeitdruck nehmen, denn durch Staus, rote Ampeln usw. verteuert sich die Wagenmiete nicht. Positiver „Nebeneffekt“: Da Zeitdruck schnelles Fahren geradezu provoziert, könnte auch die Umwelt von dem Kilometermodell profitieren, das auch eine entspannte Fahrweise zulässt. Neben Pkw können bei Miles auch Transporter gebucht werden.

Dipl.-Päd. Tom Küster
Wissensmanagement
EnergieAgentur.NRW
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