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Integrale Planung: Große Brocken anpacken

Die Sanierung von Gebäuden gehört zum kommunalen Alltag. Gebäude müssen gepflegt und unterhalten werden. Nur selten steht dabei die Energieeinsparung im Fokus. Zumeist wird „nur“ das notwendige gemacht. Genau hier ist ein wichtiger Ansatzpunkt: Wenn die Energieeffizienz schon bei den ersten planerischen Überlegungen für ohnehin anstehende Baumaßnahmen aller Art mitberücksichtigt wird, kann es gelingen das Optimum herauszuholen.

Erfolgreich umgesetzte Projekte mit einer solchen integralen Planung zeigen, dass Energieeffizienz oft nicht mehr Geld kosten muss. Investitionen sind eher an anderer Stelle erforderlich und zwar in eine strukturierte Kommunikation zwischen den Fachbereichen. Die Wirtschaftlichkeit von Energieeffizienzmaßnahmen ist in vielen Fällen gegeben. Wichtig ist es, den Planenden von vornherein das Ziel der Energieeffizienz mit auf den Weg zu geben und alle Anforderungen von Anfang an gleichberechtigt zu berücksichtigen.

Begnügt man sich bei der Definition der Energieeffizienz darauf, mit einzelnen Maßnahmen die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, kommt man allerdings nicht sehr weit. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) setzt zwar Mindeststandards, bei vielen Maßnahmen greifen diese Nachrüstverpflichtungen der EnEV allerdings nicht. Bei kleineren Maßnahmen ließe man also vorhandene Einsparchancen ungenutzt. So zum Beispiel, wenn ein Gebäude nur gestrichen werden soll. Hier ist es sinnvoll über eine Dämmung nachzudenken, denn das Gerüst steht auf jeden Fall und die Kosten für den Anstrich könnten mit einem Wärmedämmverbundsystem sogar gespart werden.
Im Falle einer umfassenden Sanierung greift ein anderes Berechnungsverfahren als bei kleinen Einzelmaßnahmen und mit der Sanierung muss ein Standard erreicht werden, der nur 40 Prozent unten den Anforderungen eines Neubaus liegt. Je größer die Maßnahme desto deutlicher die gesetzlichen Anforderungen.

Eine weitere Anforderung formuliert das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG). Dieses fordert bei der grundlegenden Sanierung öffentlicher Gebäude die Nutzung eines Mindestanteils erneuerbarer Energien für die Wärmeversorgung. Grundsätzlich ist dies ein richtiger Weg, allerdings wird auch hier viel zu oft nur der Buchstabe des Gesetzes umgesetzt. Eine Wärmeerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien wird lediglich als Ergänzung zur bestehenden Anlage geplant. Die Chance ein Gebäude langfristig zukunftsfähig mit Energie zu versorgen wird auf diese Weise nicht genutzt und das wirtschaftliche Optimum für die Kommune lässt sich kaum erreichen.

Wünschenswert ist eine Planung, die das Gebäude für die nächsten vierzig Jahre energetisch fit macht. Denn wenn heute eine Sanierung durchgeführt wird, steht bis 2050 keine weitere Grundsanierung an. Im Hinblick auf energieeffiziente Gebäudesanierungen kann das Förderprogramm „Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen“ eine wertvolle Unterstützung sein. Damit wird die Energieberatung zur Erstellung eines energetischen Sanierungskonzepts von Nichtwohngebäuden mit bis zu 80 Prozent der förderfähigen Ausgaben bezuschusst.

Dipl.-Ing. Christian Dahm
Energieanwendung, Klimaschutz in Kommunen und Regionen
EnergieAgentur.NRW
0202 2455243
dahm@energieagentur.nrw

Isabell Engel M. A.
Energieanwendung, Klimaschutz in Kommunen und Regionen
Wissensmanagement

EnergieAgentur.NRW
0202 24552794
engel@energieagentur.nrw

Dipl.-Ing. Heinz-Jürgen Schütz
Energieanwendung, Klimaschutz in Kommunen und Regionen
EnergieAgentur.NRW
0202 2455232
schuetz@energieagentur.nrw

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.

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