Klimaschutz » CCF - Corporate Carbon Footprint

Neue Technologien für eine effiziente und kostengünstige Kohlenstoffnutzung als Energieträger und chemischer Baustein standen im Mittelpunkt der Veranstaltung. 
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Klimaprofit Center NRW: Mit einem Anruf zur Beratung!

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Information

CCF: Workshop zur Einführung in das CO2-Management

Im Dezember bietet die EnergieAgentur.NRW einen neuen Workshop zum Klimamanagement an. Wir erarbeiten hierbei mit den Unternehmen die ersten Schritte für die Erstellung ihrer eigenen CO2-Bilanz und zu möglichen emissionsreduzierenden Maßnahmen bis hin zu einer vollständigen Klimastrategie. Das Online-Tool CCF.Navi soll diesen Prozess begleiten.

Angesprochen sind Personen, die in Unternehmen für Energie- oder Klimamanagement verantwortlich sind, unabhängig
von Größe und Branche des Unternehmens. Basiswissen in Sachen Energie und Klima ist hilfreich. Mehr Informationen auch zur Anmeldung im Infoblatt hier oder ganz unten auf dieser Seite.

 

Erfahrungen aus dem Pilotprojekt im Jahr 2015

In einem Pilotprojekt im Jahr 2015 haben 13 Unternehmen das CCF.Navi getestet. Wie sie diese Zeit erlebt haben, welche Erfahrungen sie gemacht haben und was sie nach Abschluss des Projekts mitgenommen haben, stellen ein paar der Unternehmen in den folgenden Steckbriefen vor: 

BLEFA BEVERAGE SYSTEMS

Branche/Kompetenzen
Das Unternehmen BLEFA BEVERAGE SYSTEMS ist ein weltweit führender Anbieter von Edelstahlkegs für Bier, Wein und Softdrinks. Alle Bier-, Wein- und Softdrinkfässer aus Edelstahl werden an unserem Hauptsitz in Kreuztal hergestellt.

Mitarbeiteranzahl
140 in Deutschland
40 in den USA

Motivation für die Teilnahme an CCF.NRW
Nachhaltigkeit spielt für uns als Keg-Hersteller eine entscheidende Rolle: Das Thema wird in unserem Unternehmen als Verpflichtung gegenüber unserer Umwelt großgeschrieben – die Verpflichtung, mit der zur Verfügung stehenden Energie und den begrenzten Ressourcen achtsam umzugehen. Besonders durch den konsequenten Gebrauch von Edelstahl für den Herstellungsprozess unserer Kegs kommen wir dieser Verpflichtung kompromisslos nach.
Die Motivation zur Teilnahme an CCF.NRW entstand zudem durch Kunden-aufforderungen zur Teilnahme an der CDP-Befragung.


DRALON GMBH

Branche/Kompetenzen
Die Dralon GmbH ist ein Hersteller von Acrylfasern für die Bereiche Fashion, Heimtextilien, Textilien für den Outdoorbereich, sowie Sport- und Arbeitskleidung.

Mitarbeiteranzahl
500

Motivation für die Teilnahme an CCF.NRW
Die Dralon GmbH misst dem Umweltschutz seit Langem große Bedeutung zu. Wir streben kontinuierlich nach Lösungen, um den Ressourceneinsatz sowie den Ausstoß von Emissionen und die Erzeugung von Abfällen vom wirtschaftlichen Wachstum abzukoppeln. Wir fühlen uns verpflichtet, unsere Kompetenzen im technologischen Bereich, bei Prozessoptimierungen und bei unseren Produkten zum Schutz der Umwelt, der Natur und des Klimas einzusetzen. Die Teilnahme ist zudem ein Vorgriff auf mögliche regulatorische Anforderungen in der Zukunft. Dazu wollen wir das Projekt nutzen, um schon jetzt die richtigen Schritte einzuleiten bzw. uns vorzubereiten.

Erkenntnisse aus dem Projekt
Ein großer Teil der Daten zur Berechnung des CCF waren durch das eingeführte Energiemanagementsystem bereits vorhanden. Durch die Berechnung des CCF erhält man einen anderen Blick auf die Klimawirkung des eigenen Unternehmens.

Ausblick, Ziele
In der Zukunft soll der Product Carbon Footprint von Dralon GmbH selbst erstellt und darüber hinaus auch zertifiziert werden.


RKW-GRUPPE

Branche/Kompetenzen
Seit fast 60 Jahren produziert die RKW SE qualitativ hochwertige Kunststoff-Folien und Vliesstoffe. „Nachhaltiges Handeln heißt für RKW eine wirtschaftlich erfolgreiche Entwicklung, gepaart mit rücksichtsvollem Umgang mit unserer Natur und der Verantwortung gegenüber unserer Gesellschaft.“ (Harald Biederbick, CEO)

Mitarbeiteranzahl
3.000

Motivation für die Teilnahme an CCF.NRW
Als einer der führenden Folienhersteller trägt RKW Verantwortung für eine lebenswerte Zu­kunft. Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil der RKW-Unternehmenspolitik und ermöglicht es, Risiken im Vorfeld zu erkennen sowie Chancen für neue Geschäfte wahrzunehmen. RKW ist davon überzeugt, dass ökonomische Leistungsstärke, gesellschaftliche Verantwor­tung sowie der Umweltschutz untrennbar miteinander verbunden sind.

Erkenntnisse aus dem Projekt
Die Beschäftigung mit dem Thema Nachhaltigkeit ist durch das CCF-Projekt vertieft worden. Damit allerdings konkrete Auswertungen aller Zahlen und Daten in der Form eines Nachhaltigkeitsberichtes dargelegt werden können, ist weitere Arbeit zu leisten.

Ausblick, Ziele
Die Zweigniederlassung Gronau wird 2016 einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen, der sich an internationalen Standards orientiert. Damit wird sichtbar gemacht, dass wir die Diskussion um Nachhaltigkeit auf eine objektive Grundlage stellen und uns mit möglichen zukünftigen Anforderungen schon jetzt aktiv ausei-nandersetzen.


RUWEL INTERNATIONAL GMBH

Branche/Kompetenzen
Die RUWEL International GmbH produziert und vertreibt Leiterplatten für die Bereiche Automobil-Elektronik, erneuerbare Energien und Industrie-Elektronik.

Mitarbeiteranzahl
341

Motivation für die Teilnahme an CCF.NRW
Aufgrund der guten Erfahrung bei der Einführung eines Energiemanagementsystems war für uns die Teilnahme an dem Projekt der EnergieAgentur.NRW für RUWEL eine  Selbstverständlichkeit. Anfragen unserer Kunden hinsichtlich der Ermittlung des CO2-Fußabdrucks bei der Leiterplattenproduktion haben uns zusätzlich zu einer Teilnahme motiviert. RUWEL betrachtet die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung als wichtigen
Schlüssel für ein starkes Unternehmen.

Erkenntnisse aus dem Projekt
Bei RUWEL wurden bereits vor dem Projekt umfangreiche Maßnahmen in der Klimatechnik durchgeführt, so dass die Anlagen auf dem neuesten Stand sind. Auch wenn diese Investitionen nicht unbedingt durch die Ergebnisse des Projekts initiiert wurden, so sind die Entscheidungen durch die CCF-Ermittlung bestätigt worden.

Ausblick, Ziele
Rohstoffe und Energie effizient einzusetzen ist heute wichtiger denn je. Der sparsame Umgang mit allen Ressourcen sichert außerdem auch die Wettbewerbsfähigkeit.
Nachhaltig zu wirtschaften bedeutet regelmäßig in die Reduzierung der Abfallmengen zu investieren sowie die Energieverbräuche und damit auch die Emissionen des CO2- Fußabdruckes zu senken. Ein Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit in unserem Haus ist unsere Solarenergieanlage. Auf den Dächern unseres Werkes in Geldern haben wir eine rund 3.000-Quadratmeter-große Photovoltaik-Anlage installiert.


VOSSKO GMBH & CO.

Branche/Kompetenzen
Die Vossko GmbH & Co. ist ein Hersteller von Tiefkühlprodukten aus Geflügel, Schweinefleisch, Rindfleisch und Soja.
Sie ist mit zwei Produktionsstandorte vertreten, einem in Deutschland und einem in Brasilien.

Mitarbeiteranzahl
530 in Deutschland
430 in Brasilien

Motivation für die Teilnahme an CCF.NRW
Entsprechend unseren Unternehmenszielen in puncto Nachhaltigkeit und Energie nehmen wir Themen wie Energieeinsparung und Energieeffizienz seit einigen Jahren verstärkt in den Fokus. Daher verpflichten wir uns und unsere Mitarbeiter dazu, den Energiebedarf und damit die CO2-Emissionen fortwährend zu reduzieren und die energetische Leistung kontinuierlich zu verbessern. Hierfür ist es wichtig, unsere Verbräuche und CO2-Emissionen im ersten Schritt zu erheben und einen umfassenden Blick für Einflussgrößen zu entwickeln.

Erkenntnisse aus dem Projekt
Das Projekt hat uns die Systematik der Erhebung von CO2-Emissionen nähergebracht. Wir sind nun in der Lage, die Daten selbst weiter zu erheben und so eine Abschätzung unserer CO2-Emissionen zu erlangen. Dies ist der erste Schritt zur kontinuierlichen Verbesserung.

Ausblick, Ziele
Die Vossko will sich ein Energieziel zur Reduktion der CO2-Emissionen setzen. Damit verpflichten wir uns, diesen Faktor kontinuierlich zu betrachten und zu optimieren.  


WALZWERKE EINSAL

Branche/Kompetenzen
Walzwerke Einsal bietet innovative Lösungen in Stahl und Edelstahl mit einer Jahresproduktion von ca. 25.000 Tonnen und den Zielmärkten Automotive, Umwelttechnologien, Maschinenbau, Kraftwerksbau, Offshore, Bauindustrie, Chemische Industrie, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt sowie Defence Elektrotechnik.

Mitarbeiteranzahl
300

Motivation für die Teilnahme an CCF.NRW
Die Motivation zur Teilnahme an dem Projekt war, dass wir uns zu einem noch nachhaltigeren Unternehmen entwickeln wollten. Die Erstellung eines CCF sehen wir als Ergänzung zu unserem zertifizierten Energie- und Umweltmanagementsystem. Unser Ziel ist es, Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen. Denn reine Luft, saubere Böden und gesunde Gewässer gehören für uns zu den Menschenrechten.

Erkenntnisse aus dem Projekt
Die Komplexität und Abgrenzung der Scopes stellt sich als Herausforderung dar. Die CCF Berichterstattung ist ein sinnvoller Bestandteil der Unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung - Corporate Social Responsibility (CSR).

Ausblick, Ziele
Die Vergleichbarkeit innerhalb der Branchen sollte zukünftig standardisiert werden, um vermeintliche Wettbewerbsnachteile bei der Berichterstattung zu vermeiden. CCF wird bei zukünftiger Berichterstattung berücksichtigt.


WESTFALEN AG

Branche/Kompetenzen
Die Westfalen Gruppe ist als Technologieunternehmen der Energiewirtschaft mit insgesamt 23 Tochter- und Beteiligungs-gesellschaften in Deutschland, Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz und Tschechien tätig. Das im Jahre 1923 gegründete Familienunter-nehmen mit über 20 Produktionsstandorten in Europa hat seinen Hauptsitz in Münster. Die Geschäftsfelder sind Gase, Energieversorgung und Tankstellen.

Mitarbeiteranzahl
1.600

Motivation für die Teilnahme an CCF.NRW
Die Westfalen Gruppe wurde von einem Großkunden zur Teilnahme am CDP Supply Chain Request eingeladen. Die Berechnung einer THG-Bilanz ist zur Beantwortung des CDP-Fragebogens elementar. Das Pilotprojekt der EnergieAgentur.NRW bot sich deshalb an, um eine solche Bilanz erstmalig zu berechnen.

Erkenntnisse aus dem Projekt
Im Rahmen des Pilotprojekts der Energieagentur.NRW wurden Instrumente zur Verfügung gestellt, die den Aufwand der CO2-Bilanzierung spürbar verringern.

Ausblick, Ziele
Kurz- bis mittelfristig plant die Westfalen Gruppe die regelmäßige Veröffentlichung ihrer Klimabilanz. Auch die Teilnahme am CDP-Projekt soll fortgeführt werden. Außerdem wird die Westfalen Gruppe, wie bislang auch, auf die Kombination aus Erhöhung der Energieeffizienz und der damit verbundenen Senkung von Emissionen setzen.


WEST PELLETS GMBH & CO. KG

Branche/Kompetenzen
„Die WestPellets GmbH & Co. KG ist ein Holzpelletproduzent und produziert ihre zertifizierten Pellets ausschließlich aus Sägenebenprodukten, welche in regionalen Sägewerken anfallen. Das unterscheidet uns unter anderem von einigen großen Pelletherstellern, welche sich auf Grund ihrer enormen Produktionskapazität nicht mehr ausreichend nur mit Sägenebenprodukten als Rohstoff versorgen können. Zur Trocknung des Rohstoffes nutzen wir die Wärme einer benachbarten Biogasanlage. Wir bieten hohe Qualität, Nachhaltigkeit und Zuverlässigkeit mit einer geschlossenen regionalen Wertschöpfungskette.“

Mitarbeiteranzahl
6

Motivation für die Teilnahme an CCF.NRW
„Wir produzieren mit den Holzpellets einen CO2-neutralen Brennstoff. Dies nach außen hin zu verdeutlichen und genauere Erkenntnisse über die bei der Produktion entstehenden CO2-Emissionen zu bekommen, waren unsere größten Antriebe für die Teilnahme an CCF.NRW. Darüber hinaus kann es zudem als Vorgriff auf in Zukunft kommende regulatorische Anforderungen gesehen werden.“

Erkenntnisse aus dem Projekt
Das Trocknen und das Verpressen des Sägemehls zu genormten Pellets ist energieintensiv. Durch kurze Wege der Rohstoffe aus regionalen Sägewerken und Wasserdampf als einzige Emission bei der Trocknung - die benötigte Wärme kommt aus der Biogasanlage - versuchen wir den Klimaschutz schon bestmöglich zu leben.

Ausblick, Ziele
Strombezug aus 100 % erneuerbarer Energie wäre für uns noch ein wirkungsvoller Schritt zu einer deutlichen Verringerung der CO2-Emissionen. Des Weiteren wird unser ältestes 3-Achser-Silofahrzeug zur Pellet Auslieferung gegen ein modernes 4-Achser-Fahrzeug ausgetauscht. Das größere Tankvolumen führt zu einer Fahrtstreckenoptimierung, so dass weniger Kilometer pro ausgelieferter Tonne Holzpellets zurückgelegt werden müssen.

Markus Hankammer B. Eng.
Energieanwendung, Klimaschutz in Industrie und Gewerbe
EnergieAgentur.NRW
0202 24552156
hankammer@energieagentur.nrw
XING

Dipl.-Ing. Ina Twardowski
Energieanwendung, Klimaschutz in Industrie und Gewerbe
EnergieAgentur.NRW
0202 2455245
twardowski@energieagentur.nrw
www.ea.nrw/energieeffizienz/unternehmen

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.