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Fragen & Antworten

Änderungen EEG 2021: PV-Freiflächenanlagen

Frage:

Gibt es im EEG 2021 Änderungen für PV-Freiflächenanlagen? – Ich bin immer noch in der Planung solcher Anlagen und habe zwei Flächen an der Autobahn und eine an einer Bahnschiene im Visier. Dort laufen gerade die Bauvoranfragen.

 

Antwort:

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde am 17.12.2020 im Bundestag verabschiedet und ist seit dem 01.01.2021 in Kraft, es wurde mittlerweile fünfmal umfassend überarbeitet und setzt den Rahmen für den Ausbau der erneuerbaren Energien im deutschen Stromsektor.

Im Bereich Freiflächen-PV gibt es drei wichtige Änderungen:

  1. Thema Ausschreibungen / Vergütung: Im EEG 2017 wurden die anzulegenden Werte noch für sämtliche Solaranlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 750 Kilowatt in einer gemeinsamen Ausschreibung ermittelt. Mit dem neuen EEG wird jetzt ein separates Segment für Solaranlagen, die auf, an oder in einem Gebäude oder einer Lärmschutzwand angebracht werden, eingeführt. Für Anlagen dieses zweiten Segments gilt gemäß § 22 (3) ebenfalls ab einer installierten Leistung von 750 Kilowatt die Pflicht zur Ausschreibung. Für die verbleibenden Anlagen des ersten Segments, Freiflächenanlagen und Anlagen auf sonstigen baulichen Anlagen, z. B. Deponien, gilt weiterhin die Pflicht zur Teilnahme an der Ausschreibung ab 750 Kilowatt.
  1. Der Gesetzgeber erhöht die maximale Gebotshöhe von 10 auf 20 Megawatt (§ 37) für Freiflächenanlagen. Da durch die gestiegene Technologieeffizienz mittlerweile deutlich mehr Leistung pro Quadratmeter installiert werden kann.
  1. Für Solaranlagen entlang von Autobahnen oder Schienenwegen wird die Flächenkulisse ausgeweitet. Zukünftig darf dieser sogenannte Seitenrandstreifen in einer Breite von 200 Metern genutzt werden, wobei ein 15 Meter breiter Streifen längs zur Fahrbahn zu Naturschutzzwecken, z. B. Tierwanderungen, freigehalten werden muss. Die Regelung gilt sowohl für Anlagen, deren anzulegender Wert in der Ausschreibung ermittelt wird, als auch für solche, deren Vergütungshöhe gesetzlich geregelt ist (§ 37 (1) Nr. 2 und § 48 (1) Nr. 3).

Diese und weitere detaillierte Informationen rund um die Änderungen des EEGs finden Sie auch in folgendem Fachbeitrag: https://www.energieagentur.nrw/blogs/erneuerbare/beitraege/fachbeitrag-eeg-2021-die-wichtigsten-aenderungen/

2 Antworten zu “Änderungen EEG 2021: PV-Freiflächenanlagen”

  1. Birgit Specovius sagt:

    Nach meiner Kenntnis steht im neuen EEG 2021 hinsichtlich der Flächenkulisse für Freiflächensolaranlagen immer noch (oder wieder?) ein Seitenrandstreifen „längs von Autobahnen oder Schienenwegen, wenn die Freiflächenanlage in einer Entfernung bis zu 110 Meter, gemessen vom äußeren Rand der befestigten Fahrbahn“ (siehe § 37 Abs. 1 Nr. 3c) entgegen des ursprünglichen Referentenentwurfs. Könnten Sie bitte dazu Stellung nehmen. Vielen Dank!

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