Gebäude » Energieeffiziente Nichtwohngebäude in NRW

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Ausgezeichnete Projekte in NRW | Bürogebäude

Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lemgo

Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lemgo.
Foto: EnergieAgentur.NRW
Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lemgo.
Foto: EnergieAgentur.NRW
Das zertifizierte Passivhaus-Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lemgo wurde als Erweiterungsbau der historischen Verwaltungshalle mit der dahinter liegenden Maschinenhalle errichtet.

Die konditionierte Nettogrundfläche beträgt 2.238 m²

Die Grundrisse des dreistöckigen Gebäudes sind so organisiert, dass die Büroräume außen und die Funktionskerne mit Aufzug, WC-Anlagen, Teeküchen und Technikschächten innen liegen. In den beiden Obergeschossen sind zusätzlich Besprechungsräume angeordnet. Das Gebäude ist barrierefrei konzipiert.

Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lemgo.
Foto: EnergieAgentur.NRW
Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lemgo.
Foto: EnergieAgentur.NRW
Die energetisch hochwertige Gebäudehülle ist in Massivbauweise (Stahlbeton und Porenbeton) mit Außendämmung (Fassade, Dach, Bodenplatte) errichtet und setzt sich wie folgt zusammen:

U-Wert Außenwand = 0,19 W/m²K
U-Wert Bodenplatte = 0,17 W/m²K
U-Wert Dach = 0,09 W/m²K

Die festverglaste Pfosten-Riegel Konstruktion ist passivhauszertifiziert und mit Dreifachverglasung und schmalen zu öffnenden Fensterelementen ausgeführt (U-Wert 0,91 W/m²K).

Ein außenliegender, nach Sonnenstand gesteuerter Sonnenschutz komplettiert die Fassadenkonstruktion.

Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lemgo.
Foto: EnergieAgentur.NRW
Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lemgo.
Foto: EnergieAgentur.NRW
Haus- und Energietechnik

Das Gebäude wird primär über Zuluft der zentralen Lüftungsanlage beheizt. Die Lüftungsanlage hat einen hohen Wärme- und Feuchterückgewinnungsgrad und ist dadurch äußerst effizient.

Der restliche Heizwärmebedarf wird von einer Niedertemperaturheizung über Betonkernaktivierung gedeckt. Die Heizwärmeversorgung erfolgt über das Fernwärmenetz der Stadtwerke Lemgo. Die Kühlung des Gebäudes erfolgt geothermisch ebenfalls über Betonkernaktivierung. Dazu wurden 10 Erdwärmesonden à 99 m eingebracht. Die Möglichkeit der zonenweisen Regulierung von Beheizung und Kühlung ist gegeben.

Warmwasser wird zentral mittels Fernwärme aufbereitet.

Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lemgo.
Foto: EnergieAgentur.NRW
Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lemgo.
Foto: EnergieAgentur.NRW
Die Steuerung der künstlichen Beleuchtung erfolgt präsenzabhängig. Darüber hinaus stellt eine tageslichtabhängige Regelung, als Summe aus Tageslicht und geregeltem künstlichen Licht, ein konstantes Beleuchtungsniveau sicher und trägt somit zum visuellen Komfort bei.

Der durch eine ca. 26 kWp Photovoltaik-Anlage selbsterzeugte Solarstrom wird vollständig in das Stromnetz eingespeist.

Standort
Lemgo
Projektmerkmale
Beheizte/gekühlte Nettogrundfläche: 2.238 m²
Neubau, Fertigstellung 2011
Projektbeteiligte
Bauherr: Stadtwerke Lemgo
Architekt: habermann.decker architekten, Lemgo
Energieplaner: IBN Passivhaus-Technik, Köln
Ingenieurbüro Nolting, Kalletal
Nutzer: Stadtwerke Lemgo GmbH, Sparkasse Lemgo

Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lemgo.
Foto: EnergieAgentur.NRW
Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lemgo.
Foto: EnergieAgentur.NRW
Nachhaltigkeit

Um über die Ressourcen- und Kosteneffizienz hinaus den Ansatz einer umfassenden Nachhaltigkeit zu unterstützen und den Nutzerkomfort zu erhöhen, wurden bei diesem Projekt folgende Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit umgesetzt:

Themenfeld ökologische Qualität:

  • Nutzung von erneuerbaren Energien zur Wärme- und Kältebereitstellung
  • Durchführung von Luftdichtheitsmessung

Themenfeld ökonomische Qualität:

  • Durchführung von Lebenszykluskostenberechnungen
  • Systematische, gewerkeübergreifende Inbetriebnahme der technischen Anlagen

Themenfeld soziokulturelle und funktionelle Qualität:

  • Untersuchung von thermischem und visuellem Komfort durch Berechnungen
  • Durchführung eines Architektenwettbewerbs

Tabellen Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Lemgo

Anlagentechnik
Heizung Fernwärme. Die Verteilung der Heizwärme erfolgt über thermoaktive Betondecken und über die Lüftungsanlage
Warmwasser Zentral mit Fernwärme
Eingebaute Beleuchtung Konstantlichtregelung mit präzensabhängiger Steuerung
Lüftung Kontrollierte Raumlüftung mit Wärme- und Feuchterückgewinnung
Kühlung Kühlung erfolgt geothermisch mit Erdwärmesonden über thermoaktive Betondecken.
Erneuerbare Energien Photovoltaik-Anlage mit ca. 26 kWp-Leistung
Gebäudehülle, mittlere U-Werte, —U (W/m2K)
Opake Außenbauteile Transparente Außenbauteile Vorhangfassade Glasdächer, Lichtbänder, Lichtkuppeln
0,15 0,90 - 1,15
Gesamt-Treibhausgasemissionen
CO2-Äquiv. kg/m2a
13,43

Dipl.-Ing. Andreas Gries
Leiter Themengebiet Wärme, Gebäude / Leiter Netzwerk Energieeffizientes und solares Bauen
EnergieAgentur.NRW
0211 8664217
gries@energieagentur.nrw

Dipl.-Ing. Sirin Tezcan
Senior-Expertin Themengebiet Wärme, Gebäude
EnergieAgentur.NRW
0211 86642166
tezcan@energieagentur.nrw
XING

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.

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