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Energiemanagement

Organisation

Foto: Fotolia.de, blende11.photo
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Die bisherigen Erläuterungen zeigen schon, dass es sich bei den Aufgaben des Energiemanagements nicht wirklich um „neue Tätigkeiten“ handelt. Neu ist vielmehr, dass diese Tätigkeiten an einer Stelle gebündelt werden. Ein typisches Beispiel für das Optimierungspotenzial des Energiemanagements sind Wärmelieferverträge. Fester Bestandteil der Rechnung ist in der Regel eine Leistungspreiskomponente, mit der sich der Wärmelieferant die vorzuhaltende Heizleistung bezahlen lässt. Inwieweit diese dem Gebäude aber noch angemessen ist, kann die Kämmerei sehr oft nicht beurteilen. Diese Aufgabe kann hingegen das Gebäudemanagement erbringen. Hier ist bekannt, ob in letzter Zeit Sanierungen am Gebäude durchgeführt wurden und sich hierdurch ggf. diese bestellte Leistung reduzieren lässt. Diese und viele andere Aufgaben können im Energiemanagement zusammengeführt werden.

Beteiligung von Akteuren

Die Betonung beim kommunalen Energiemanagement liegt auf dem Management: Der zentrale Punkt ist die reibungsarme Koordination der verschiedensten Aktivitäten. Dies erfordert ein hohes Maß an Teamfähigkeit der Beteiligten und setzt eine entsprechende Organisationsform voraus, in der alle notwendigen Informationen und Kompetenzen bei einer Person bzw. bei größeren Kommunen in einer Abteilung gebündelt werden.

Strukturen schaffen und Kompetenzen bündeln

Zu Beginn ist die Einsetzung eines ämterübergreifenden Arbeitskreises oder „Runden Tischs“ von Vorteil, der die weiteren Schritte vorbereitet und begleitet. In diesen Arbeitskreis gehören Vertreter aus den Bereichen Hochbau, Liegenschaften, Umwelt, Organisation, Finanzen, Schulen sowie Personalvertretung. Damit sind die Kompetenzen aller Bereiche eingebunden und das Verfahren ist transparent. Für die erforderliche Rückendeckung „von oben“ sollte ein Beschluss der Verwaltungsspitze - möglichst gemeinsam mit der Politik - initiiert werden, In diesem Beschluss sind die Eckpunkte für das Energiemanagement wie Zielsetzung und Aufgaben fixiert und ebenso die Ämter benannt, die im Arbeitskreis mitwirken.

Nutzer einbinden

Ebenso gilt es die Nutzer der Gebäude in das Energiemanagement einzubinden. Technische Maßnahmen werden nur dann ihre volle Wirkung entfalten können, wenn die Gebäudenutzer generell bereit sind einen Beitrag zum Energiesparen zu leisten und beispielsweise neue Bedienelemente auch zielgerichtet verwenden. Dienstanweisungen zum Energieverbrauch werden nur dann auf Akzeptanz stoßen, wenn sie im Vorfeld erläutert und mit den Betroffenen abgestimmt werden. Insbesondere bei Schulen haben sich Programme zur Energieeinsparung durch geändertes Nutzerverhalten bundesweit bereits vielfach bewährt. In den meisten Fällen konnten Kosteneinsparungen zwischen 5 und 15 % realisiert werden. Auch für Verwaltungsgebäude gibt es entsprechende Kampagnen.

Priorisierung von Maßnahmen

Der größte Effekt wird zumeist durch die umfassende Modernisierung bzw. Sanierung technischer und baulicher Anlagen erreicht. Da solche Maßnahmen in der Regel hohe Investitionen erfordern, sollten sie besonders gründlich vorbereitet werden. Die schrittweise Erstellung von Grob- und Detaildiagnosen für einzelne Gebäude bildet die Basis für die Aufstellung einer Prioritätenliste. Im Abgleich mit Sanierungsmaßnahmen, die unter technischen bzw. baulichen Gesichtspunkten fällig sind, entsteht daraus ein kurz-, mittel- und langfristiger Investitionsplan, der eine zielgerichtete und effiziente Verwendung der verfügbaren Haushaltsmittel sicherstellt.

Die Betriebstechnik hat die bestmögliche Ausnutzung der vorhandenen Anlagen zum Ziel. Oft kann schon durch einfache Maßnahmen wie beispielsweise die Optimierung der Regelungseinstellungen, Nacht- und Wochenendabsenkung oder das Abschalten der Heizung in den Ferien eine deutliche Einsparung erzielt werden. Besonders wichtig ist hier das Zusammenspiel der Hausmeister mit den Nutzern: So kann beispielsweise eine moderne Einzelraumregelung nur dann optimal arbeiten, wenn Änderungen in der Raumbelegung rechtzeitig bekannt sind und kurzfristig einprogrammiert werden.

Berichterstattung

Nicht zu unterschätzen ist die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit durch ihre Multiplikator- und Motivationswirkung. Die Veröffentlichung eines regelmäßigen Energieberichts - möglichst mit Kurzfassung - sollte ebenso selbstverständlich sein, wie regelmäßige Pressemeldungen und Kurzmitteilungen für Politik und Verwaltung.

Dipl.-Ing. Christian Dahm
Energieanwendung, Klimaschutz in Kommunen und Regionen
EnergieAgentur.NRW
0202 2455243
dahm@energieagentur.nrw

Dipl.-Ing. Heinz-Jürgen Schütz
Energieanwendung, Klimaschutz in Kommunen und Regionen
EnergieAgentur.NRW
0202 2455232
schuetz@energieagentur.nrw

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.

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