Innovationsprojekt Klimaschutz
Klimaschutzprojekte mit besonderer Strahlkraft und besonders hohem Innovations-Niveau wurden und werden vom Land NRW als „Innovationsprojekt Klimschutz“ ausgezeichnet.

Projekte des Monats
Wenn es um Klimaschutz und erneuerbare Energien geht, sind Kommunen, Unternehmen und Bürger in NRW sehr aktiv. Eine Experten-Jury der EnergieAgentur.NRW kürt jeden Monat ein besonderes Klimaschutzprojekt und stellt dieses auf der Website vor.

Projekte aus Kommunen und Unternehmen
Die EnergieAgentur.NRW identifiziert im Zuge ihrer Arbeit für Nordrhein-Westfalen immer wieder vorbildliche Good-Practice Projekte. Die Experten der EnergieAgentur.NRW stehen nahezu täglich in Kontakt Akteuren aus Kommunen, Unternehmen, Ingenieur- oder Architektenbüros und vielen anderen Bereichen.
Ein Teil der Projekte aus dem kommunalen Bereich entstammen dem Projekt „KommEN NRW“, einem Projekt der EnergieAgentur.NRW von Kommunen für Kommunen. Die dargestellten Projekte werden von den Kommunen selbst dargestellt.

Rückschau

Von September 2016 bis März 2019 wurde das EFRE-geförderte Projekt „Zwischenpräsentation der KlimaExpo.NRW – die MitmachExpo“ durchgeführt.

Bochum, Nordrhein-Westfalen - 2016

AKAFÖ Bochum: Zu gut für die Tonne

Innovationsprojekt Klimaschutz

Eine Großgastronomie, die bemüht ist, nicht nur gutes sondern auch günstiges Essen anzubieten, achtet ohnehin auf den effizienten Umgang mit Lebensmitteln. Wenn es dann wie beim Akademischen Förderungswerk (AKAFÖ) Bochum in vier Hochschulmensen gelingt, die Lebensmittelabfälle gleich um 25 Prozent zu reduzieren, ist das schon etwas Besonderes.

1,2 Millionen Tonnen Küchen- und Kantinenabfälle fallen jedes Jahr allein in NRW an. Da lohnt es sich schon, einmal genauer hinzuschauen, wo sich das Wegwerfen von Lebensmitteln vermeiden lässt. In Bochum hat sich eine Arbeitsgruppe mit Mitarbeitern aus allen Bereichen der Gastronomie – vom Warenlager bis zur Ausgabe – auf die Suche nach Möglichkeiten gemacht.
Zusammengekommen sind Maßnahmen, die in der Summe das Abfallaufkommen um fast 15 Kubikmeter pro Monat reduzieren.

Motivation und Beteiligung als Erfolgsfaktoren
Dabei zeigte sich vor allem eins: es braucht nicht die großen technischen Lösungen oder dramatische Angebotsveränderungen. Mit einem klaren Bekenntnis der Leitung und durch die koordinierende Arbeitsgruppe lassen sich die Mitarbeiter motivieren und umfassend einbinden. Als Experten für ihren Bereich decken sie Potenziale auf und entwickeln Lösungen.

Nun gibt es vergünstigte Preise kurz vor Schließung oder für Speisen vom Vortag und eine bessere Vernetzung der Standorte untereinander, um Lebensmittel effizienter zwischen Standorten austauschen zu können. Es sind aber vor allem die vielen kleinen Vorschläge und Ideen der Mitarbeiter zum ressourcenschonenden Verhalten, die zum Klimaschutz beim AKAFÖ beitragen. So reduzieren z. B. kleinere Behälter außerhalb der Stoßzeiten die Menge der Ware im Umlauf und damit der potenziellen Abfälle. Dabei geht es längst nicht mehr ausschließlich um Lebensmittel, auch der Energieverschwendung ist man auf der Spur. So werden zum Beispiel Getränkeautomaten bei Nichtnutzung ausgeschaltet.

Signalwirkung
Der Campus der Ruhr-Uni Bochum ist mit mehr als 60.000 Menschen, die sich täglich dort aufhalten, eine Kleinstadt. Eine so zentrale Einrichtung wie das Akademische Förderungswerk und ihr Flaggschiff, die Mensa, werden sehr genau wahrgenommen und strahlen so mit der Kommunikation ihrer Klimaschutzbemühungen in die Gesellschaft hinein. Darüber hinaus nimmt das AKAFÖ nun auch an dem Programm ÖKOPROFIT teil, dem Einstieg in ein umfassendes Umweltmanagement.

Veröffentlichung

Stand: 2016

Standort

Kreis: kreisfrei
Region: Metropolregion Rhein-Ruhr
Reg.-Bez.: Arnsberg

Kontakt

AKAFÖ - Akademisches Förderungswerk
Ezzedine Zerria
Tel.: 0234 3336324
E-Mail
E-Mail: ezzedine.zerria@akafoe.de

Partner und Förderer

Partner:
  • AKAFÖ

Foto: AKAFö

„Die Globalisierung hat unsere Welt in einer Schieflage geführt. Mit mehr Nachhaltigkeit, fairem Handeln und ökologischem Denken könnte die menschliche Gemeinschaft auf dieser Erde jetzt und in der Zukunft besser miteinander leben.“

Ezzedine Zerria, Leitung Gastronomie