Klimaschutz » CCF - Corporate Carbon Footprint

Neue Technologien für eine effiziente und kostengünstige Kohlenstoffnutzung als Energieträger und chemischer Baustein standen im Mittelpunkt der Veranstaltung. 
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THG-Emissionen

Die UN-Klimakonferenz und das Kyoto-Protokoll

Die UN-Klimakonferenz, auch ((Welt-)Klimagipfel oder Welt-Klimakonferenz) findet jährlich an wechselnden Orten statt. Themen sind in diesem Kontext der Klimawandel und die Verpflichtung zum Handeln für den Klimaschutz. Das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (englisch: United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) ist ein internationales Umweltabkommen, das zum Ziel hat, eben die Emissionen der anthropogenen Treibhausgase einzuschränken. Hierbei werden zur Überprüfung Nationale Treibhausgasinventarberichte (UNFCCC-Berichterstattung) erstellt, die die Emissionen der relevanten Treibhausgase in den Ländern darstellen.

Meilenstein der internationalen Klimapolitik ist das Kyoto-Protokoll, das auf der 3. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention in Kyoto, Japan im Jahre 1997 verabschiedet wurde. Mittlerweile haben 191 Staaten dieses Protokoll unterzeichnet, darunter alle EU-Mitgliedstaaten sowie Brasilien, China, Indien und Südafrika uvm. Konkrete Details zur Umsetzung des Protokolls wurden in den folgenden Klimakonferenzen von 1998 bis 2001 in Buenos Aires, Bonn, Den Haag geklärt.

In der ersten Verpflichtungsperiode (2008 bis 2012) des Kyoto-Protokolls verpflichteten sich die Staaten, die Treibhausgase weltweit um mindestens fünf Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken, die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten sogar zu einer Reduzierung ihrer Emissionen um insgesamt acht Prozent. Im Rahmen des EU-internen Lastenverteilungsverfahrens ist dieses Gesamtziel auf die noch damals 15 EU-Länger aufgeteilt worden, wobei sich Deutschland dazu entschieden hat, insgesamt 21 Prozent weniger Treibhausgase zu emittieren. Mit 12,2 Prozent hat die EU ihr 8-Prozenz-Ziel weit übertroffen.

In der zweiten und aktuellen Verpflichtungsperiode (2013-2020) einigten sich die Vertragsstaaten zu einer Verlängerung des Kyoto-Protokolls bis zum Jahre 2020. Damit verpflichten sich die teilnehmenden Staaten zu einer Verringerung der Emissionen um 18 Prozent, die EU sogar um 20 Prozent.

Die Weltklimakonferenz in Paris 2016 hat sich auf das erste Klimaschutzabkommen geeinigt, das sowohl Industrie als auch Schwellen Länder in die Pflicht nimmt Anstrengungen zu unternehmen, den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen. Am 22. April 2016 wurde ein entsprechender Vertrag in New York unterzeichnet. Für Deutschland bedeutet die Zielsetzung nahezu eine Dekarbonisierung des Wirtschaftens bis Mitte des Jahrhunderts. Im Klimaschutzplan 2050  der Bundesregierung erfolgt die entsprechende Umsetzung sowie Zielvorgaben für die einzelnen Sektoren.

Treibhausgase (THG)

Die sechs im Kyoto-Protokoll festgeschriebenen, klimawirksamen Gase sind: Kohlendioxid (CO2) Methan (CH4), Distickstoffoxid/Lachgas (N2O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFKW), Schwefelhexafluorid (SF6). Ab 2015 wurde noch ein weiteres Gas mit einbezogen Stickstofftrifluorid (NF3). 

Diese Gase sind sowohl natürlichen als auch anthropogenen Ursprungs und tragen zum Treibhausgaseffekt bei. Dabei weisen die unterschiedlichen Gase eine unterschiedlich starke Klimaschädlichkeit auf.

So hat Methan, bezogen auf einen Zeitraum von 100 Jahren, einen 25-mal höheren Einfluss auf die globale Erwärmung als Kohlendioxid, im Falle von Lachgas ist der Einfluss im Vergleich zu CO2 sogar um 298-mal höher. Diese Klimawirksamkeit wird als „Global Warming Potential“ (GWP) bezeichnet.

Quellen und Auslöser für globale THG-Emissionen in der Industrie

Anthropogenes Kohlendioxid (CO2) entsteht hauptsächlich bei der Verbrennung fossiler Energieträger (Kohle, Erdgas, Erdöl). Quellen von CO2 sind somit bei der Strom- und Wärmeerzeugung, bei der industriellen Produktion und im Verkehrssektor sowie im Haushalt zu finden.

In der industriellen Produktion werden klimaschädliche Gase beispielsweise bei der Herstellung von Zement, Klinker, Aluminiumproduktion und Stahl frei.

Methan entsteht beim Abbau von organischem Material unter Luftausschluss. Dies ist beispielhaft der Fall in der Landwirtschaft, aber auch in Klärwerken und Mülldeponien sowie in der chemischen Industrie bei der Herstellung von Carbid und Ammoniak.

Lachgas bildet sich in der Industrie vor allem bei der Herstellung von Adipinsäure, Salpetersäure und in der Kunststoffindustrie bei der Herstellung von Harnstoff.

Die Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW, FKW, SF6, NF3) werden zumeist gezielt für bestimmte Anwendungszwecke produziert und sind somit anthropogenen Ursprungs. Beispielsweise kommen sie als Treibgas, Kühl- und Löschmittel oder Bestandteil von Schallschutzscheiben zum Einsatz. Für eine Eindämmung dieser klimaschädlichen Gase wurde die F-Gas-Verordnung (EU) Nr. 517/2014 entwickelt.

Michael Müller
Energieanwendung, Klimaschutz in Kommunen und Regionen
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