Energieeffizienz

Werkzeuge und Formen, Wellen und Zahnräder werden in Härte- und Nitrieröfen behandelt. 
Foto: Ferrum Edelstahlhärtere Gmbh

Projekt des Monats: Edelstahlhärterei profitiert von flexiblem Stromeinkauf

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Information

Energiecontrolling und Benchmarking

Energiecontrolling ist die systematische, messtechnische Erfassung, Darstellung und Bewertung des Energieverbrauchs mit hinreichender Auflösung. Ziel ist die Senkung des Energieverbrauchs und der Energiekosten durch die Identifizierung und Beseitigung energetischer Schwachstellen. Die Bewertung des Verbrauchs erfolgt in der Regel mit Hilfe des Kennzahlenvergleichs und/oder des Soll/Ist-Vergleichs.
  
Beim Kennzahlenvergleich (Benchmarking) wird der Verbrauch durch eine geeignete Bezugsgröße dividiert. Diese Energiekennzahl wird verglichen mit Werten von anderen Zeiträumen, Anlagen oder Betrieben.
    
Für den Soll/Ist-Vergleich wird mit Hilfe der Korrelationsanalyse eine mathematische Beziehung zwischen dem Energieverbrauch und Bezugsgrößen hergestellt. Damit lässt sich ein Soll-Wert für den Energieverbrauch ermitteln, der anschließend mit dem gemessenen Verbrauch verglichen wird.

Die Einführung eines Energiecontrolling in einem Betrieb erfolgt in drei Schritten:

  • In der Vorbereitungsphase werden grundlegende Informationen zur Organisation und technischen Ausstattung des Betriebs zusammengestellt.
  • In der anschließenden Einführungsphase erfolgen umfangreiche Analysen der erfassten Verbrauchsdaten mit entsprechenden bekannten Energiekennzahlen, um Bewertungsmaßstäbe für den Verbrauch aufzustellen.
  • In der Durchführungsphase wird der Verbrauch kontinuierlich mit Hilfe der entwickelten Bewertungsmaßstäbe überwacht. Diese Maßstäbe müssen regelmäßig überprüft werden.

Ziel des Energiecontrollings ist letztendlich die Senkung der Energiekosten eines Betriebs durch die Aufdeckung und Beseitigung von Schwachstellen und Unregelmäßigkeiten in der Energieversorgung.

Basis ist die kontinuierliche messtechnische Erfassung von Verbräuchen eines Betriebs sowie die gleichzeitige Erfassung der wesentlichen Einflussparameter auf den Energieverbrauch.

Die DIN ISO 50006 beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit den Schlüsselelementen Energiekennzahlen und Energetische Ausgangsbasis aus der DIN EN ISO 50001. Die ISO 50006 ist somit als praktische Anleitung und Ergänzung zur DIN ISO 50001 sehr hilfreich.

Um eine erste Abschätzung branchenspezifischer Kennzahlen zu ermöglichen, hat die EnergieAgentur.NRW den KURZ.energiecheck für Unternehmen konzipiert.

Einen Überblick über geeignete Energiecontrollingsoftware (messtechnische Erfassung von Verbräuchen) zur kontinuierlichen Erhebung und Visualisierung der Energiedaten gibt der ENMS.Marktspiegel der EnergieAgentur.NRW.

Bernd Geschermann
Leiter Energieanwendung, Klimaschutz in Industrie und Gewerbe
EnergieAgentur.NRW
0202 2455214
geschermann@energieagentur.nrw

Dipl.-Ing. Gerald Orlik
Stv. Leiter Energieeffizienz: Klimaschutz in Industrie und Gewerbe
Wissensmanagement

EnergieAgentur.NRW
0202 2455233
orlik@energieagentur.nrw
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Dipl.-Ing. Ina Twardowski
Energieanwendung, Klimaschutz in Industrie und Gewerbe
EnergieAgentur.NRW
0202 2455245
twardowski@energieagentur.nrw
www.ea.nrw/energieeffizienz/unternehmen

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.