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Fragen & Antworten

Wie ermittelt sich die Abstandsfläche (Entfernung) bei Windrädern zur Nachbargrenze im Außenbereich (land- u. forstwirtschaftliche Nutzung)?

Gemäß der aktuellen Bauordnung des Landes Nordrhein-Westfalens bemisst sich die Tiefe dieser Abstandsfläche speziell bei Windenergieanlagen „nach 50 Prozent ihrer größten Höhe“ (§ 6 Abs. 13 BauO NRW 2018). Dies entspricht bei typischen Windenergieanlagen der „Höhe der Rotorachse über der geometrischen Mitte des Mastes zuzüglich des Rotorradius“. Beträgt dieser Wert beispielweise 180 Meter, so ist als Abstandsfläche ein „Kreis um den geometrischen Mittelpunkt des Mastes“ mit dem Radius von 90 Meter (1/2*180m) als Abstandsfläche zum nächsten Grundstück einzuhalten – also eine Kreisfläche von rund 2,5 Hektar. Kann diese Abstandsfläche nicht auf dem Grundstück, auf dem die Windenergieanlage errichtet werden soll, eingehalten werden, so ist die Eintragung einer bauordnungsrechtlichen Baulast für die Genehmigung erforderlich.

Bei einer Baulast handelt es sich um eine öffentlich-rechtliche Sicherung, die ins Baulastenverzeichnis eingetragen wird. Ansprechpartner hierfür ist die jeweils zuständige Bauaufsichtsbehörde. Baulasten werden unbeschadet der Rechte Dritter mit der Eintragung in das Baulastenverzeichnis wirksam und wirken auch gegenüber der Rechtsnachfolgerin oder dem Rechtsnachfolger. Weitere Baulasten können beispielsweise aus Gründen der Sicherung der Erschließung (Zuwegung) im Zuge der Errichtung von Windenergieanlagen erforderlich sein.

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