Innovationsprojekt Klimaschutz
Klimaschutzprojekte mit besonderer Strahlkraft und besonders hohem Innovations-Niveau wurden und werden vom Land NRW als „Innovationsprojekt Klimschutz“ ausgezeichnet.

Projekte des Monats
Wenn es um Klimaschutz und erneuerbare Energien geht, sind Kommunen, Unternehmen und Bürger in NRW sehr aktiv. Eine Experten-Jury der EnergieAgentur.NRW kürt jeden Monat ein besonderes Klimaschutzprojekt und stellt dieses auf der Website vor.

Projekte aus Kommunen und Unternehmen
Die EnergieAgentur.NRW identifiziert im Zuge ihrer Arbeit für Nordrhein-Westfalen immer wieder vorbildliche Good-Practice Projekte. Die Experten der EnergieAgentur.NRW stehen nahezu täglich in Kontakt Akteuren aus Kommunen, Unternehmen, Ingenieur- oder Architektenbüros und vielen anderen Bereichen.
Ein Teil der Projekte aus dem kommunalen Bereich entstammen dem Projekt „KommEN NRW“, einem Projekt der EnergieAgentur.NRW von Kommunen für Kommunen. Die dargestellten Projekte werden von den Kommunen selbst dargestellt.

Rückschau

Von September 2016 bis März 2019 wurde das EFRE-geförderte Projekt „Zwischenpräsentation der KlimaExpo.NRW – die MitmachExpo“ durchgeführt.

Wipperfürth, Nordrhein-Westfalen - 2020

Kerspe-Talsperre: Wasserkraft aus dem Rohwassernetz der Wuppertaler Stadtwerke

Durch den Einbau von Turbinen kann die Energie des Rohwassers und die des Überschußwassers genutzt werden.
 
Gewässer: Kerspe-Talsperre
Installierte Leistung: 203 kW sowie 2*68 kW
Jahresarbeit: ca. 790.000 kWh

Drei Turbinen besitzen die WSW zur Wasserkraftnutzung im Rohwasserbereich. Sie wurden an der Kerspe-Talsperre und am Wasserwerk Herbringhausen, in 2004 und 2006 fertig gestellt. Die größte Turbine mit einer Leistung von 203 kW Nennleistung installierten die WSW am Rohwasserzulauf im Pumpwerk des Wasserwerks Herbringhausen. Das Wasser, das dort aus dem Reservoir der Kerspe-Talsperre eintrifft, hat einen Weg von 20 Kilometern hinter sich und fließt mit einem Druck von rund 7 bar. Die neue Turbine reduziert diesen Druck zunächst auf 3 bar und setzt ihn dann zur Stromerzeugung ein. So lassen sich nach Angaben der WSW jährlich zwischen 3,3 und 8,2 Millionen Kubikmeter Wasser nutzen, in der Turbine im Wasserwerk Herbringhausen werden zwischen 320.000 und 790.000 kWh pro Jahr erzeugt. Rund 200 Haushalte können damit ihren Strombedarf decken.

Die Turbinen an der Kerspe-Talsperre (zweimal 68 KW Leistung) setzen am Grundablass an. Hier wird der Druck des Überschusswassers, das den Ablass am Fuß der Staumauer durchströmt, in elektrische Energie umgewandelt. Das erkannte auch das europäische Klimabündnis an und zeichnete die Wuppertaler Stadtwerke für die klimafreundlichen Turbinen mit dem „Climate Star“ aus.

Hintergrund

Strom aus Wasserkraftanlagen steht im Rahmen der Wasserbewirtschaftung eine Vergütung nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) zu. Dies gilt auch für Wasserkraftanlagen an Talsperren, die primär der Trink- oder Brauchwassergewinnung dienen. Die dort erzeugte elektrische Energie wird jedoch als Nebenprodukt angesehen.

Kontakt

Stefan Prott
EnergieAgentur.NRW
Leiter Themengebiet Wasserkraft
Haus Düsse 2
59505 Bad Sassendorf
Tel.: 02945 989189
E-Mail
E-Mail: prott@energieagentur.nrw

Veröffentlichung

Autor: EnergieAgentur.NRW
Stand: 2020
Start: 2004

Standort

Kreis: Oberbergischer Kreis
Region: Köln/Bonn
Reg.-Bez.: Köln

Kontakt

Friedrike Mürkens
Wupperverband
TS Kerspe
Großfastenrath 19
51688 Wipperfürth
Tel.: 0202 583582
www.wupperverband.de

Selbsteinschätzung