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Schaltbare Steckerleiste hilft beim Stromsparen.
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Stromsparen

Aquarium & Terrarium

„Tierisch gut“

Heizung, Beleuchtung, Filteranlage, Sauerstoffpumpe – Aquarien haben aufgrund ihrer technischen Ausstattung einen hohen Energiebedarf. Auch Terrarien machen sich schnell auf der Stromrechnung bemerkbar. Die gute Nachricht ist: Mit einigen Kniffen lässt sich der Stromverbrauch von Aquarien und Terrarien spürbar senken, ohne die Lebensbedingungen für die Tiere zu verschlechtern.

  • Umgebungstemperatur:
    Ein Aquarium oder Terrarium sollten Sie am besten in einem warmen Raum aufstellen, damit die benötigte Wasser- bzw. Terrarium-Temperatur besser gehalten werden kann. Denn je größer der Unterschied zur Raumtemperatur ist, desto höher ist auch der Energiebedarf für das Beheizen.
  • Wassertemperatur:
    Die Wassertemperatur bei Tropenfischen sollte zwischen 23 und 28 °C liegen, Diskusfische zum Beispiel benötigen 28 °C. Für die meisten Fische jedoch reicht eine Temperatur von 23 °C. Senken Sie die Wassertemperatur im Aquarium nur um ein Grad Celsius, können Sie rund 6 % Energie einsparen. Vor einer Änderung der Wassertemperatur sollten Sie sich jedoch unbedingt im Fachhandel beraten lassen.
  • Dämmung:
    Die größte Energieeinsparung erreichen Sie durch das Dämmen der Rückseite und des Bodens (wenn möglich) beispielsweise mit Styropor bzw. Styrodur; die Oberseite Ihres Aquariums sollten Sie dagegen nicht dämmen. Verschönern lässt sich eine solche Dämmung zum Beispiel durch Dekofolien; von Spiegelfolien sollten Sie unbedingt absehen, da sowohl die Fische als auch die Tiere im Terrarium auf das Spiegelbild reagieren können.

Nur wenige Fische benötigen wie der abgebildete Diskusfisch eine Wassertemperatur von 28 °C.
Bild: Pixabay
Nur wenige Fische benötigen wie der abgebildete Diskusfisch eine Wassertemperatur von 28 °C.
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  • Beleuchtung:
    Ein Aquarium bzw. Terrarium sollte zehn Stunden täglich beleuchtet werden, um einen tropischen Tag zu simulieren; diesen Zeitraum sollten Sie keinesfalls durch Zeitschaltuhren o. ä. in mehrere Intervalle unterbrechen. Je mehr Pflanzen sich in Ihrem Aquarium befinden, desto höher ist die benötigte Lichtleistung. Moderne Bepflanzungen für Aquarien bestehen häufig aus Sumpfpflanzen, die besonders viel Licht benötigen. Setzen Sie aber in Ihrem Aquarium weniger Pflanzen ein, können Sie auch die Lichtleistung reduzieren. Der Austausch der oft vorhandenen Leuchtstoffröhren gegen energiesparende LED-Lampen bringt übrigens kaum Einspareffekte: Eine 15-W-Leuchtstoffröhre entspricht in ihrer Lichtleistung ungefähr einer LED-Beleuchtung mit 13 Watt.

Je mehr Pflanzen in einem Aquarium eingesetzt werden, desto stärker muss die Lichtleistung sein; umgekehrt bedeutet das: je weniger Pflanzen, desto geringer die Lichtleistung.
Bild: Pixabay
Je mehr Pflanzen in einem Aquarium eingesetzt werden, desto stärker muss die Lichtleistung sein; umgekehrt bedeutet das: je weniger Pflanzen, desto geringer die Lichtleistung.
Bild: Pixabay

  • Filteranlage:
    Filteranlagen für Aquarien dürfen nicht abgeschaltet werden, da sonst die für den Abbau von Nitrit im Wasser notwendigen Bakterien sehr schnell absterben: Eine Abschaltdauer von 30 Minuten kann bereits ausreichen, um die Bakterien im Filter unbeabsichtigt abzutöten.
  • Sauerstoffpumpe:
    Eine separate Sauerstoffpumpe ist im Allgemeinen nicht notwendig: Die Wasserfilteranlage erzeugt an der Wasseroberfläche so viel Bewegung, dass dort genügend Sauerstoff aufgenommen werden kann. Sinnvoll ist eine Sauerstoffpumpe nur dort, wo sich die Wassertemperatur eines Aquariums unter Umständen auf mehr als 30 °C erwärmt (z.B. im Sommer in einer Dachgeschosswohnung); hier ist ggf. eine zusätzliche Sauerstoffzufuhr notwendig.
  • Wärmelampe:
    In Terrarien mit wechselwarmen Tieren sollte an einer Stelle eine Temperatur von 50 °C herrschen, die Sie mithilfe einer Wärmelampe erreichen. Je niedriger diese Wärmelampe platziert wird, desto geringer kann ihre Leistung sein. Außerdem sollten Sie bei Ihrem Terrarium auf eine ausreichende Belüftung achten.

Dipl.-Päd. Tom Küster
Wissensmanagement
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