Geothermie

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Das Wort „Geothermie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet Erdwärme. Die geothermische Energie ist die in Form von Wärme gespeicherte Energie unterhalb der Oberfläche der festen Erde. Ihre Verwendung als Strom- und Wärmelieferant zählt zu den erneuerbaren Energien. Der Wärmeinhalt der Erde würde unseren heutigen Weltenergiebedarf für 30 Millionen Jahre decken. Das heißt, die in der Erde gespeicherten Energievorräte sind so unerschöpflich wie die der Sonne.

Die Energie, die mithilfe der Geothermie gewonnen wird, hat viele Vorteile: Sie ist weder von klimatischen Bedingungen noch von den tages- und jahreszeitlichen Schwankungen abhängig und damit grundlastfähig. Sie ist zuverlässig und verfügbar, wenn eine entsprechende Energienachfrage gegeben ist. Zudem haben geothermische Anlagen zur Wärme beziehungsweise Stromerzeugung einen geringen oberirdischen Platzbedarf, sodass diese sich gut in das Landschafts- oder Stadtbild integrieren lassen.

Das Thema Wärme aus Geothermie gewinnt in Nordrhein- Westfalen zunehmend an Bedeutung. Rund 150.000 Wärmepumpen sorgen im Bundesland inzwischen für umweltfreundliche Wärmeerzeugung, von denen ca. 56.400 die Erdwärme als Energiequelle nutzen.  

Mehr als die Hälfte des Wärmebedarfs in NRW kann durch die Nutzung von oberflächennaher Erdwärme gedeckt werden. Nach Berechnungen des Landesumweltamtes, das eine landesweite Potenzialstudie erstellt hat beträgt das Potenzial zur Nutzung von oberflächennaher Geotermie in NRW knapp 154 Terawattstunden pro Jahr  (TWh/a). Damit könnte ca. 57 Prozent des jährlich anfallenden Wärmebedarfs gedeckt werden. Die Studie zeigt auf, dass die klimafreundliche Nutzung von Geothermie in Nordrhein-Westfalen noch nicht ausgeschöpft ist und NRW sehr gute Voraussetzungen für die Nutzung von oberflächennaher Geothermie besitzt

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat im Auftrag des NRW Wirtschafts- und Digitalministeriums in der Potenzialstudie "Warmes Grubenwasser" untersuchen lassen, welche energetischen Wärmepotenziale im Grubenwasser in NRW vorhanden sind. So könnte beispielsweise allein in den Regionen des Steinkohlebergbaus über das warme Grubenwasser, das über Wasserhaltungsstandorte oder zugängliche Schächte genutzt werden kann, eine Wärmemenge von rund 1.300 Gigawattstunden pro Jahr im Referenzjahr 2035 für die zukünftige Wärmeversorgung in NRW zur Verfügung gestellt werden. Dies entspricht dem Wärmebedarf von circa 75.000 Einfamilienhäusern.

Herr Sven Kersten
Themengebiet Geothermie, Leiter Wärmepumpen-Marktplatz NRW
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0211 8664218
Mobil: 0160 97281056
kersten@energieagentur.nrw

Herr Leonhard Thien
Themengebietsleiter Geothermie
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0234 3210715
thien@energieagentur.nrw

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.