Energieeffizienz

Becker GmbH aus Dülmen ist jetzt „Innovationsprojekt Klimaschutz“

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Information

Klimaneutralität, was ist das?

Klimaneutralität ist derzeit kein definierter Begriff. Allgemein wird darunter die Kompensation aller in einer Organisation, durch eine Veranstaltung oder anderen menschlichen Tätigkeiten verursachten Treibhausgasemissionen verstanden. 

Der Corporate Carbon Footprint ist dabei die Basis für Klimamanagement und die Kompensation von Treibhausgasen, denn: Was man nicht messen kann, kann man nicht lenken, wie der Ökonom Peter Drucker schrieb. Um Maßnahmen zur Emissionsminderung umsetzen zu können, muss ich zunächst wissen, an welcher Stelle des Unternehmens durch welche Aktivitäten wie viel an Treibhausgasen entsteht.

"Vermeiden - vermindern - kompensieren" ist die Kurzformel für klimaneutrales Vorgehen. Erste Option sollte immer sein, den Ausstoß von Treibhausgasen zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren. CO2-Emissionen sind unvermeidbar, wenn der Geschäftsbetrieb eines Unternehmens aufrecht erhalten bleiben soll, denn sie entstehen beispielsweise durch industrielle Produktionsprozesse, durch den Energieverbrauch für Mobilität oder den Einkauf von Materialien.

Der Weg zur Klimaneutralität muss transparent und nachvollziehbar sein und anerkannten Daten und Methoden basieren. Nur so kann ein solches Unternehmens- oder Organisationsziel auch zu einer positiven Außendarstellung führen.

Erstellen einer Klimastrategie

Ein Unternehmen sollte zunächst festgelegen, welche Bereiche, Produkte oder Prozesse klimaneutral gestellt werden. Dabei sollte es sich um einen für die Geschäftstätigkeit relevanten Bereich handeln, beispielsweise:

  • Einzelmaßnahmen und Bereiche (z. B. Dienstreisen, Veranstaltungen)
  • Produkte und Dienstleistungen (z. B. Bio-Produkte, Paketversand, Urlaubsreisen)
  • Standorte

Es ist natürlich auch möglich, das gesamte Unternehmen klimaneutral zu stellen. Das bedeutet, dass alle klimarelevanten Emissionen des Unternehmens einfließen. Darunter fallen Emissionen aus Produktion, Verwaltung, Verkehr und Gebäuden. Dazu wird zunächst im Unternehmen ein umfassender Corporate Carbon Footprint erstellt.

Die Klimastrategie sollte um einen konkreten Maßnahmenplan ergänzt werden. Er legt fest, wie die angestrebten Ziele erreicht werden können und enthält zeitliche Zielvorgaben für die Reduktion von Treibhausgasen im Unternehmen. Ebenfalls enthalten sein sollte eine Kostenkalkulation. Sie weist in der Regel zwei Bausteine auf: auf der Kostenseite schlagen die Investitionen für Energiesparmaßnahmen und Kompensation zu Buche. Dem stehen bei den laufenden Kosten oftmals sinkende Ausgaben gegenüber, denn durch Effizienzmaßnahmen sinkt  der Energieverbrauch zumeist erheblich.

Kompensation von Emissionen

Für die verbleibenden Emissionen erfolgt die Kompensation meist durch den Ankauf von CO2-Zertifikaten. Dafür bieten diverse Dienstleister im freiwilligen Markt ihre Unterstützung an. Hintergrundinformationen und Auswahlkritierien liefert eine Broschüre des Umweltbundesamtes (UBA) . Unternehmen können diese Transaktion aber auch selbstständig bewerkstelligen. Ob in Eigenregie oder mit externer Hilfe - Interessenten sehen sich in  jedem Fall mit verschiedenen Zertifikatstypen konfrontiert:

ERU (Emission Reduction Unit) und CER (Certified Emission Reduction) stammen aus anerkannten Klimaschutzprojekten, die nach den offiziellen Regeln des Kyoto-Protokolls arbeiten. Joint Implementation Projekte (JI) und Clean Development Mechanism (CDM) https://www.energieagentur.nrw/finanzierung/emissionshandel werden international registriert und durch das UN-Klimasekretariat geprüft. Die Zertifikate sind im internationalen Emissionshandel zugelassen.

Als VER (Verified Emission Reduction) bezeichnet man Zertifikate aus dem freiwilligen Markt, der weniger streng reguliert, dadurch aber auch weniger übersichtlich ist. Auf dem freiwilligen Markt findet man vielfältige verschiedene Standards mit mehr oder weniger hohen Anforderungen. Dementsprechend ist auch die Preisspanne für den Kauf von VER sehr hoch. Die höchsten Anforderungen für Klimaschutz-Zertifikate setzt der sogenannte Goldstandard.

Unabhängig von ihrer Herkunft müssen alle Zertifikate nach dem Kauf im jeweiligen Zertifikate-Register stillgelegt werden müssen. Damit verhindert der Käufer, dass sie noch anderweitig genutzt werden. Dieser exakte Nachweis sichert Unternehmen und Kommunen auch bei der Kommunikation ihres Klimaengagements ab.

Dipl.-Ing. Ina Twardowski
Energieanwendung, Klimaschutz in Industrie und Gewerbe
EnergieAgentur.NRW
0202 2455245
twardowski@energieagentur.nrw
www.ea.nrw/energieeffizienz/unternehmen

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.

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