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Programm online: Jahrestagung ErneuerbareEnergien.NRW 2020

Becker GmbH aus Dülmen ist jetzt „Innovationsprojekt Klimaschutz“

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Information

Nutzen von Energiedienstleistungen

Zeit, Risiko und Kosten sparen mit Energiedienstleistungen

Die wirtschaftlichen Mehrwerte durch Energieeffizienzmaßnahmen entstehen erst über die Jahre der Nutzungsdauer der technischen Anlagen. Zunächst führt die Erneuerung der Technik jedoch zu zusätzlichem Personalaufwand und Einmalkosten für Investitionen. Die Energieeffizienz-Mehrwerte sind nicht immer mit Kennziffern klar abgrenzbar und gehen somit auch nicht vollständig in wirtschaftliche Entscheidungen der Unternehmer ein. Darüber hinaus  nehmen die Projektentwicklungs- und Investitionskosten sofort real Eingang in die Unternehmensrechnung, während die Höhe der Kostenreduktion in der Zukunft liegt und unsicher scheint. Die positiven Nebeneffekte beim Risiko- und Projektmanagement durch die Auslagerung an spezialisierte Dienstleister werden in Entscheidungsprozessen oft vernachlässigt.

Zudem entstehen die direkten Vorteile aus erneuerter Anlagentechnik, z. B. höhere Produktivität und höherer Komfort, beim Nutzer und nicht beim Investor. Das sogenannte „Investor-Nutzer-Dilemma“ ist relevant, wenn es sich beim Investor und Nutzer, um unterschiedliche Gesellschaften handelt, die eigentumsrechtlich getrennt sind. Zusätzlich hängt der Erfolg von komplexen Effizienzmaßnahmen zum Großteil auch von der richtigen Planung und Erfahrungen mit der Projektumsetzung ab. Energiedienstleistungen sollen helfen, diese Probleme im Zusammenhang mit Energieeffizienz zu lösen.

Die Kernidee von Energiedienstleistungen ist, dass Kunden direkt das gewünschte Energieendprodukt einkaufen können (z. B. Nutzwärme), anstatt Erdgas vom Versorger zu beziehen und selbst daraus Nutzwärme zu wandeln. Stattdessen trägt der Dienstleister die wirtschaftliche Verantwortung für die energieeffiziente Bereitstellung und je nach Modell auch für die abgeleitete Kostenersparnis. Ein Kernelement ist zudem die Kostentransformation: weg von hohen Anfangsinvestitionen durch das Unternehmen, hin zu jährlichen Dienstleistungsraten.

Unabhängig vom Umsetzungsmodell geht jede Technikerneuerung mit bestimmten Projektschritten einher, die unter die Oberpunkte Planung, Finanzierung, Umsetzung, Betriebsführung, Instandhaltung, Controlling und Optimierung subsummiert werden können. Das Vorgehen entspricht im Wesentlichen dem „Plan-Do-Check-Act-Kreislauf“ aus dem Projekt-Management und dient der Sicherstellung des kontinuierlichen Projekterfolgs. Ausgehend von der Identifikation des eigenen (Energie-)Bedarfs sollte sich jedes Unternehmen ehrlich hinterfragen, welche Form der Umsetzung am sinnvollsten ist. Es gibt drei Projekt-Umsetzungswege:

1. Die Eigenbesorgung – Welche Technik hilft mir? Kann ich das Projekt selbst optimal umsetzen?

Hierbei werden alle wesentlichen Projektschritte vom Unternehmen selbst durchgeführt. Alle Details müssen gut verstanden werden, um ein gutes Projektergebnis zu erzielen. Auch die passende technische Lösung muss das Unternehmen selbst suchen und finden.

2. Die Einzelbeauftragung – Habe ich genügend Zeit und Marktkenntnis zur Projektkoordination mehrerer Auftragnehmer?  

Hier koordiniert das Unternehmen selbst verschiedene Auftragnehmer für die einzelnen Projektschritte. Auch hier ist die eigene Definition der technischen Lösung wichtig und eine sehr gutes Projektmanagement zur Abstimmung der Aufgaben notwendig, um Reibungsverluste zwischen den einzelnen Unterauftragnehmern zu minimieren.

3. Die Energiedienstleistung – Welche spezifischen Bedarfe soll die technische Lösung abdecken? Welches Projektziel will ich erreichen?

Als „All-inclusive-Lösung“ übernehmen Energiedienstleister die gesamte Projektkoordination und entweder alle oder die Mehrheit der Projektaufgaben für das Unternehmen.Im Gegensatz zu den beiden anderen Projektumsetzungsarten kommt es bei der Energiedienstleistung auf die möglichst genaue Definition des Bedarfs und der Projektziele an. Die Suche nach der technischen Lösung kann dem Energiedienstleister mit seinem Spezialwissen überlassen werden.

Entscheidung:

Durch die Auslagerung des Projektmanagements an den Energiedienstleister kann das Unternehmen wesentliche Projektrisiken im Zusammenhang mit dem Anlagenbetrieb auf den Energiedienstleister übertragen. Die Projektrisiken unterteilen sich im Wesentlichen in:

  • wirtschaftliche Risiken, z. B. Preissteigerungen bei Brennstoffen oder bei den Plan- und Installationskosten
  • Finanzierungs-Risiken, z. B. erhöhte Zinssätze, Auftragnehmer-Solvenz
  • Projektrisiken, z. B. Verzögerung bei Anlagenerrichtung oder zuvor notwendiger Umbau im Betrieb
  • technische Risiken, z. B. fehlerhafte Systemauslegung, Technikausfall oder geringere Anlagen-Lebensdauer, geringere technische Leistung gegenüber dem Plan
  • Betriebsrisiken, z. B. Funktionstüchtigkeit und Geräteabnutzung, Störeinsätze, Gewährleistungs-Management
  • Mess-Risiken, z. B. Messfehler, Fehler bei energetischer Bewertung und Messkonzept.
Welche Risiken trägt der Energiedienstleister?
  Liefer-Contracting Einspar-Contracting Finanzierungs-Contracting Technisches Anlagen-Management
Wirtschaftliche Risiken viele viele wenige keine
Finanzierungs-Risiken mehrere mehrere mehrere nur eines
Projektrisiken mehrere mehrere wenige keine
Technische Risiken alle alle einige keine
Betriebliche Risiken alle alle nur eines die meisten
Mess- und Nachweisrisiken alle die meisten keine keine

 

Daniel Scheffen
Energieanwendungen, Klimaschutz in Industrie und Gewerbe
EnergieAgentur.NRW
0202 24552152
scheffen@energieagentur.nrw
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Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.

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