Finanzierungs- & Geschäftsmodelle » Stromvermarktung und Prosumer

Information

Regionalstrom

Die regionale Vermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien ist ein Weg der Stromverwendung, der akzeptanzfördernd wirken kann. Von 2009 bis 2014 bot das Grünstromprivileg im EEG einen Anreiz, Strom aus erneuerbaren Energien ohne EEG-Zahlungen zu vermarkten. Zwar erhielten die unter dem Privileg gehandelten Strommengen nicht die EEG-Einspeisevergütung, aber durch die teilweise Befreiung von der EEG-Umlage ergab sich ein kleiner wirtschaftlicher Spielraum. Mit dem EEG 2014 wurde das Grünstromprivileg abgeschafft. Anlagenbetreiber, die ihren Strom regional vertreiben möchten, haben weiterhin die Möglichkeit, dies zu tun und auch offen zu kommunizieren. Voraussetzung ist allerdings, dass für die Strommengen keine EEG-Vergütung gezahlt wird. Der Strompreis wird im Zuge der Sonstigen Direktvermarktung individuell zwischen den Vertragsparteien ausgehandelt. Mit dem Wegfall des Grünstromprivilegs besteht allerdings keine Möglichkeit mehr, für Strommengen, die nicht unter die Eigenversorgung fallen, die EEG-Umlage einzusparen. Da unter Regionalstrom üblicherweise eine Vermarktungsform zu verstehen ist, bei der der Strom durch das Netz der allgemeinen Versorger geleitet wird, fallen auch alle netznutzungsgebundenen Entgelte und Abgaben an. Die Stromsteuer kann nur in Ausnahmefällen, bei Anlagen bis zwei Megawatt installierter Leistung und Verbrauch des Stroms in räumlichem Zusammenhang mit der Anlage, eingespart werden. Mit dem EEG 2017 wird die regionale Grünstromkennzeichnung eingeführt. Mit diesem Kennzeichnungssystem soll es zukünftig auch möglich sein, Strom, der über die EEG-Marktprämie vergütet wird, als Regionalstrom zu vertreiben.

Weiterführende Informationen und Tools:

Dipl.-Kauffrau (FH) Lisa Conrads
Finanzierungs- und Geschäftsmodelle
EnergieAgentur.NRW
0211 86642278
conrads@energieagentur.nrw
XING

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.