Energieeffizienz

Werkzeuge und Formen, Wellen und Zahnräder werden in Härte- und Nitrieröfen behandelt. 
Foto: Ferrum Edelstahlhärtere Gmbh

Projekt des Monats: Edelstahlhärterei profitiert von flexiblem Stromeinkauf

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Foto: Pixabay

27.6. „Energieeffizient konkret“ – Aus der Praxis beim Bauzulieferer Schönox

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Information

Energieeffizienz in Büro und Verwaltung

Der Energieeinsatz in Verwaltungen und Büros ist abhängig von der technischen Ausstattung. Je nach Beschaffenheit der Arbeitsplätze kann der Energiebedarf sehr verschieden sein.

Im Durchschnitt hat eine Büroimmobilie einen Energieverbrauchskennwert (Heizung und Warmwasser) von 133 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr (dena 2016). Der Stromverbrauchskennwert liegt zwischen 35 und 70 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr.

Energieverbraucher
Die bedeutendsten Energieverbraucher im Bürogebäude sind in den Bereichen Heizung, Beleuchtung  und Kommunikation sowie Information zu finden (dena 2016). Dabei verursacht die Heizung mit etwa 70 Prozent des Gesamtenergiebedarfs den mit Abstand größten Anteil. Die Beleuchtung sowie die Informations- /Kommunikationstechnik benötigen jeweils rund 10 Prozent der Energie (dena 2016).

Abbildung 1: Energiebedarf nach Anwendung
Grafik: EnergieAgentur.NRW nach (dena 2016)
Abbildung 1: Energiebedarf nach Anwendung
Grafik: EnergieAgentur.NRW nach (dena 2016)

Energieeinsparmöglichkeiten

Raumwärme
Die Heizung ist in Büro- und Verwaltungsgebäuden der Hauptenergieverbraucher. An dieser Stelle ist das Einsparpotenzial am größten. Der berechnete Heizwärmebedarf ist hauptsächlich von der Beschaffenheit der Gebäudehülle (Mauerwerk, Dämmmaterialien Fenster etc.), sowie dem Standort des Gebäudes und von der Effizienz der Heizungsanlage abhängig. Wie hoch der tatsächliche Verbrauch ist, hängt zusätzlich vom Verhalten der Nutzer ab. Werden diese Faktoren optimiert, lässt sich der Heizwärmebedarf deutlich reduzieren.

Für den Neubau beziehungsweise eine energetischen Sanierung oder Optimierung von Büro- und Verwaltungsgebäuden steht eine Bandbreite von erprobten Effizienztechnologien zur Verfügung, was eine individuelle Niedrigenergielösung für jedes Gebäude ermöglicht.

Dabei gibt es einige grundlegende Erkenntnisse, deren Umsetzung sich in jedem Fall empfiehlt:

  • Eine maximierte Außendämmung begrenzt die benötigte Restheizwärme und verhindert in Verbindung mit einer solarorientierten Ausrichtung im Sommer die Aufheizung des Gebäudes. Als Ergänzung bieten sich wärmespeichernde Massivbauteile an.
  • Um den Restwärmebedarf effizient zu decken, können neben internen Wärmequellen – enthalten in der Abluft – passive Solarwärme, Solarkollektoren oder Erdwärmetauscher genutzt werden. Bei größeren Gebäuden lohnt sich die Investition in Blockheizkraftwerke für Kraft-Wärme-Kopplung. Die Versorgung über Fernwärme ist ebenfalls sinnvoll.
  • Ein Heizungs- und Lüftungssystem mit optimierter Mess-, Steuer-, Regelungstechnik kann viel Energie sparen.
  • Die Stromkosten für Beleuchtung lassen sich durch bestmögliche Ausleuchtung mit Tageslicht reduzieren. Die entsprechende Orientierung und Gestaltung des Gebäudes und der Einsatz tageslichtlenkender Systeme bringen hier spürbare Vorteile.

Genauere Informationen zur Optimierung einer Heizungsanlage inklusive Erläuterung verschiedener Technologien sind der Broschüre „Heizung“ zu entnehmen.

Bedarfsgerechte Steuerung technischer Büroausstattung
Büromitarbeiter befinden sich im Durschnitt zu 70 Prozent an Ihrem Arbeitsplatz. Für Besprechungen und Pausen wird der Arbeitsplatz verlassen, die technische Büroausstattung bleibt in dieser Zeit jedoch meist eingeschaltet. Um den Energiebardarf von Computern und anderen Geräten zu reduzieren, sollten diese während der Abwesenheitszeit in einen Energiesparmodus überführt oder ausgeschaltet werden. Durch eine solche bedarfsgerechte Steuerung, die während eines Drittels der Arbeitszeit aktiv wäre, kann der Energiebedarf um rund 20 Prozent reduziert werden. Dieses Potenzial kann ohne Investition durch Einstellung eines automatischen Ruhezustandes für den Arbeitsplatzrechner erreicht werden. Eine praktikable Regelung wäre ein Wechsel in den Ruhemodus nach 10 bis 15 Minuten.

Auch die Beleuchtung und Heizung können während der Abwesenheitszeit abgeschaltet oder runtergeregelt werden. Das Einsparpotenzial liegt dabei um rund 25 Prozent (Institut dezentrale Energietechnologien 2014).
 


Abbildung 2: Einsparpotenziale durch bedarfsgerechte Steuerung
Grafik: EnergieAgentur.NRW nach (Institut dezentrale Energietechnologien 2014)

Beleuchtung
Durch eine effiziente Beleuchtung lassen sich 35 Prozent der Energie einsparen. Mehr Informationen zum Thema Beleuchtung sind in der gleichnamigen Broschüre zu finden.

Weitere Informationen zu Energieeinsparmaßnahmen im Büro, unter anderem zum Thema energieeffiziente Beschaffung, sind in der Broschüre „Das energieeffiziente Büro“ zu finden.

dena. Energieeffizienz bei Büroimmobilien. Berlin, 2016.

Institut dezentrale Energietechnologien. pinta - Energieeffizienz im Büro, Kontextsensitives IKT- und Gebäudemanagement. Kassel, 2014.

Stand 11/2016

Dipl.-Ing. Gerald Orlik
Stv. Leiter Energieeffizienz: Klimaschutz in Industrie und Gewerbe
Wissensmanagement

EnergieAgentur.NRW
0202 2455233
orlik@energieagentur.nrw
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Dipl.-Ing. Ina Twardowski
Energieanwendung, Klimaschutz in Industrie und Gewerbe
EnergieAgentur.NRW
0202 2455245
twardowski@energieagentur.nrw
www.ea.nrw/energieeffizienz/unternehmen

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.