Informationen zur Exkursion

Dortmund: Energieeffizienz und Klimaschutz auf allen Ebenen

Beispielarchitektur der Kampagne „100 EnergiePlusHäuser für Dortmund“.
Foto: Lucas Kaufmann
Beispielarchitektur der Kampagne „100 EnergiePlusHäuser für Dortmund“.
Foto: Lucas Kaufmann
Klimaschutz und Energiewende finden in NRW auf unterschiedlichsten Ebenen statt. Diese Exkursion stellt verschiedene Aktivitäten in Dortmund vor: Vorgestellt wird ein Klimaanpassungsprojekt, neue und energiesparende Architektur aus dem Dortmunder Projekt „100 Energieplushäuser“ sowie ein Kindergarten in Passivhausbauweise, der keine Heizung mehr benötigt.

Des Weiteren wird mit den Dula-Werken Dustmann & Co. GmbH ein Ladenbauunternehmen besucht, das seine Hauptverwaltung als energetische Vorzeigearchitektur gestaltet hat. Dula wurde mit diesem Gebäude zum EU Green Building Partner ausgezeichnet.

Im Signal Iduna Park von Borussia Dortmund soll bei einer Stadionführung das Augenmerk auf das Thema Klimaschutz gelegt werden, das u.a. in einem Fan-Projekt zur Förderung von Ökostrom adressiert wird.

1. Station: Klimaanpassungsprojekt am Phoenixsee / Neubauten aus dem Projekt „100 Energieplushäuser für Dortmund“

Die Kindertagesstätte Montessori-Haus an der Weingartenstraße.
Foto: Stadt Dortmund
Die Kindertagesstätte Montessori-Haus an der Weingartenstraße.
Foto: Stadt Dortmund
Die Klimaschutzsiedlung wird in Dortmund-Hörde direkt nördlich des Phoenix-Sees entwickelt. Der Phoenix-See ist ein künstlicher See, der sich etwa fünf Kilometer südöstlich von der Dortmunder Innenstadt befindet und auf dem ehemaligen Gebiet eines Stahlwerks angelegt wurde. Um den See entsteht ein neues Quartier für Wohnen, Arbeiten und Freizeit. Etwas weiter westlich wird auf dem Gelände einer ehemaligen Kokerei ein multifunktionaler Technologiestandort mit dem Namen Phoenix West entwickelt. Zwischen diesen beiden Gebieten liegt das Zentrum von Hörde mit allen Infrastruktur- und Versorgungseinrichtungen. Die Klimaschutzsiedlung soll als Teil des Neubaugebietes entstehen. Die Grundstücke liegen an der nordwestlichen Ecke des Sees direkt an der Emscher, die nördlich des Sees verläuft.

Die Siedlung ist im Rahmen der Kampagne „100 EnergiePlusHäuser für Dortmund“ entwickelt worden. Jedes Haus erzeugt einen Primärenergieüberschuss von mindestens 1.000 kWh pro Jahr (ohne Haushaltsstrom).

Es werden hier 17 Wohneinheiten als acht Doppelhäuser und ein freistehendes Einfamilienhaus errichtet. Ergänzend dazu ist eine viergruppige Kindertagesstätte geplant. Die Wohngebäude werden in einer Zeile angeordnet und von Nordosten erschlossen. Für die Kita ist ein sich südöstlich anschließendes Grundstück vorgesehen.

2. Station: Dula-Werke Dustmann & Co. GmbH

Das Gebäude der Dula-Hauptverwaltung ist offiziell durch die EU Kommission zertifiziert.
Foto: Hans-Juergen-Landes
Das Gebäude der Dula-Hauptverwaltung ist offiziell durch die EU Kommission zertifiziert.
Foto: Hans-Juergen-Landes
Dula (Dustmann Ladenbau) ist ein Unternehmen für ganzheitlichen Laden- und Innenausbau und liefert in über 60 Länder weltweit. Planung und Design, Lichtplanung, Entwicklung, Produktion, Logistik, Montage und Generalunternehmeraufgaben sind die zentralen Dula-Leistungen.

Mit dem zertifizierten Dula-Umweltmanagementsystem werden vor allem Ziele zur Reduktion von Abfällen, Gefahrstoffen, Abwasser und Emissionen verfolgt sowie die Sensibilisierung der Mitarbeiter für Energiepotenziale. Seit 1996 trägt eine Feststoffverbrennungsanlagen dazu bei, Energie zurückzugewinnen. Ein Druckluft-Leckagemanagement in den Werken sowie energiesparende Beleuchtungssysteme an allen Standorten steigern die Energieeffizienz. Dula wurde 2013 zum EU Green Building Partner ernannt.

Durch die Erweiterung der thermischen Hülle und die Erneuerung der Anlagentechnik konnte das Unternehmen eine Reduzierung der Primärenergie und des CO2-Ausstoßes um rund 80 Prozent erreichen. Insbesondere die innovative Technik des neuen Heizungs-, Lüftungs- und Kühlsystems zeigt großen Erfolg. Dazu wurden ein Blockheizkraftwerk, das Strom und Wärme produziert, eine Holzpellet- und eine Photovoltaikanlage kombiniert.

Zeit

13.11.2017, Bonn – Dortmund

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