Stadtwerke Münster heizen mit überschüssigem Windstrom

6. Juni 2016 | Kira Crome

Die Leistung des Elektrodenkessels beträgt 22 MW, die als Sekundärregelleistung bereitgestellt wird, © Stadtwerke Münster

Die Leistung des Elektrodenkessels beträgt 22 MW, die als Sekundärregelleistung bereitgestellt wird, © Stadtwerke Münster

Die Stadtwerke Münster setzen auf die Power-to-Heat-Technologie und nutzen damit überschüssigen Windstrom, den das Netz nicht aufnehmen kann. Er wird einem Elektrodenkessel in Wärme umgewandelt und so energetisch genutzt. Schwankungen im Stromnetz können mit diesem Zwischenspeicher ausgeglichen werden. Weiterlesen

Speichersysteme für Photovoltaikanlagen: Technik, Autarkie und Wirtschaftlichkeit

20. August 2014 | Simon Trockel

Batteriespeichersysteme für Photovoltaikanlagen

Batteriespeichersysteme für Photovoltaikanlagen

Die gesetzlich geregelte Einspeisevergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für Strom aus Photovoltaikanlagen wurde in den letzten Jahren mehrfach reduziert und so an die technischen Entwicklungen und sinkenden Stromgestehungskosten angepasst. Die wirtschaftliche Realisierbarkeit solcher Anlagen hängt daher, zumindest für Privathaushalte, immer weniger von der garantierten Vergütung ab. Vielmehr steht zunehmend ein möglichst hoher Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms im Vordergrund. In diesem Zusammenhang werden Speicherkonzepte immer interessanter. Dieser Artikel beleuchtet daher die Möglichkeiten und Grenzen von Speichertechnologien für den privaten Solaranlagenbetreiber.
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Erstes Hybridspeicherwerk speichert künftig Windstrom

31. Oktober 2013 | Kira Crome

Um das hohe Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit der Energieversorgung in Deutschland auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten sicherzustellen, werden Energiespeicher eine zunehmend wichtige Rolle im Energiesystem einnehmen. Energieforscher beschäftigen sich daher mit der Idee, überschüssigen Windstrom in Gas umzuwandeln und so speicherbar zu machen. Im brandenburgischen Prenzlau hat das Windenergieunternehmen Enertrag dafür das weltweit erste Hybridkraftwerk gebaut. Jetzt wird es an das Gasnetz angeschlossen. Knapp 8.000 Gaskunden werden dann erstmals mit Windenergie versorgt – auch wenn der Wind zu stark oder gar nicht weht.

Der Wind ist eine unstete Energiequelle. Betreiber von Windenergieanlagen versuchen deshalb, anhand von Wetterdaten ihre Stromerzeugung so gut es geht vorherzusagen, um ihren Strom vermarkten zu können. Und wenn an windreichen Tagen die Produktion den Bedarf übersteigt, müssen die Anlagen gedrosselt werden, da das Stromnetz dann die großen Windstrommengen nicht aufnehmen kann. Die fluktuierende Leistung der Windkraft ist ein Problem für die Energiewende. Forschung und Energiewirtschaft suchen deshalb nach technisch ausgereiften und ökonomisch sinnvollen Lösungen, um Windstrom zu speichern. Vor allem die langfristige Speicherung ist schwierig. Denn eine Energieversorgung, die irgendwann vollständig auf fossile Quellen verzichten soll, muss auch Windflauten von mehreren Tagen oder auch Wochen überbrücken können. Bisher genutzte Speichermedien wie etwa Pumpspeicherkraftwerke helfen da nur begrenzt: Sämtliche Pumpspeicherwerke Deutschlands würden Studien zufolge derzeit gerade für ein paar Stunden ausreichend Strom liefern können.

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