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Projektbeispiel

Regionalverkehr Köln (RVK): „Null Emission“ – Der Einsatz von Brennstoffzellen-Hybridbussen im öffentlichen Personennahverkehr

Brennstoffzellen-Hybridbus.
Foto: Regionalverkehr Köln GmbH
Brennstoffzellen-Hybridbus.
Foto: Regionalverkehr Köln GmbH
Die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) setzte bereits 2011 zwei Bus-Prototypen mit der Brennstoffzellen-Technologie im Linienverkehr ein und sammelte dabei wertvolle Erfahrungen, die zu der Beschaffung weiterer Busse führten. Die Brennstoffzellen-Hybridbusse zeigen sich als absolut konkurrenzfähig im Vergleich zu herkömmlichen Bussen. Ziel dieses langfristig angelegten Projektes ist es, die gesamte Busflotte auf umweltfreundliche Antriebe umzustellen.

Mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen-Hybridbusse gehören zu den umweltfreundlichsten Fahrzeugen im öffentlichen Nahverkehr. Sie stoßen keinerlei schädliche Emissionen aus und sind sehr viel leiser als herkömmliche Busse.

Als regionales und kommunales Verkehrsunternehmen erbringt die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) Verkehrsleistungen im Großraum Köln/Bonn und verbindet dadurch den urbanen mit dem ländlichen Raum. Die Region leidet, wie viele andere Regionen, unter großen Verkehrs- und Umweltbelastungen. Die RVK hat sich deshalb sehr frühzeitig mit alternativen Antriebsformen beschäftigt und sich für den Einsatz von Brennstoffzellen-Hybridbussen entschieden. Dabei waren folgende Faktoren ausschlaggebend:

  •  Hohe Verfügbarkeit von industriell produziertem Wasserstoff (Nebenproduktwasserstoff) in der Region
  •  Schnelle Betankungszeit (unter 10 Minuten pro Bus)
  •  Reichweite von ca. 300 km (ideal für den Einsatz auf langen Umläufen, wie sie gerade im ländlichen Raum mit seiner entsprechenden Topographie zu finden sind)
  •  Zuverlässigkeit/Verfügbarkeit der Fahrzeuge

2014 wurden die beiden Prototypen (Phileas) ergänzt durch zwei neue Busse (A330 FC) von der Firma van Hool. Diese weisen eine absolute konkurrenzfähige Leistung zu herkömmlichen Dieselbussen auf. Basierend auf diesen Erfahrungen hat die RVK deshalb Anfang Februar 2018 die europaweit größte Bestellung von Brennstoffzellen-Hybridbussen bei dem belgischen Hersteller van Hool ausgelöst! Ab Sommer 2019 werden 30 Busse sukzessive an das Verkehrsunternehmen ausgeliefert. Für den Betrieb der Fahrzeuge wird die RVK zwei zusätzliche Wasserstoff-Tankstellen errichten. Eine auf ihrem Betriebsgelände in Meckenheim (Rhein-Sieg-Kreis), eine in Wermelskirchen (Rheinisch-Bergischer Kreis).

Mit der Inbetriebnahme der neuen Busse wird das Unter nehmen im Laufe des Jahres 2020 über eine der größten emissionsfreien Busflotten Europas verfügen.    Die Beschaffung der 30 Brennstoffzellen-Hybridbusse und die Errichtung der beiden dafür notwendigen Wasserstoff-Tankstellen wird im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit 7,4 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird durch die NOW Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie koordiniert. Darüber hinaus gibt es eine weitere Förderung von der FCH JU in Höhe von 5,6 Mio. Euro im Zuge des EU-Projektes JIVE.

Stella Poelzig
Stv. Leiterin Themengebiet Energiewirtschaft
EnergieAgentur.NRW
0211 86642428
poelzig@energieagentur.nrw
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Thomas Schmalen

Regionalverkehr Köln GmbH (RVK)
02211 637709
thomas.schmalen@rvk.de

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