Gebäude » Energieeffiziente Nichtwohngebäude in NRW

Mit dem Auszeichnungsverfahren soll der Bekanntheitsgrad energieeffizienter Nichtwohngebäude erhöht werden.
Foto: HeuerFaust Architekten

Information

Monitoring

Bei innovativen Technologien im Gebäudesektor kommt dem Monitoring eine große Bedeutung zu. Um Erkenntnisse zu gewinnen, wie sich die Planungen in der Praxis bewähren, sollten Planwerte immer mit den gemessenen Verbräuchen abgeglichen werden. Ein energetisches Monitoring ermöglicht darüber hinaus die Beseitigung potenzieller Fehlerquellen und unterstützt eine Betriebsoptimierung, die gerade in den ersten Nutzungsjahren häufig erforderlich sind.

Förderung

Im Rahmen des Projektes „Energieeffiziente Nichtwohngebäude in NRW“ wird das Energie-Monitoring von ausgewählten Nichtwohngebäuden finanziell unterstützt. Die Förderung erfolgt aus dem laufenden Programm progres.nrw - Markteinführung. Die Förderquote beträgt maximal 70 %.

Gefördert werden können:

  • Umsetzungskonzept
  • Projektsteuerung / -betreuung
  • Investitionen wie z. B.
    - Messrelevante Hardware: Messgeräte, Zähler, Fühler, Sensoren etc.
    - Software für Monitoring
    - Installation/Einbau und Inbetriebnahme der Hardware
    - Messstellenbetrieb und Messdienstleistung

Inhalte des Energie-Monitorings

Im Rahmen des gewünschten Monitorings sollten die haustechnischen Anlagen zwei Jahre lang durch die systematische Aufzeichnung von Messdaten überwacht werden, um die IST-Werte des Gebäudes mit den geplanten SOLL-Werten zu vergleichen, Optimierungspotenziale aufzudecken und den optimalen Betrieb sicherzustellen. Nach einem Zeitraum von 10 bis 14 Monaten kann eine Nachjustierung der Anlagentechnik erfolgen, wenn nicht eine solche Optimierung laufend anhand der Messergebnisse erfolgt. Ein Konzept zur Aufzeichnung der Messdaten kann folgende Punkte beinhalten (Auszug aus dem Leitfaden für das Monitoring im BMUB-Projekt „Bildungsbaumodellprojekte Effizienzhaus Plus“):

  • Gesamt-Endenergiezufuhr: Die Gesamt-Endenergiezufuhr je Energieträger soll aufgenommen werden.
  • Endenergiebezug jedes Erzeugers: Es sollen alle Endenergieströme erfasst werden, die einem Erzeuger zugeführt werden.
  • „Nach“ jedem Erzeuger: Es sollen alle Energieströme erfasst werden, die von den jeweiligen Erzeugern geliefert werden.
  • Bei „Abzweigungen“ zu verschiedenen Energiedienstleistungen: Wird ein Energiestrom dazu verwendet verschiedene Energiedienstleistungen zu versorgen, so sollte am jeweiligen „Abzweig“ mindestens einer der Ströme gemessen werden (zur Kontrolle ist auch die Erfassung aller Energieströme zu empfehlen).
  • "Vor" und "Nach" Brauchwasser- und Heizungspufferspeichern: Für die Ermittlung der Speicherverluste ist die Erfassung der Energieströme am Speichereingang und -ausgang notwendig.
  • Zirkulationsverluste: Die vom Brauchwasserspeicher entnommene Energie setzt sich aus Brauchwasser-Nutzwärme und Zirkulationsverlusten zusammen. Diese Anteile sind getrennt zu erfassen.
  • Stromverbräuche sonstiger Verbrauchsgruppen: Die Hauptverbrauchsgruppen der elektrischen Verbraucher sollen getrennt erfasst werden (Beleuchtung, Lüftung, Klimatisierung, Hilfsenergie, etc.)
  • Erfassung des Außenklimas: Aufzeichnung von Globalstrahlung, Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit.

Notwendige Bestandteile des Monitorings:

  • Ermittlung der Emissionen als CO2-Äquivalente auf Grundlage des GEG (Emissionsfaktoren kg CO2-Äquivalent pro kWh - Entwurf 2018)
  • Nach 12 Monaten ist ein Zwischenbericht inkl. Nennung möglicher  Optimierungsmaßnahmen zu erstellen.
  • Nach  24 Monaten ist ein Abschlussbericht inkl. Nennung möglicher Optimierungsmaßnahmen zu erstellen, der die wesentlichen Ergebnisse des Monitorings und auch nach Möglichkeit eine Aussage zur Nutzerzufriedenheit enthält.

Ablauf

Grafik: EnergieAgentur.NRW
Grafik: EnergieAgentur.NRW

Herr Andreas Gries
Leiter Netzwerk Energieeffizientes und solares Bauen
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0211 8664217
gries@energieagentur.nrw

Frau Sirin Tezcan
Netzwerk Energieeffizientes und solares Bauen
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0211 86642166
tezcan@energieagentur.nrw

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.