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Fragen & Antworten

Innovationsausschreibungen

Frage:

Was ist der Unterschied zwischen den regulären Ausschreibungen und den Innovationsausschreibungen? Und mit welchen Anlagen darf man sich darauf bewerben?

Antwort:

Seit dem 1. Mai 2017 führt die Bundesnetzagentur unter anderem Ausschreibungen zur Ermittlung der finanziellen Förderung von Erneuerbare-Energien-Anlagen und Ausschreibungen zur finanziellen Förderung von KWK-Anlagen durch. Der ermittelte anzulegende Wert dient als Berechnungsgrundlage für die Höhe des Zahlungsanspruchs (Marktprämie). Die gesetzlichen Grundlagen für die Ausschreibungen sind im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt.

Innovationsausschreibungen werden nach § 39j EEG in den Jahren 2019, 2020 und 2021 jeweils zum 1. September durch die Bundesnetzagentur durchgeführt. Die gesetzlichen Grundlagen für die Ausschreibungen finden sich im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017) und in der Verordnung zu den Innovationsausschreibungen (InnAusV) wieder. Da die Verordnung erst verspätet erstellt wurde, fand in 2019 keine Innovationsausschreibung statt. Das für 2019 vorgesehene Ausschreibungsvolumen von 250 wurde daher bei der Ausschreibung am 01.09.2020 hinzugenommen.

EEG § 39 j: „(1) Die Bundesnetzagentur führt in den Jahren 2019 bis 2021 Innovationsausschreibungen für erneuerbare Energien durch. Die Teilnahme an diesen Ausschreibungen ist nicht auf einzelne erneuerbare Energien beschränkt. Auch können Gebote für Kombinationen oder Zusammenschlüsse verschiedener erneuerbarer Energien abgegeben werden.

(2) Die Betreiber von Windenergieanlagen an Land und Solaranlagen, die aufgrund eines Zuschlags im Rahmen der Innovationsausschreibung im Jahr 2019 einen Anspruch auf eine Marktprämie haben, erhalten bei der Abregelung aufgrund von Netzengpässen abweichend von § 15 Absatz 1 Satz 1 keinen finanziellen Ausgleich für die entgangene Marktprämie.

(3) Die Einzelheiten der Innovationsausschreibungen werden in einer Rechtsverordnung nach § 88d näher bestimmt. Dabei soll sichergestellt werden, dass besonders netz- oder systemdienliche technische Lösungen gefördert werden, die sich im technologieneutralen wettbewerblichen Verfahren als effizient erweisen. Die Rechtsverordnung wird erstmals spätestens bis zum 1. Mai 2018 erlassen“

Bei den technologiespezifischen Ausschreibungen für Erneuerbare-Energien-Anlagen wird der anzulegende Wert ermittelt, der den maximalen Gesamterlös darstellt. Die Differenz zwischen den Direktvermarktungserlösen, der sogenannte Marktwert, und dem jeweils bezuschlagten anzulegenden Wert, wird durch die gleitende Marktprämie vom Netzbetreiber ausgeglichen. Gleitend weil sie sich je nach Monatsmarktwert in der Höhe verändert. Der Gesamterlös bleibt dadurch immer gleich. Bei der Innovationsausschreibung hingegen wird auf feste Marktprämien geboten. Dieser fixe Betrag wird zusätzlich zum Direktvermarktungserlös für den Strom bezahlt. Der mögliche Gesamterlös ist daher nicht festgelegt, sondern schwankt entsprechend der Veränderungen des Monatsmarktwertes.

Gebote können für Einzelanlagen und Anlagenkombinationen der erneuerbaren Energien abgegeben werden. Die Details für die Teilnahmevoraussetzungen sind der Seite der Bundesnetzagentur zu entnehmen. In der vergangenen (ersten) Ausschreibungsrunde für Innovationsanlagen (1. September 2020), die durch die Bundesnetzagentur durchgeführt wurde, haben vor allem Solaranlagen in Kombination mit Speichern teilgenommen und einen Zuschlag erhalten. Ausgeschrieben waren insgesamt 650 Megawatt, wobei die Ausschreibung mit insgesamt 1.095 Megawatt überzeichnet war.

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