Klimaschutz » Kommunale CO2-Bilanzen

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Das Land Nordrhein-Westfalen hat für alle seine Kommunen eine Landeslizenz für das Energie- und Treibhausgasbilanzierungstool des Klima-Bündnis den Klimaschutz-Planer erworben. Das Tool, mit dem Kommunen eine eigene Energie- und THG-Bilanz erstellen können, ist für diese kostenfrei. Der Klimaschutz-Planer bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Umsetzungsfortschritte kommunaler Klimaschutzaktivitäten zu verfolgen und zu bemessen, um deren vollkommene Umsetzung zu garantieren. Zukünftig soll der Klimaschutz-Planer um ein Modul zur Potenzialanalyse und Szenarienbildung ergänzt werden. Die bewährte Energie- und THG-Bilanz wird dadurch um die Modellierung und Simulation zukünftiger Entwicklungen erweitert. So können kommunale Klimaschutzkonzepte noch schneller und damit günstiger erstellt werden und dies bei hoher Qualität und Vergleichbarkeit.

Nutzer*innen des Klimaschutz-Planers können ab dem 29.06.2020 die Energie- und Treibhausgasbilanzierung für das Jahr 2018 aufstellen können.

Es wurden alle Vorgabedaten für das Bilanzjahr 2018 in den Klimaschutz-Planer übertragen. Dies betrifft alle fünf Verbrauchssektoren und beinhaltet auch die Faktoren aus GEMIS und anderen Quellen.
Für die Bereitstellung der Vorgabedaten sind wir als Betreiber selbst auf Datenlieferant*innen angewiesen. Wir bemühen uns jeweils um die schnellstmögliche Bereitstellung des kompletten Datensatzes.

Die Bilanzdaten im Verkehrssektor wurden aktualisiert – und zwar für die gesamte Zeitreihe des Straßenverkehrs.

Die bereitgestellten Straßenverkehrsdaten mit ihren spezifischen Verbrauchsfaktoren und gemeindefeinen Fahrleistungen wurden in den letzten Jahren durch umfangreiche Untersuchungen mit aktuellen Datenerhebungen und Verbrauchsmessungen geschärft. Die spezifischen Kraftstoffverbräuche aller Fahrzeugkategorien werden nun, durch die umfangreiche Überarbeitung der deutschlandweit verwendeten Emissionsfaktoren, realitätsnaher abgebildet und weisen damit höhere mittlere Verbrauchswerte auf – vor allem bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen.

Darüber hinaus konnten die Daten der Fahrleistungsaufteilung des Kfz-Verkehrs verbessert werden. Wichtigste Änderungen sind eine deutliche Anhebung der Fahrleistungsanteile leichter Nutzfahrzeuge und damit einhergehend eine leichte Verringerung der Pkw-Fahrleistungen, sowie die Verschiebung von Fahrleistungen aller Kfz-Kategorien zwischen Innerortsstraßen und außerörtlichen Kreis- und Gemeindestraßen.

Die Änderungen, insbesondere der spezifischen Kraftstoffverbräuche, führen bei einer Neubilanzierung zu einer Anhebung der Energieverbräuche und der berechneten Treibhausgasemissionen des Verkehrs in sämtlichen Bilanzjahren. Im relativen Vergleich zeitlicher Entwicklungen werden sich jedoch bei Verwendung einheitlicher Datenstände für Fahrleistungen und Verbrauchsfaktoren in allen Bilanzjahren in vielen Fällen nur geringfügige Abweichungen bei den prozentualen Emissionsänderungen gegenüber früheren Berechnungsständen ergeben.

Unter Anlagen finden Sie dazu eine weiterführende Erläuterung des Instituts für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg (ifeu) zur „Aktualisierung deutschlandweiter Datengrundlagen zu spezifischen Verbräuchen & Kfz-Fahrleistungsverteilungen“.

Michael Müller
Energieanwendung, Klimaschutz in Kommunen und Regionen
EnergieAgentur.NRW
0211 86642286
michael.mueller@energieagentur.nrw

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.

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