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Fensterlüftung
Foto: iStock, airn

Information

Luftdichte Bauweise

Eine luftdichte Bauweise hat viele Vorteile. Sie verhindert, dass kalte Außenluft unkontrolliert über Fugen in Gebäude eindringt und warme Raumluft ungewollt ausströmt. Undichte Fensterfugen und Leckagen in Dächern und Wänden führen nicht mehr zu unangenehmen Zugerscheinungen und vermeidbaren Energieverlusten.

Zudem verhindert die luftdichte Bauweise, dass feuchtwarme Raumluft in gedämmte Bauteile eindringt. Denn dann besteht die Gefahr, dass die feuchte Luft innerhalb der Konstruktionen abkühlt und der überschüssige Wasserdampf bei einer Unterschreitung des Taupunktes kondensiert und zu Feuchteschäden führt.

Schema Dachaufbau

Detailansicht

Bei dem dargestellten Dachaufbau wird das Eindringen von feuchter, warmer Raumluft durch eine „Dampfbremsfolie“  (rot-weiße Linie) bewusst gedrosselt, so dass nur geringe, unschädliche Wasserdampfmengen in das Bauteil gelangen (Dampfdiffusion, gestrichelter blauer Pfeil, rechts).
    
Wenn die Raumluft allerdings über eine Undichtigkeit ungehindert in das Bauteil strömt, werden große Feuchtemengen freigesetzt, die zu massiven Bauschäden führen können (Durchströmung, links).

Feuchtschaeden in der Dachdaemmung

Die Abbildung rechts zeigt einen solchen Schaden in einer Dachschräge mit verschimmelter Mineralwolle.
   
Eine luftdichte Bauweise wird für Neubauten in der Energieeinsparverordnung (EnEV) gesetzlich gefordert. Die Einhaltung der Grenzwerte kann mit einem Luftdichtheits-Test (Blower-Door) nachgewiesen werden.
  
Weitere Informationen zur Blower-Door:

Dipl.-Ing. (FH) Joachim Decker, M. Eng.
Themengebiet Wärme, Gebäude
EnergieAgentur.NRW
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