Energieeffizienz

Werkzeuge und Formen, Wellen und Zahnräder werden in Härte- und Nitrieröfen behandelt. 
Foto: Ferrum Edelstahlhärtere Gmbh

Projekt des Monats: Edelstahlhärterei profitiert von flexiblem Stromeinkauf

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Foto: Pixabay

27.6. „Energieeffizient konkret“ – Aus der Praxis beim Bauzulieferer Schönox

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Information

Weitere Normen der ISO-50000er-Reihe – Messen und Verbessern

Auf die Zertifizierungsnorm DIN EN ISO 50001 beziehen sich noch weitere, ergänzende Normen.

DIN ISO 50003

Basis der Anforderungen für die Stellen, die Energiemanagementsysteme auditieren und zertifizieren ist die DIN ISO 50003. Diese Norm richtet sich direkt an die Zertifizierungsstellen und regelt unter anderem die Qualifikation der Auditoren, die Berechnung der Auditzeiten und die Bewertung der Verbesserung der energiebezogenen Leistung. Für die Unternehmen ist diese Norm insoweit von Interesse, da sie Aufschluss gibt über die Berechnung der Auditzeiten und damit auch über die Auditkosten sowie den Nachweis der Verbesserung der energiebezogenen Leistung.

DIN ISO 50006

Die DIN ISO 50006 erläutert die Messung der energiebezogenen Leistung unter Nutzung der energetischen Ausgangsbasis (EnB) und der Energieleistungskennzahlen (EnPI). Die EnB und die EnPI sind Schlüsselelemente der ISO 50001, die die Messung und damit auch die Steuerung der energiebezogenen Leistung im Unternehmen ermöglichen. Die DIN ISO 50006 ist als Leitfaden ergänzend zur DIN EN ISO 50001 zu sehen. Inhaltlich bezieht sich die Norm auf die Entwicklung und Etablierung geeigneter EnPI und EnB. Die Norm unterscheidet dabei vier verschiedene Typen von Kennzahlen (absolute, relative, statische und technische Ansätze). Ziel ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess der energiebezogenen Leistung des Unternehmens.

DIN ISO 50015

Die DIN ISO 50015 ist genau wie die DIN ISO 50006 als Leitfaden konzipiert und enthält keinerlei Verpflichtungen. Die Norm dient als Einstieg in die Messung der energiebezogenen Leistung. Grundsätzlich beschreibt die Norm einen Sechs-Schritte-Plan für einen praktikablen Mess- und Verifizierungsprozess.

  1. Aufstellung eines M&V-Plans (beschreibt die notwendigen Schritte in jeder Phase)
  2. Datenerfassung
  3. Prüfung der Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der energiebezogenen Leistung
  4. M&V-Analyse
  5. Erstellung des M&V-Berichtes
  6. Prüfung, ob der Prozess bei Bedarf wiederholt werden muss

Neben diesen Normen gibt es noch die ISO 50002 zum Energieaudit, die aber derzeit eine untergeordnete Rolle spielt, weil in Deutschland statt dieser internationalen Energieauditnorm die DIN EN 16247-1 von Bedeutung ist.

Dipl.-Ing. Gerald Orlik
Stv. Leiter Energieeffizienz: Klimaschutz in Industrie und Gewerbe
Wissensmanagement

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