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Digitalisierung für die Energieeffizienz nutzen

 

Digitalisierung kann in einem Unternehmen vieles bedeuten. Sowohl die digitale Buchhaltung als auch Steuerungssysteme in der Produktion oder neue digitale Geschäftsmodelle sind digitale Lösungen. Die bessere Verfügbarkeit von Informationen in digitaler Form kann aber eben auch dazu dienen, im Zusammenhang mit energetischen Abhängigkeiten die Abläufe in der Produktion zu optimieren.

Das naheliegendste Beispiel dafür, wie die Digitalisierung Unternehmen hilft, Energie und Kosten zu sparen, ist die Lastganganalyse von Strom- und Gasverbräuchen. Lastgänge sind wie ein EKG des Betriebes. Mit seiner Hilfe lassen sich über die Analyse von Lastspitzen und deren Vermeidung oder Verlagerung schnell und einfach Kosten sparen oder Einblicke in den Produktionsprozess gewinnen.  

Ebenfalls häufig ohnehin vorhanden sind Messdaten aus den Produktionsmaschinen. Viele Aggregate wie Kompressoren, Spritzgussmaschinen oder CNC-Fräsen besitzen schon heute Baugruppen in ihren Steuerungen, in denen sich etwa die Laufzeiten der Maschinen- und Anlagenteile ermitteln lassen. Bei der richtigen Korrelation mit deren technischen Daten können energierelevante Daten abgeleitet werden. Grundsätzlich empfiehlt sich also, ein Kataster der energierelevanten Hardware und deren Datenqualität bzw. Datenverfügbarkeit anzulegen.

Auch im Zuge der Industrie 4.0, bei der Abläufe von der Bestellung bis zur Auslieferung automatisiert vonstattengehen, wird eine Fülle neuer Daten generiert. Diese können dann ebenfalls für energetische Analysen und Schlussfolgerungen herangezogen werden.

Informationen aus den Energieströmen zur Analyse der Prozesse nutzen

Ab einer gewissen Datenmenge müssen die Abläufe über Software gesteuert werden. Bei einigen Produktionsprozessen ist das auch heute schon der Fall, aber Informationen aus den Energieströmen finden zurzeit kaum Eingang in diese Steuerungen. Es ist also Aufgabe für die Zukunft, die Informationen aus dem Energiebereich mit in eine Digitalisierungsstrategie einzubeziehen.

Aber wie helfen nun die Daten von Energieströmen dem Unternehmen? Wie oben beschrieben liefern sie Informationen über alle Prozesse im Unternehmen, die Energie verbrauchen. Mit der Digitalisierung ist es nun möglich, diese Prozesse besser zu verstehen und damit auch Fehlentwicklungen und Optimierungspotential zu erkennen. So lassen sich beispielweise Informationen für die vorbeugende Instandhaltung oder für den Energieeinkauf gewinnen.

Ein weiterer Aspekt: Unternehmen beginnen verstärkt in die Eigenerzeugung von Strom beispielsweise mittels Photovoltaik oder Kraft-Wärme-Kopplung zu investieren - nicht nur unter ökonomischen Gesichtspunkten, sondern auch, um langfristig unabhängiger von der Allgemeinversorgung zu werden und somit eine höhere Versorgungsicherheit des Betriebs zu gewährleisten. Solche Investitionen lassen sich aber nur wirtschaftlich darstellen, wenn man die Energieflüsse und die Stellgrößen im Unternehmen kennt. 

Bei der Integration der energierelevanten Daten in eine Digitalisierungsstrategie können die Berater des Themenfelds „Energieanwendungen in Industrie und Gewerbe“ der EnergieAgentur.NRW weiterhelfen.

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